CONSERVARE

… Salz der Erde

Ich schaue nicht auf diese Angreiferin

Posted by conservare - 26/12/2009

Ich schaue mit Dankbarkeit auf Gott und freue mich, dass der Heilige Vater – der wie von Engeln getragen – sich nicht die kleinste Verletzung zugezogen hat. Das grenzt an ein Wunder und wir dürfen uns freuen, dass der Himmel so gut auf diesen Nachfolger Petri Acht gibt.

Ich freue mich darüber einfach.


Vielleicht bin ich ja auch verrückt geworden. Aber vielleicht ist gerade dies ein Zeichen vom Himmel – um genau zu sein: Vielleicht ein Zeichen von Papst Johannes Paul II, den viele Christen täglich um Fürsprache anrufen.

Papst Johannes Paul II musste damals einen schweren Angriff erleiden und durfte dieses Attentat überleben. Papst Benedikt XVI. schreitet über Löwen und Nattern, tritt auf Löwen und Drachen (Psalm 91, 13). Bei ihm wird diese Chronik der Attentate in einen anderen Verlauf umgekehrt.

Ich freue mich darüber einfach.

Wir dürfen ruhig mehr Mut im Vertrauen auf Gott wagen und wir müssen ob solchen Geschehnissen nach einer ersten Welle der Fassungslosigkeit wieder zur Fassung, zur christlichen Verfassung kommen und uns besinnen.

Es hat keinen Sinn auf diese angreifende Frau herumzuhacken! Wenn sie wirklich geistig erkrankt ist, dann sollte man eher für ihre Genesung beten und für die des verletzten Kardinals natürlich. Man kann Gott doch nur danken, dass dem Papst nichts passiert ist und sicher hat er der Frau schon verziehen.

Aber einige Stimmen fordern jetzt „sperrt sie weg“ und Manche malen den Teufel an die Wand, was da alles hätte passieren können. Ja, es hätte wirklich viel Schlimmeres passieren können, aber dieses ganze „hätte, könnte und wenn“ bringt hier doch überhaupt nichts. Versucht das einmal nüchtern zu betrachten. Der Angriff ist vorbei, er ist – zumindest und Gott sei Dank für den Papst – gut überstanden. Das ist es, was im Moment zählt. Jene Leute, die da geschludert haben – etwa das Sicherheitspersonal – werden sich jetzt mehr anstrengen müssen und besser arbeiten, wenn dies befohlen und gefördert wird. Dies hoffe ich zumindest sehr! Viel wichtiger als die Rufe gegen diese Angreiferin, scheint mir sowieso die Frage nach einem umfassenden Schutz für den Papst zu sein. Denn geistig verwirrte Menschen, oder berechnende Attentäter wird es immer geben. Alle kann man nicht aufspüren und „wegsperren“. Also muss an anderer Stelle gearbeitet werden. Ein Restrisiko bleibt trotzdem. Immer.

Man hat mich gefragt, ob ich es einfach in Kauf nehme, dass der Papst angegriffen wurde.
Ich nehme das alles nicht in Kauf und abgesehen davon stand die Verhinderung des Unglückes nicht in meiner Macht. Deswegen kann ich etwas Derartiges natürlich überhaupt nicht in Kauf nehmen. Aber ich würde es auch dann nicht in Kauf nehmen, wenn es in meiner Macht stünde.

Warum sollte ich desweiteren hier diese Attentäterin bewerten? Ich habe keinen Ton von ihr gehört und keinen Buchstaben von ihr gelesen. Ich habe nicht einmal ihr Gesicht gesehen um überhaupt irgend eine Emotion zuverlässig feststellen zu können. Hinzu kommt erschwerend, dass normal gesunde Menschen sich nicht in das Denken und Fühlen von geistig Kranken hineinversetzen können. Man kann hier ganz schlicht und ergreifend nicht das gleiche Maß anwenden, wie bei einem Menschen, der genau weiß was er tut. Ich hoffe das leuchtet ein. Deswegen werden dem staatlichen Gesetz nach nur Strafen, die den Geisteszustand und den Reifegrad einer Person berücksichtigen, verhängt. Ich gehe ganz einfach davon aus, dass diese Angreiferin eben geistig krank ist, denn so wurde es ja auch berichtet. Danach gilt es zu unterscheiden.

Aber wie gesagt, ich schaue nicht auf diese Angreiferin. Ich schaue mit Dankbarkeit auf Gott und freue mich, dass der Heilige Vater – der wie von Engeln getragen – sich nicht die kleinste Verletzung zugezogen hat.

Heute ist der Gedenktag des Heiligen Stephanus, des ersten Martyrers unserer Kirche.
Während er starb, betete er noch zu Gott „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an“. Wir kennen auch das Gebet unseres Herrn Jesus Christus, kurz bevor er am Kreuze starb. Was würden wir beten, wenn wir tatsächlich einmal in so einer Lage sind? Haben wir dann überhaupt noch die Glaubenskraft für unsere Feinde/Mörder zu beten, oder sind wir bis dahin ausgelaugt? Oder hätten wir den Mumm jenem Menschen zu verzeihen, der uns umbringen/angreifen wollte?

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