CONSERVARE

… Salz der Erde

Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hilfe Teil 1

Posted by conservare - 19/01/2010

Maria, Mutter von der immerwährenden Hilfe, bitte für uns!

Mit vollem Recht ruft die Lauretanische Litanei die Mutter Gottes als „Auxilium Christi-anorum”, als „Hilfe der Christen” an. Maria hilft der Kirche, dem mystischen Leib Christi und allen seinen Gliedern, die sich vertrauensvoll an ihre Mutter wenden; „Maria hilft immer! Sie hilft jederzeit”, heißt es in dem alten Gebet „Jungfrau, Mutter Gottes mein…”. Auf der Titelseite dieses Informationsblattes sehen wir das schöne Gnadenbild der „Mutter von der Immerwährenden Hilfe”. Das Bild, das wahrscheinlich im 13. Jahrhundert entstand (byzantinische Schule), befand sich zunächst auf der Insel Kreta. Hier wurde es gegen Ende des 15. Jahrhunderts von einem frommen Kaufmann, der es vor dem Zugriff der Türken schützen wollte, mitgenommen; das Schiff aber, mit dem er nach Rom fahren wollte, geriet in schwerste Seenot und erst, nachdem der Kaufmann zusammen mit den Seeleuten zur Mutter Gottes inständig um Rettung flehte, legte sich der Sturm und man gelangte sicher nach Rom.

Am 27. März 1499 wurde das Bild am Hochaltar der Kirche St. Matthäus in Merulana angebracht. Viele pilgerten zur Mutter von der Immerwährenden Hilfe und fanden Trost und Hilfe; auch von Wundern wird berichtet.

In den Jahren zwischen 1809 und 1815 wurde die Kirche St. Matthäus völlig zerstört; das Gnadenbild verschwand. Nach 50 Jahren erst fand man es wieder. Der Generalsuperior der Kongregation vom heiligsten Erlöser (Redempt-oristen), Pater Nikolaus Mauron, bat alsbald den Hl. Vater, Papst Pius IX, das Bild in die Kirche St. Alfonsus übertragen zu lassen; am 23. Juni 1867 schließlich wurde das Bild in dieser Kirche auch feierlich gekrönt. Unzählige Pilgerscharen kommen seitdem, um die Gottesmutter zu ehren und sie um ihre Hilfe und ihrem Beistand anzuflehen.
Betrachten wir dieses Bild aufmerksam, so fällt uns auf, daß das Antlitz der Mutter Gottes bei aller Güte auch eine gewisse Trauer ausstrahlt. Auf den Armen trägt sie das göttliche Kind, dessen Blick auf einen Engel am rechten oberen Bildrand gerichtet ist, der das Kreuz herbeiträgt. Ein zweiter Engel bringt Lanze und Essigschwamm. Das göttliche Kind umfängt mit beiden Händchen die Hand der Gottesmutter, zugleich löst sich eine Sandale von seinem Fuß. Ein Bild mit tiefer Ausdruckskraft.

Die Erlösung am Kreuz war der Grund für die Menschwerdung Gottes. Das Leben Jesu Christi auf Erden läßt sich deshalb nicht ohne Kreuz denken.

Die Engel bringen schon jetzt die Leidenswerkzeuge. Die Liebe Christi zu uns Menschen ist so groß, daß er freiwillig sein Leben für uns dahingab. Im Garten Getsemani rann sein Blutschweiß zu Boden und er sprach: „Vater, wenn es dein Wille ist, so laß diesen Kelch an mir vorübergehen; doch nicht mein Wille geschehe, sondern der deine!” (Lk 22,42) Die Seele des Herrn erbebt vor dem Leiden, das ihm bevorsteht – schrecklicher ist sein innerer Schmerz, der Schmerz über die Sünden der Menschen, der Schmerz darüber, daß trotz dieses Werkes viele sich nicht bekehren werden. So ist es nicht verwunderlich, daß das göttliche Kind als Ausdruck des Erschauderns einen Schuh verliert und zugleich sich an der Mutter festhält.

Der Blick Mariens richtet sich auf den Betrachter des Bildes; tiefste Vereinigung mit dem das Kreuz erwartenden göttlichen Kind geht einher mit der daraus erwachsenden Bereitschaft, den Menschen Mutter und Helferin zu sein.
Werfen wir uns also auch in ihre Arme. Da sie vom Herrn her Macht besitzt, uns zu helfen, so viel sie will, so wünscht sie gleichsam von uns, daß wir ihr als unsere Mutter vertrauensvoll Gelegenheit geben, ihre Macht auch auszuüben. Ihre Freude besteht darin, aus dem unermeßlichen Schatz der göttlichen Freigebigkeit für uns zu schöpfen. Ja, man kann sagen, sie sehnt sich danach, auf unseren Hilferuf zu antworten; sie würde sich beklagen, wenn wir ihr etwas verschwiegen, ihr ein Leid nicht anvertrauten, einen Fehler, eine Versuchung nicht mit ihr besprächen, einen tiefen Wunsch oder eine Sehnsucht ihr nicht eröffnen würden.

Welch ein Vertrauen dürfen wir deshalb zu unserer Mutter haben! Unser Heiliger Vater, Papst Johannes Paul II schreibt in der Verkündigungsbulle „Incarnationis mysterium” zum Jubiläumsjahr 2000 vom 29. November 1998: „Niemals werden die Völker aufhören, die Mutter des Erbarmens anzurufen, und immer werden sie unter ihrem Schutz Zuflucht finden.”

Maria ist und bleibt die Mutter von der Immerwährenden Hilfe. Wenn wir uns Tag für Tag bemühen und auf sie vertrauen, führt sie uns in die ewige Heimat.

Quelle FSSP

Gebet in schwerer Seelennot

Gute Mutter von der immerwährenden Hilfe, gedenke des großen Leides, das deine Seele durchdrungen, als du unter dem Kreuz deines göttlichen Sohnes standest.
Habe Mitleid mit meiner gequälten Seele. Ich leide sehr, o gute Mutter. Meine Qual ist eine Seelenqual und darum auch so schmerzlich.
O meine geliebte Mutter, erbarme dich meiner. Schau auf meine große Not und erflehe mir den Augenblick der Befreiung.
Einstweilen aber, so bitte ich flehentlich, erlange mir die Gnade, mein Kreuz geduldig, verdienstvoll und mit Ergebung in Gottes heiligen Willen zu tragen. Amen.

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Teil 2 – Teil 6 siehe unten

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