CONSERVARE

… Salz der Erde

Taufe des Herrn

Posted by conservare - 09/01/2010

Evangelium nach Lukas 3,15-16.21-22.

15 Das Volk war voll Erwartung und alle überlegten im Stillen,
ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei.
16 Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch
nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich,
und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren.
Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.

21 Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen.
Und während er betete, öffnete sich der Himmel,
22 und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube
auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

Gott hatte also eine große Freude daran, als Jesus Christus, Sein Sohn, sich von Johannes taufen ließ. Ich denke, Gott wird über jedes Kind, das getauft wird, eine große Freude haben. Ja, der ganze Himmel wird sich freuen, wann immer ein Kind oder ein bereits Erwachsener getauft wird.

Im Sakrament der Taufe öffnet sich der Himmel über uns. Je mehr wir im Kontakt mit Jesus in der Realität unserer Taufe leben, um so mehr öffnet sich der Himmel über uns. Und aus dem Himmel kam an jenem Tag eine Stimme, die zu Jesus sagte: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden“ (Lk 3, 22). Bei der Taufe wiederholt der himmlische Vater diese Worte auch… Er sagt: „Du bist mein Sohn.“ Die Taufe ist Adoption und Aufnahme in die Familie Gottes.

Papst Benedikt XVI. am 7. Januar 2006

Nach der neuen Ordnung beginnt heute mit der Vesper bzw. Vorabendmesse und der „Taufe des Herrn“ das Ende der Weihnachtszeit. An diesem Sonntag feiert man das Gedächtnis an die Taufe unseres Herrn Jesus Christus. In der Ordnung nach der außerordentlichen Form ist die Taufe des Herrn am 13. Januar zu feiern – siehe Schott Messbuch – und das Fest der Heiligen Familie am 1. Sonntag nach Epiphanie. In unserer Familientradition endet Weihnachten allerdings nicht vor Mariä Lichtmess.

Bereits heute durfte ich das liturgische Ende der Weihnachtszeit in der Vorabendmesse erleben. Es war noch einmal eine sehr feierliche Stimmung in mir und zum Schluss kam noch ein letztes Mal „O du fröhliche“ dran. Ja, eigentlich sehe ich das ein bisschen anders in der Hinsicht, aber diesmal hat das Lied einfach gepasst – es war herrlich. Natürlich kam auch „Fest soll mein Taufbund stehen“. Leider gab es kein Asperges bzw. Taufgedächtnis. Wahrscheinlich kommt das erst wieder morgen dran – wobei ich mir da nicht so sicher bin. In der außerordentlichen Form des Römischen Ritus ist das Asperges all sonntäglich. Dazu geht der Pfarrer mit einem Weihwassergefäß durch die Reihen und besprengt die Gläubigen mit Hilfe eines Aspergills mit Weihwasser.

Dazu das Gebet:

Asperges me, Domine, hysoppo, et mundabor: lavabis me, et super nivem dealbabor. Miserere mei, Deus, secundum magnam misericordiam tuam.

Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee. Erbarme dich meiner, o Gott, nach Deiner großen Barmherzigkeit.

Jedes mal, wenn man eine Kirche betritt, nimmt man auch deswegen etwas Weihwasser zum Besprengen, um sich an die eigene Taufe zum Kind Gottes andächtig zu er-innern. Mit dieser Taufe wurden wir von der Erbsünde befreit und quasi neu geboren.

Für Menschen, denen die Taufe heute noch etwas bedeutet, sind Taufbundgebete eine – zwar rare – wunderschöne Erneuerung. Meine Taufe war im Dezember und ich begehe diesen Tag in der gleichen Art wie meinen Namenstag.

Taufbundgebet

O Gott, durch Deine erbarmende Liebe bin ich
als kleines Kind in der heiligen Taufe von der
Sünde gereinigt, zu Deinem Ebenbilde neugeschaffen,
durch Deine Gnade geheiligt und in Deine Kirche
aufgenommen woren.

Freudig bekenne ich meinen Glauben an Dich,
o Vater, an Deinen Sohn und an den Heilige Geist
und will in der einen, heiligen, katholischen
Kirche nach diesem heiligen, seligmachenden
Glauben leben und sterben.

Ich entsage aufs neue aller Sünde, dem bösen
Feinde und aller seiner Hoffart und allen seinen
Werken. Ich gelobe Dir aufs neue, alle Deine
heiligen Gebote getreulich zu halten, Dich über
alles zu lieben und alle Menschen wie mich selbst.

Ich bitte Dich, o mein Gott, erwecke, erneuere
in mir die Gnade, die Du in der heiligen Taufe
mir verliehen hast. Durch Jesus Christus,
unsern Herrn. Amen.

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