CONSERVARE

… Salz der Erde

Archive for the ‘Ausdrückliches’ Category

Aus dem religiösen Leben

Tschüß und Hallo

Posted by conservare - 17/07/2010

Conservare verabschiedet sich heute von euch! Also zumindest mein Blog verabschiedet sich.

Unter der Adresse:

http://lumen-cordium.blogspot.com

gelangt ihr auf mein neues Weblog (Lumen Cordium), welches ich hier ja schon vorsichtig angekündigt habe. Nun, es dauerte halt etwas länger 😉 und bis ich mich bei Blogger richtig eingelebt habe, wird es vermutlich noch länger dauern. Aber immerhin: sämtliche Blog-Links konnte ich schon übertragen und es dürfen gerne noch mehr werden.

Hier sind ab heute die Schotten dicht. Es wird nichts Neues hinzukommen – dies ist das letzte Posting auf Conservare. Damit man aber den neuen Blog als meinen erkennen kann, poste ich dort unter dem Namen „Conservare“. Den alten Blog lasse ich offen, da sich im Laufe der Monate doch einige Beiträge ansammelten, die ich ungern löschen möchte. So lange WordPress hier also nicht löscht, könnt ihr auch diesen alten Blog als Archiv verlinkt lassen.

Nun denn, auf ein Neues!

und zwar hier: http://lumen-cordium.blogspot.com

nicht vergessen – hier: http://lumen-cordium.blogspot.com

🙂

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Das Sommerloch

Posted by conservare - 03/07/2010

Das Sommerloch scheint wieder Einzug gehalten zu haben. Auch bei mir tat sich im Internet lange Zeit gar nichts mehr. Zugegeben – ich war weder im Urlaub, noch saß ich im stickigen Büro fest. Ich war die ganze Zeit draußen. Denn meine Arbeit habe ich – besonders in den Sommermonaten – den ganzen Tag draußen zu verrichten. Es gibt daher nur zwei Möglichkeiten – entweder ich vernachlässige die Arbeit oder das Bloggen.

Eine dritte Möglichkeit möchte ich mir jetzt gerne einmal erschließen: das Eine tun und das Andere nicht lassen. Ich hoffe es gelingt mir. Schon lange vor meiner Bekehrung führte ich einen Blog, welchen ich nicht bis über den Sommer hinaus halten konnte. Irgendwann stampfte ich die Seite ein. Dies möchte ich mit meinem jetzigen katholisch geführten Blog nicht tun.

Also dann gehe ich es mal an, aber langsam 🙂 auch wegen der großen Hitze und ein bisschen auch wegen der WM. Immerhin geht es heute um das Viertelfinale und dann auch noch Deutschland gegen Argentinien. Das wird sicherlich aufschlussreich. Hoffe ich zumindest, denn langsam habe ich den Eindruck, dass die Nationalspieler ihre Taktiken so perfektioniert haben, dass darunter die Spannung und die Anzahl der Tore leidet, weil fast kein Tor mehr fällt. Ich finde, dass ein 1:2 einfach stinklangweilig ist und erwarte demgemäß mehr als im Spiel zwischen Deutschland und Ghana. Da wäre ich fast eingeschlafen.

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Das Kreuz mit der Keule

Posted by conservare - 17/06/2010

Und wieder einmal geht es um Bischof Mixa, beziehungsweise geht es nicht allein um Bischof Mixa – es ging nie nur um Mixa, sondern schon immer um die Kirche. Hier ein guter Artikel dazu, den ich mit wenigen Abstrichen empfehlen kann. Leider anonym: Das Schisma im Bistum Augsburg ist schon da.

Das große Einschlagen und das unchristliche Geknüppele geht aber jetzt erst richtig los. Man hält mit der Meinung nicht mehr hinter dem Berg und kämpft nun unverblümt gegen alles an, was auch nur irgendwie konservativ und römisch katholisch anmutet. So tischt uns Pater Gemmingen ein saftiges Interview auf, in dem er einfach einmal salopp aus dem medizinischen Nähkästchen plaudert und Bischof Mixa kurzerhand zum psychisch kranken Plappermaul erklärt. Selbst ist Pater Gemmingen nicht willens zu schweigen, um nicht noch mehr Staub aufzuwirbeln, aber man solle doch bitte das Bistum Augsburg weiterhin vor Mixa in Schutz nehmen, damit man darin in vorgetäuschter Leichenhaus-Ruhe die Rebellion gegen Rom vorantreiben kann.

Tja, die Missbrauchs-Keule hat nicht recht funktioniert. Bischof Mixa scheint ein härterer Brocken zu sein, als Pfarrer Wagner im letzten Jahr. Und was macht man, wenn Plan A nicht aufgeht? Richtig, man setzt die Operation mit Plan B fort – sprich, man packt die Psycho-Keule aus. Einem „Psycho“ glaubt man in Deutschland kein Wort und nach dem medizinischen Urteil von Dr. House Pater Gemmingen lebt Bischof Mixa schon seit Jahren in zwei Welten und dies war auch schon anderen Bischöfen bekannt. So so. Sind das die Gerüchte, die Kardinal Lehmann angeblich gehört haben will? Man weiß es nicht. Lebt ein Katholik nicht tatsächlich in zwei Welten, wenn er in der Welt aber nicht von der Welt ist? Auch hier bleibt Gemmingen im nebulösen Bereich und lässt die Frage offen, was er mit diesen zwei Welten nun gemeint hat. Man darf vermuten, dass es im weltlichen Sinne „meschugge“ bedeuten soll.

Für mich stand hingegen immer fest, dass eher solche Menschen psychisch angeknackst sind, die steif und fest behaupten, dass ein Bischof einen Minderjährigen sexuell gebraucht hat, obwohl dieses vermeintliche Opfer nicht einmal etwas von seiner Opferrolle wusste. Das ist schizophren.

Dieses Vorgehen zeigt mir allerdings, dass die Psycho-Keule bei weitem nicht der letzte Knüppel aus dem Sack war. Jetzt wissen andere Bischöfe und Priester nur zu gut: wehe wenn du dich zu sehr um die kirchliche Lehre bemühst – es gibt auch für dich eine Keule, die deinen Namen trägt.

Es ist wahrlich ein Kreuz mit der Keule.

Aber wehe wenn hier noch einmal jemand in meinem Blog erwähnt, dass es Bischof Mixa recht geschieht, wenn man ihn jetzt wie einen durchgeknallten räudigen Köter durchs Dorf treibt. Ich sage dazu: die Fehler, die gemacht wurden – auch von Mixa – rechtfertigen in keiner Weise so eine hasserfüllte und unchristliche Umgangsweise!

Im Übrigen steht für mich folgendes fest: wenn sich unsere Bischöfe nicht bald mal entsinnen, wem sie die Treue versprochen haben und welches Leben sie dazu führen müssen, stattdessen wie alte Klatschweiber von Talkshow zu Spiegel und zurück tingeln, dann sehe ich schwarz für den deutschen Episkopat und den darunter leidenden Laien, die wie Schafe ohne Hirten umherirren und jedem Irrglauben zum Opfer fallen, den es nur gibt.

Was ist bloß los mit euch? Sind wir als eure Schafe nicht kostbar? Wollt ihr uns den Wölfen ausliefern und dem Menschenfeind überlassen?

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Deutschland pro Papa nicht in Bamberg

Posted by conservare - 16/06/2010

Echt schade. Da ist man mal wieder unverhofft sehr lange nicht im Internet und bekommt gleich wieder so eine ungute Botschaft. Ja, es wäre auch fast zu schön gewesen, wenn es in Bamberg mal wieder so richtig katholisch zugegangen wäre. Hier ist schon lange nicht mehr alles katholisch, wo katholisch draufsteht – meistens sehen die Gebäude nur noch von der Außenarchitektur her „katholisch“ aus. Ich kann mir schon denken, an was oder an wem es letztendlich scheiterte, möchte mich hierzu aber nicht äußern. Vielleicht kann mir Benedetta mal privat und heimlich etwas darüber erzählen. Meine eMail-Adresse steht unter „about“.

Ähm ja, also weiter: für mich ist das tatsächlich eine ungute Botschaft, weil ich echt nicht weiß, ob ich nach München oder Köln kommen kann. Das hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab, die aktuell einfach nicht gegeben sind. Meine Gebete sind dieser Aktion jedenfalls sicher, meine Anwesenheit eben (noch) nicht.

Ich könnte jetzt noch einen Artikel in Roman-Größe schreiben – darüber, wie sehr mich dieser Gschaftlhuber-Katholizismus nervt. Aber ich lasse das. Ich habe ohnehin nicht viel Zeit. Nur einwas möchte ich erwähnen: Bischof Mixa findet so langsam seinen alten katholischen Mut wieder und das finde ich sehr gut. Gebete helfen – wirklich!

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Und falls jemand wissen möchte,

Posted by conservare - 06/06/2010

wo ich die ganze Zeit war – ich war hier drin und hier draußen:

und hatte eine gute Zeit.

Ich bin übrigens nur aus einem Grund heute ins Internet gegangen: mir tun alle Knochen weh. Keine Ahnung wie die Indianer so ein Leben früher ohne größere Schäden an den Sehnen überstanden haben, vielleicht ist es nur eine Sache der Gewohnheit. Ich werde es jedenfalls weiter versuchen, bis ich einen ganzen Sommer lang draußen verbringen kann, ohne über Schmerzen klagen zu müssen. Sieht man mal von ein paar negativen Begleiterscheinungen ab, so ist es recht angenehm, die Zeit fernab der größenwahnsinnigen Welt zu verbringen. Kein Internet, kein Radio, keine Zeitung, kein Fernsehen kein langweiliges Bla, kein unterqualifiziertes Blubb und keine besserwisserische Weltverbesserer. Kurz gesagt – es ist einfach wunderschön! Urlaub ist nichts dagegen, denn manch ein Erdenbewohner bringt es ja mittlerweile sogar fertig, einen gewissen „Urlaubsstress“ zu haben. Meine Güte Leute, wie krank ist das denn?

Nichtsdestotrotz ist es natürlich wichtig, mal wieder einen Blick in die Welt zu werfen. Komischerweise bespringen mich die negativen Schlagzeilen immer zuerst:

  • Ein Bischofsmörder musste mal ganz schnell als geisteskrank entschuldigt werden, obwohl es gar keine näheren Untersuchungen dazu gab.
  • Erzbischof Zollitsch wurde kurzerhand zum Brennholz gemacht, damit ja das Feuer des angeblich so aktuellen Skandals nicht ausgeht. Dabei sind die Fälle verjährt und aus einer Zeit, zu der wohl kaum jemand wusste, wie man mit Pädos umgehen sollte – nicht einmal die ganz ganz klugen Grünen. Nunja, das war ein schlechter Witz, denn die fanden das ja geil.
  • Die Mutter soll bald nicht mehr „Mutter“ sondern „Elter“ heißen.
  • Und Bischof Mixa bekommt nicht einmal eine Feier zu sein 40-Jähriges. Undank ist der Welten Lohn, das war schon immer so und dafür hat Bischof em. Mixa eben einen Schatz im Himmel mehr erhalten. Man müsste ein Dankesschreiben an die Verleumder und Mobber schreiben.

Ansonsten blieb doch alles beim Alten – Benedikt XVI. wird immer noch chronisch missverstanden oder man ignoriert einfach weiterhin die Früchte seines Pontifikats – vor allem bei der Ökumene. WSK und Co. spinnen offenbar genau so sehr wie vorher, keine Zeichen für Erneuerung.

Muss ich jetzt noch länger fernbleiben, damit sich vielleicht mal mehr verändert und alles besser wird? Hehe, verlockend, aber ich denke das ist der falsche Weg. Nein, ich komme wieder, beziehungsweise bin ich schon wieder da ;-).

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nothing more to say

Posted by conservare - 06/06/2010

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Deutschland pro Papa

Posted by conservare - 28/05/2010

Ehe ich DAS noch vergesse – und dass wäre wirklich schlimm – hier ein Aufruf zur Aktion Deutschland pro Papa am 11.Juli 2010 um 12 Uhr!

Diese Aktion wurde von Sabine Beschmann vom Blog impavidi progrediamur ins Leben gerufen und ich staunte nicht schlecht, als ich sah, dass sie auch in Bamberg stattfinden wird. Darüber freue ich mich besonders, weil somit auch das eher kleine und unbekannte Erzbistum eine Chance hat, Solidarität und Treue für den Heiligen Vater auszudrücken.

Ich bin in Bamberg dabei und habe mich natürlich schon angemeldet. Bitte macht mit! Ich hoffe es werden viele Leute am Bamberger Dom erscheinen, denn in letzter Zeit sah es eher so aus, als ob die Leute, die zum Papst stehen, immer weniger werden würden.

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50 Tage nach Ostern

Posted by conservare - 23/05/2010

Meine Lieben,

bald gibt es einen neuen Blog von mir und da mir das gerade viel Arbeit macht, halte ich es kurz:

Ich wünsche meinen Lesern und allen Christen da draußen von Herzen ein schönes und gnadenreiches Pfingstfest und Gottes Segen!

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Veränderung und Neuanfang

Posted by conservare - 21/05/2010

Ich will nicht behaupten, mir sei über Nacht ein anderer Kopf gewachsen. Viel mehr fand in den letzten Tagen ein innerlicher Prozess in mir statt und durch ein paar harte Schicksalsschläge – der letzte war heute – kam es zu folgender Entscheidung: ich will so, wie bisher, nicht mehr weiter bloggen. Natürlich nicht nur was das Bloggen angeht, aber da ich hier blogge, beziehe ich diese Veränderungen eben in erster Linie auf dieses Terrain. In Wirklichkeit betrifft es mein ganzes Leben.

Ihr müsst nur wissen, dass ich mich in Zukunft aus all den Streitereien und dem Kommentieren der aktuellen Skandale heraushalten werde. Ich finde, für mich persönlich ist die Zeit gekommen, das Hauptaugenmerk auf das Allgemeine und das Spezielle in der Katholischen Kirche zu legen. Ein paar mal habe ich dies hier in meinen Artikeln über den Glauben durchscheinen lassen, aber im Nachhinein war es doch nicht so, wie ich es gerne geschrieben hätte.

Jetzt, nachdem die ersten heftigen Angriffe gegen die Kirche abebben und sich bereits schon wieder neue anbahnen, erachte ich es für unnötig, auch noch zum zehnten Mal die gleichen Artikel wie meine Mit-Blogger zu verlinken und mich zum zehnten Mal über die gleichen Leute aufzuregen. Damit ihr es nicht falsch versteht: Ich finde es gut, ich finde eure Arbeit gut und ich bin sehr froh, dass es immer mehr katholische Blogger gibt, die eine aufklärende Stimme gegen den Mainstream in die Welt setzen. Da macht es auch nichts, wenn man das 20 Mal lesen kann. Leute, die die Kirche in der Sprache unserer Zeit verteidigen – super! Keep on burning! Nur für mich persönlich ändert sich das jetzt.

Ich war von Anfang an davon überzeugt, dass jeder Mensch von seinem Platz aus nach seinen Fähigkeiten für die Kirche arbeiten muss. Da, wo Gott uns hingestellt hat, da sollen wir nach seinem Willen wirken und nach den Möglichkeiten ein geordnetes Leben führen. Im Internet hat man jedoch manchmal das Gefühl, man befände sich mit allen Menschen am gleichen Platz – was unmöglich ist.

Meine Fähigkeiten erschöpften sich sinnlos im Lamentieren und Kommentieren, dabei merkte ich letztendlich immer deutlicher, wie ich mich von meinem Platz entfernte. Vor allem merkte ich es dadurch, dass mir einige christliche Charakterzüge vollkommen entglitten. Da bin ich ganz ehrlich. Und wenn man seinen Charakter von den Sünden, die jeder Mensch macht, formen lässt, verschließt man gewisse Andockstellen für das Wort Gottes und PAMM! – bekommt man die volle Breitseite der Konsequenzen seiner eigenen Sünden zu spüren. Denn wenn Gott nicht mehr „andocken“ kann, weil das Sündigen in den Charakter hineingenommen wurde, muss er uns wohl oder übel den Konsequenzen überlassen. Gott hat gar keine andere Wahl, wenn der Mensch nicht hören will. Die Art, wie ich geschrieben habe, führte mich genau da hin und es war zuletzt einfach nur noch schrecklich.

Hört man aber auf Gott, wird man selber wieder Mensch. Deswegen wird das Leid nicht verschwinden – aber das Leid wird anders sein, wenn man auf Gott hört; wenn man seine Gebote befolgt und sich fleißig in den Tugenden übt. Man macht bei solchen Scheidewegen zwar oft den Fehler, dass man die ganzen Veränderungen jetzt sofort herbeiführen will, weil man so schnell wie möglich die süßen Früchte, die ein gottgefälliges Leben bringt, genießen möchte. Aber da fängt man bereits wieder an, Gott an sein eigenes Gutdünken anpassen zu wollen: nein, lieber Gott, ich will jetzt super toll mein Leben ordnen, einen Partner finden und heiraten und dann… ja dann. Genau diesen Fehler möchte ich nicht machen. Es gibt eben keinen Automatismus der Gnade. Weil unser Gott ein lebendiger Gott ist, wird man im Leben nur dann weiterkommen, wenn man nach Gottes Plan zusammen mit Gott lebt. Wer weiß, ob er nicht doch möchte, dass ich einen Partner finde.

Ich hätte das alles kürzer fassen können, aber mir war eben nicht danach. Falls euch das Ganze jetzt zu kryptisch war, bringe ich die vielen Sätze auf einen Punkt:

Sucht zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch dazugegeben (Mt 6,33)

Also dann, auf ein Neues und ich hoffe ihr seid alle weiterhin mit „dabei“, auch wenn meine Beiträge nicht mehr die aktuellen Skandale beinhalten. Auf das aktuelle Geschehen wird schon manchmal etwas Entsprechendes folgen, aber eben anders. Ganz anders.

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Re: Papst und Leier

Posted by conservare - 20/05/2010

Im Thomas sein Abendland habe ich den für mich sehr lustigen Artikel „Papst und Leier“ gelesen, der mich geradewegs an meine eigene Zeit als „Neuheidin“ erinnerte.

Genau zu dieser Art Mensch, die Thomas in seinem Bericht trefflich beschreibt, gehörte ich vor einigen Jahren.

Eine Zeit lang hörte ich Pagan-Metal und verband das mit dem Besuch diverser Mittelaltermärkte, auf denen auch immer häufiger Pagan-Musik a la „Corvus Corax“ oder „Faun“ aufspielte. Aus heutiger Sicht darf ich mich da wirklich wundern, wenn man auf einem deutschen Mittelaltermarkt plötzlich eine Ode an Isis zu hören bekommt; oder eine Band auf der Bühne etwas über grimmige Zwerge ins Mikrofon brüllt.

Ich danke für diese Erkenntnis.

Allerdings muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich nicht lange in der Neuheiden-Mittelalter-Szene war, da ich nach dem anfänglichen Hype bemerkte, dass Neuheidentum und Pagan-Metal nicht gut zum Mittelalter passen. So habe ich mich also damals gegen Mittelalter sowie Pagan-Metal, aber für Neuheidentum und Schamanismus entschieden. Auch nicht gerade besser oder klüger, aber sei es drum. Ich habe mich dennoch für kurze Zeit auf dem Gebiet des Reenactments herumgetrieben und begeisterte mich besonders für den ostfränkischen sowie für den slawischen Bereich (haha ;-)). Aber wie gesagt, meine Vorliebe für das Neuheidentum war dann einfach stärker und den Spagat wollte ich nicht länger ausführen. Ich suchte schließlich nicht nach einem Hobby, sondern nach Spiritualität.

Im Nachhinein bin ich – ohne Dreck auf meine alten Bekannten aus dieser Szene werfen zu wollen – sehr froh, dass mich die Suche nach der Wahrheit von da weg führte und mich letztendlich wirklich weiter gebracht hat. Die persönliche Suche nach Gott endet natürlich auch dann nicht, wenn man in die Katholische Kirche eingetreten ist. Da fängt das Ganze erst richtig an. Plötzlich erkennt man, dass das Christ-Sein Konsequenzen hat und dort macht man sich erst recht auf die Suche danach, Gott zu gefallen.

Was ich schon die ganze Zeit dachte, aber hier nie erwähnte: Thomas erinnert mich auf seinen Bildern sehr an einen Mann aus dem Kreise Köln, der sich ebenfalls mit dem Mittelalter beschäftigte, der aber damals auch ein bisschen heidnisch gefärbt war. Er war handwerklich geschickt; sehr musikbegeistert und sein Name fing übrigens auch mit „Tho“ an. Ob er heute auch noch heidnisch mittelaltermäßig ist, weiß ich nicht, der Kontakt ist abgebrochen. Es war aber ein herzensguter Mensch und seine Frau war mir auch eine gute Freundin. Daher muss ich immer schmunzeln, wenn ich Thomas‘ Bilder sehe. Die beiden sehen sich wirklich ähnlich.

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