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Vitaminbomben für Christen.

Weihe der einzelnen Tage der Woche

Posted by conservare - 03/01/2010

Eine fast in Vergessenheit geratene Tradition ist es, die einzelnen Tage der Woche einer bestimmten Begebenheit oder Person aus der Heilsgeschichte zu weihen. Das der Sonntag der Tag des Herrn ist, wissen wir ja alle. Warum der Freitag für uns als Abstinenz-Tag gilt, ist sicher auch bekannt. Vielleicht wissen wir auch noch, dass der Samstag besonders zur Marienandacht einladen soll. Aber was fängt man mit den restlichen Tagen an?

Hier liste ich im Kurzüberblick die Weihe der einzelnen Tage auf:

Der SONNTAG ist dem Geber und Urquell aller Gnaden, dem Dreieinigen Gott geweiht; er ist der „Tag des Herrn“.

An diesem Tage soll man ruhen – das weiß noch fast jeder. Der erste Tag in der Woche beginnt also mit Ruhe und mit der Anbetung des Herrn. Die ältesten Gebete zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit sind das „Ehre sei dem Vater“ und das „Gloria“. Die Heilige Messe wird am Sonntag von allen gläubigen Katholiken besucht. Sonstige Lieder: „Hier liegt vor Deiner Majestät“, „Wir beten 3 Personen“, „Sei gelobt und hochgepriesen“, „Großer Gott“ und die Lieder zum Gloria.

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Der MONTAG ist der erste Tag der Arbeitswoche, und weil wir alles im Namen Jesus anfangen wollen, weihen wir diesen Tag besonders der Verehrung des heiligsten Namens Jesu.

Zur Verehrung des heiligsten Namen Jesu sind geeignet die „Namen Jesu-Litanei“ und die Lieder „Beim frühen Morgenlicht“, „Gelobt sei Jesus Christus“, „O süßester der Namen all“.

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Der DIENSTAG ist den heiligen Engeln und in erster Linie den heiligen Schutzengeln geweiht.

Bete das Gebetlein „Heiliger Schutzengel mein“ und verschiedene Andachten, etwa die Schutzengel Litanei oder das Gebet Ruhmreicher Hüter meiner Seele.

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Der MITTWOCH soll uns mahnen an die besondere Verehrung des Heiligen Josef, den Gott mit dem heiligen Dienste auf Erden, mit der Sorge für den Heiland und seine heilige Mutter betraut hat. Und wie er Jesus und Maria treu beschützte, so ist er auch der Schutzpatron der heiligen Kirche und der Fürbitter für alle, die ihn vertrauensvoll verehren.

Bete die Litanei zum Heiligen Josef usw.

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Der DONNERSTAG erinnert uns an die Einsetzung des Allerheiligsten Altarsakramentes; daher ist er der besonderen Verehrung des allerheiligsten Altarsakramentes geweiht.

Besuche oft deinen im Tabernakel verborgenen Heiland, verrichte die geistliche Kommunion und die Gebete zum allerheiligsten Sakrament des Altars.

An einem Donnerstag hat der Heiland auch sein bitteres Leiden begonnen und die Todesangst am Ölberg gelitten. Daran erinnert die Glocke am Donnerstag nach dem Abendläuten. Wir beten dazu das Donnerstagsgebet:

Wir danken Dir, göttlicher Heiland, dass Du für unsere Sünden Todesangst gelitten und Blut geschwitzt hast. Wir bitten Dich demütig, verlass uns nicht in der Stunde des Leidens und Sterbens, sondern sende uns Deinen hl. Engel, dass er uns stärke und in Dein himmlisches Reich führe! Amen.

Um eine gute Sterbestunde: Vater unser…. , Gegrüßet seist du Maria…. Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat… , Ehre sei dem Vater usw. Lied: „Am Ölberg in nächtlicher Stille“, „Düster sank der Abend nieder“.

Der erste Donnerstag in einem Monat ist heute der „Priesterdonnerstag“, an dem wir besonders für Berufungen und für Priester beten – zum Beispiel den Lichtreichen Rosenkranz. Auch das passt gut zur alten Bedeutung des Donnerstag, denn die Priester führen ja das Werk der Erlösung auf Erden fort.

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Der FREITAG ist der Tag, an welchem der Heiland für uns am Kreuze gestorben ist. Daher ist dieser Tag dem Gedächtnis des Todes Jesu geweiht. An das Leben und Sterben Jesu am Kreuze erinnert das Freitagläuten.

Wir beten dabei das Freitagsgebet:

Es ist Finsternis entstanden, als sie den Heiland gekreuzigt hatten. Um die neunte Stunde rief der Herr mit lauter Stimme: „Vater, in Deine Hände empfehle ich meinen Geist“. Und mit geneigtem Haupte gab er seinen Geist auf.

Der Kreuzweg:
V. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und benedeien Dich;

A. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.
usw…

Der Schmerzreiche Rosenkranz kann auch gebetet werden. An Freitagen verehrt man außerdem in besonderer Weise das Herz Jesu, welches am Kreuze geöffnet wurde. Jeder erste Freitag im Monat ist der Herz Jesu-Freitag.

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Der SAMSTAG ist der besonderen Verehrung der heiligen Mutter Gottes geweiht; der Heiland hat sie vom Kreuze herab uns allen zur Mutter gegeben. Sie wird mit Recht die Mutter der Gnade und Barmherzigkeit genannt.

Zur Andacht an diesem Tag eignet sich besonders der Freudenreiche Rosenkranz, der traditionell auch an Samstagen (und Montagen) gebetet wird. Die Lauretanische Litanei und viele verschiedene Marienlieder wie „Meerstern ich dich grüße“, „Maria zu lieben“, „O Maria, denk der Stunde“ uvm. Außerdem ist jeder erste Samstag des Monats nach den anerkannten Botschaften von Fatima der Herz-Mariä-Sühnesamstag.

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Quelle: Altes Gebetbuch „Lobt den Herrn“, Auflage 1966 + eigene Ergänzungen aus der bis heute gewachsenen Tradition der Tagesweihen.

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