CONSERVARE

… Salz der Erde

Dunkle Tage

Posted by conservare - 13/04/2010

Mein heutiges Highlight, welches die Dunkelheit dieser Tage in mir ein bisschen „erleuchtet“, ist dieser Artikel hier mit Papstsekretär Georg Gänswein.

Der Papst ist für Gänswein „ein exzellenter Lehrer“, der die Gabe des Wortes habe und auch das Schreiben lieb. „Er spricht klar und verständlich. Mit seinen Worten füllt er die Herzen.“ Drei Eigenschaften schätzt der Papstsekretär an Benedikt XVI. besonders: „Unerschütterlichen Glauben, demütige Festigkeit, entwaffnende Milde. Er ist sanft in der Art, aber felsenfest in der Sache.“ Abschließend erzählt Gänswein auch, dass er Benedikt weder als Kardinal noch als Papst je schlecht gelaunt erlebt habe. „Er ist im Umgang mit den Menschen immer zuvorkommend und milde.“, erzählt der Papstsekretär.

Ansonsten hört man wirklich sehr viel Schlechtes aus der Medienwelt und es wundert mich nicht mehr, dass gewisse Leute diese Hetze gegen den Papst und gegen die Kirche zum Anlass nehmen, um das Geburtshaus des Papstes zu beschmieren. Bei uns in der Gegend hat man sogar zwei Flurkapellen beschädigt, und auch wenn viele Personen die Augen davor verschließen: Ja, ich bringe das alles mit der beispiellosen und boshaften Medienkampagne gegen die Kirche in Verbindung, denn ich glaube weder an Zufall, noch daran, dass so viele Menschen plötzlich aus heiterem Himmel auf die Idee kommen, ihrem Kirchenhass auf materieller Ebne freien Lauf zu lassen.

Traurig ist das, was aus Deutschland geworden ist. Aber auch in England brüsten sich manche Bürger mit ihrer absichtlich erworbenen Dummheit. Wie man zum Beispiel an der absurden Idee Richard Dawkins sehen kann, der den Papst bei seinem England-Besuch verhaften lassen möchte. Ist das etwa ein verspäteter Aprilscherz? Ein narzistischer Buchautor will ein Staatsoberhaupt verhaften lassen?

Mein Fehler besteht immer darin, dass ich versuche solche Dinge zu verstehen. In Wirklichkeit kann man diese Ausbrüche gegen die Kirche im Kleinen und im Großen jedoch nicht verstehen, weil man das Böse nicht verstehen kann. Vielleicht versteht man aus eigener Erfahrung, dass Menschen sich zum Schlechten hinreißen lassen. Aber man versteht nicht, warum so viele Menschen gegen den Erlöser ankämpfen, den sie doch so dringend brauchen. Wir alle brauchen den Heiland! Es gibt offenbar eine Art „Schleier des Teufels“, der die Herzen und den Verstand der Menschen so sehr verdunkelt, dass sie ihre Erlösungsbedürftigkeit nicht erkennen oder wahrhaben wollen.

Doch muss man letztendlich nur eines wissen: Dem Herrn erging es nicht anders und sogar noch schlimmer – mit unserem Leiden sicher nicht vergleichbar, aber Er hat all das für uns auf sich genommen und für uns den Tod überwunden und den Teufel besiegt, damit wir ewiges Leben haben und schon in diesem Leben frei werden können. Was fehlt, ist allein unser liebendes und demütiges „Ja“ zur Erlösung und unser „Nein“ zum Teufel und seiner Welt. Denn diese Welt ist vom Bösen so durchzogen, wie ein Stück durchwachsener Speck. Manchmal mag einem die Welt trotz allem wie ein einziger Rosengarten vorkommen und dabei merkt man nicht, dass die Dornen dieser Rosen mit Gift getränkt sind.

Es ist bei all diesen Angriffen gegen die Kirche sehr wichtig, dass wir als Christen und insbesonderes als Katholiken die Ruhe bewahren und nicht selber zur Welt-Waffe greifen. Unsere Waffen sind das Wort Gottes; das heilige Messopfer; die Lehre und die Tradition der Kirche sowie der Kirchenväter und wir bekommen alles, was wir in Liebe aber in Deutlichkeit sagen müssen, von Gott. Was zählt ist Gott und nur Gott, denn der Dreifaltige Gott, lebendig und in seiner Kirche wirkend, ist die Wahrheit und die Wahrheit macht uns frei. Wenn wir frei sind, was hält uns davon ab Zeugnis für Jesus Christus zu geben, mit der Aussicht noch mehr Menschen zu befreien, wenn Gott in uns wirkt?

1. Sonne der Gerechtigkeit,
gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an,
daß die Welt es sehen kann.
Erbarm Dich, Herr!

2. Weck die tote Christenheit
aus dem Schlaf der Sicherheit,
daß sie deine Stimme hört,
sich zu deinem Worte kehrt.
Erbarm Dich, Herr!

3. Schaue die Zertrennung an,
der sonst niemand wehren kann;
sammle großer Menschenhirt,
alles was sich hat verirrt.
Erbarm Dich, Herr!

4. Tu der Völker Türen auf;
deines Himmelreiches Lauf
hemme keine List noch Macht.
Schaffe Licht in dunkler Nacht!
Erbarm Dich, Herr!

5. Gib den Boten Kraft und Mut,
Glauben, Hoffnung, Liebesglut,
und lass reiche Frucht aufgehn,
wo sie unter Tränen sä’n.
Erbarm Dich, Herr!

6. Laß uns deine Herrlichkeit
sehen auch in dieser Zeit
und mit unsrer kleinen Kraft
suchen, was den Frieden schafft.
Erbarm Dich, Herr!

7. Lass uns eins sein, Jesu Christ,
wie du mit dem Vater bist,
in dir bleiben allezeit,
heute wie in Ewigkeit.
Erbarm Dich, Herr!

8. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit
sei dem Höchsten allezeit,
der, wie Er ist drei in ein,
uns in ihm lässt eines sein.
Erbarm Dich, Herr!

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4 Antworten to “Dunkle Tage”

  1. Liebe conservare,
    ich glaube dir und ich empfinde es ebenfalls so. Das Böse gewinnt Überhand, aber es wird niemals siegen, weil das Böse keine Wahrheit ist und kein Glück. Es wird verderben und in Dunkelheit gestürzt. Dafür sollten wir Gott stets danken, denn er hält alles Böse von uns fern.
    Gott sei mir dir
    grüße aus Schweden
    der Fürst

  2. Ich danke Dir herzlich für diesen Eintrag. Momentan ziehen düstere Wolken durch die Reihen der katholischen Blogger und eine gewisse Mutlosigkeit bricht aus.
    Ich verlinke diesen Artikel auf meiner Seite!

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