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… Salz der Erde

Archive for the ‘Kultur des Todes’ Category

Was zu einer Kultur des Todes beiträgt

Können wir das Ruder noch herumreißen?

Posted by conservare - 21/02/2010

Um was geht es in dieser Umfrage?

Die erste Umfrage behandelte die Frage nach dem Bedarf einer allgemeinen Umkehr zur christlichen Kultur. Die nächste Umfrage zum gleichen Thema handelt über die Möglichkeit einer Umkehr und über die Machbarkeit einer großflächigen Evangelisierung, die dann im Idealfall das Ruder noch einmal herumreißen kann, damit wir von einer Kultur des Todes zu einer Kultur des Lebens kommen.

Einige Christen tragen die große Hoffnung in sich, dass man das „christliche Abendland“ noch retten könne, sofern man den eigenen Glauben erneuert, selber umkehrt und zum Bekenner wird. Durch ein rechtschaffenes Leben vor Gott bestünde die Möglichkeit als gutes Beispiel voran zu gehen, um somit wieder eine Gesellschaft nach christlichen Werten aufzubauen. Man müsse sich dann natürlich auch in der Politik einbringen und überall Christus in den Mittelpunkt stellen, sei es in der Schule oder auf der Arbeit. Diese Aussicht käme jener Erweckung gleich, die man nach dem 2. Konzil in Form eines zweiten Pfingsten erwartete und welche alle Christen aufrütteln sollte. „Weg von der Volkskirche, hin zur Bekennerkirche“ hieß es damals noch.

Wieder andere Christen hegen eine ähnliche Hoffnung, sehen aber vor sich einen großen Berg, den es da zu überwinden gilt und dies wäre wohl nicht ohne Vergießen von Märtyrerblut möglich. Jene sehen demgemäß schreckliche Ereignisse vor sich liegen, aber mit Blick auf dem danach erhofften Aufschwung des Christentums, könne man einigermaßen positiv in die Zukunft blicken.

Und so weiter…

Es gibt dazu wirklich die verschiedensten Auffassungen und ich möchte diese nicht mit Worten wie „optimistisch“ oder „pessimistisch“ bewerten, sondern vielmehr wunder ich mich über diese Bandbreite an Aussichten für das christliche Abendland. Es ist ja wirklich alles dabei – vom Wiederaufbau bis hin zum totalen Untergang. Mir geht es hier jetzt auch weniger um gute Hoffnung versus böse Realität, sondern mir geht es um das Gesamtbild. Hoffnung bedeutet nicht nur, dass man die Aussicht darauf hat in diesem Leben noch ein tolles christliches Land zu erleben, sondern Hoffnung kann auch jene auf die Wiederkunft des Herrn sein.

Ich bin wieder einmal sehr auf die Ergebnisse gespannt und bedanke mich schon einmal für eure Teilnahme!

PS: Die erste Umfrage ist immer noch offen.

PPS: Langsam macht mir das Spaß. WordPress hat so ein tolles Umfrage-Tool und man fühlt sich doch richtig „interaktiv“ 😀 außerdem ist es interessant zu wissen, in welche Richtung die Meinungen meiner Leser gehen. Ich werde das auf jeden Fall fortführen.

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Brauchen wir eine christliche Kulturrevolution?

Posted by conservare - 20/02/2010

Um was geht es in dieser Umfrage?

Ich weiß, es ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt während der Fastentage eine Umfrage zu starten. Viele Leute schränken ja gerade jetzt ihre Aktivität im Internet ein. Trotzdem komme ich irgendwie nicht drum herum (auch durch Elsas heutigem Beitrag inspiriert) eine etwas größere Umfrage zu starten. Um die ganze Aktion ein bisschen auszudehnen, eröffne ich demnächst eine neue Unterseite in der obigen Spalte namens: Umfragen. Dort bringe ich dann alle Umfragen unter, die sich im Laufe der Zeit hier ansammeln werden.

Wie es die Überschrift vermuten lässt, geht es mir in meiner ersten Umfrage um die christliche Kulturrevolution. Wer mit diesem Begriff nichts weiter anzufangen weiß, der sei auf die zahlreichen Beiträge auf Gloria.tv und kathtube.com mit Gabriele Kuby, Christa Meves, Weihbischof Laun und Alexandra Maria Linder verwiesen. Besonders bei Christa Meves und Gabriele Kuby finden wir am meisten den Gedanken der christlichen Kulturrevolution investiert. Beide Frauen sind Mütter. Beide veröffentlichen Bücher, Broschüren, Organisationen und Artikel nahezu am laufenden Band und beide sind wissenschaftlich sehr engagiert und – was noch wichtiger ist – informiert. Frau Kuby als Soziologin und Frau Meves als Psychologin. Alexandra Maria Linder dürfte für Viele aus der Pro Life-Bewegung eine bekannte Persönlichkeit sein. Nicht zuletzt durch das Buch „Geschäft Abtreibung“. Den Salzburger Weihbischof Laun kennt wohl auch jeder, der regelmäßig die Nachrichten auf kath.net verfolgt. So viel ich weiß, wurde dieser Begriff auch auf den zahlreichen Treffpunkten von „Kirche in Not“ verbreitet. Wer will, kann sich also im Handumdrehen mit allem, was damit zu tun hat, vertraut machen. Material dazu gibt es im Internet wirklich haufenweise.

Die Probleme unserer Gesellschaft und der aktuell vorherrschenden Kultur, auf die die christliche Kulturrevolution die Antwort sein soll, kennen eigentlich alle Christen. Sofern sie mit offenen Augen durch die Welt gehen. Es sind hauptsächlich – um es kurz anzureißen – die Merkmale einer Kultur des Todes: Frühsexualisierung der Kinder; flächendeckender Einsatz von chemischen und technischen Verhütungsmitteln; die Zerstörung der Ehe und der Familie; die großflächige Sexualisierung der gesamten Gesellschaft und als Konsequenz daraus die Abtreibung sowie aus deren Konsequenz heraus die Euthanasie. In aller Munde ist auch bereits die demographische Krise, die vor den Türen einiger europäischer Länder steht.

Man könnte sagen, dass eine christliche Kulturrevolution die logische Folge sein muss, da all diese Kennzeichen einer Kultur des Todes größtenteils in einer Zeit auftauchten, als die Gesellschaft immer gottloser oder religiös uninteressierter und lauer wurde. Damit sind nicht nur die letzten 40 Jahre gemeint! Wer die Geschichte Deutschlands zurückverfolgt, wird unweigerlich feststellen, dass der massenhafte Abfall vom Glauben schon im 18. Jahrhundert quasi vorprogrammiert war. Menschenfeindliche Ideologien gärten in der gefallenen Menschennatur ja schon immer, auch lange vor dem 18. Jahrhundert. Aber diese Zeit sehe ich gerade im Bezug auf Deutschland und eigentlich auf ganz Europa in der Rolle als „Samenspender“ für die menschenverachtenden Auswüchse in der Moderne und in der Postmoderne. Viele heutige Ideologien finden ihren Nährboden in weit zurückreichende Jahrhunderte, teils auch in der Antike. Aber ich denke wir müssen gar nicht bis zum goldenen Kalb oder bis zur Anbetung des kinderfressenden Molech zurück gehen. Wir wissen ja, wie der Tod in die Welt kam.

Gehen wir jetzt also davon aus, dass die heutige Gottlosigkeit aus einem schleichenden Prozess über die Jahrhunderte verteilt hervorgegangen ist, stellt sich nun die Frage: Wenn diese Entchristlichung schon so lange gedauert hat, lohnt es sich dann überhaupt jetzt erst zu versuchen, das Ruder herumzureißen? Soll man nicht lieber der Geschichte ihren Lauf lassen und warten, bis die Stunde der Christen erneut schlägt? Oder soll man einen mühsamen, langen und ungewissen Weg beschreiten, um eine Gegenkultur – also eine Kultur des Lebens basierend auf dem christlichen Menschenbild – aufzubauen? Ist eine Kulturrevolution möglich, wenn man bei sich selber anfängt und sein Leben betend nach den Geboten Gottes ausrichtet?

Und hier möchte ich eure Meinung wissen. Ich hoffe auf rege Teilnahme.

EDIT:

Weil es beim Wort ‚Kulturrevolution‘ im Zusammenhang mit dem Wort ‚christlich‘ einige Probleme gab, möchte ich den Begriff jetzt erst einmal meiden.

Zwar ist das Wort ‚Revolution‘ sehr herausfordernd und prägnant, aber im oben genannten Zusammenhang bedarf es scheinbar einer größeren Erklärung und ich finde das viel zu kompliziert. Warum also nicht einfach selbsterklärend. Mal sehen.

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Das negative Recht in doppelter Verneinung

Posted by conservare - 15/02/2010

Rein rechtlich gesehen gibt es nicht nur die Religionsfreiheit, sondern man unterscheidet zwischen der positiven und der negativen Religionsfreiheit. Die positive Religionsfreiheit bedeutet zum Beispiel für uns Christen, dass wir ein Recht auf freie Ausübung unserer Religion haben. Die negative Religionsfreiheit bedeutet dahingegen für einen Atheisten, dass er das Recht hat, keine Religion auszuführen. Das heißt, ein Atheist hat das Recht darauf sein Leben möglichst unbehelligt von irgendeiner Religion zu führen. Dass sich diese zwei Punkte in der zwiespältigen Rechtsprechung aneinander reiben und sich einen regelrechten Kampf zwischen den Fronten liefern, ist also nur konsequent und logisch. Zu wessen Gunsten die Religionsfreiheit ausgelegt wird, kommt letztendlich wohl auf den jeweiligen Richter und den Staatsanwalt an. Beispiele kennen wir aus Irland und Italien ja inzwischen genug.

Es gibt aber auch das positive und das negative Recht auf Reproduktion, was ein natürliches Menschenrecht ist. Konkret heißt das, ein Mensch – vorzugsweise weiblichen Geschlechts – hat das Recht auf Nachkommenschaft, aber in umgekehrter Weise hat die Frau auch das negative Recht, die Zeugung eines Kindes zu verweigern. Der Mann natürlich ebenso.
Nun, eigentlich würde doch jeder halbwegs durchschnittlich denkende Mensch davon ausgehen, dass es normal ist, einen Menschen nicht dazu zu zwingen Kinder zu zeugen. Also hat man die Freiheit mit seinem Partner den geschlechtlichen Verkehr zur fruchtbaren Zeit zu vollziehen oder nicht. Der Casus Knacktus ist der, dass weder die EU noch die Minderheit, der wir die Sexualisierung der letzten Jahrzehnte zu verdanken haben, so denkt. Diese denken da schon „weiter“ und verlangen eine Ausweitung dieses negativen Reproduktionsrechtes dahingehend, dass man bereits gezeugtes Leben im Innern des Mutterleibes töten darf, wenn man es nicht austragen möchte. Hier wird also das negative Recht auf Reproduktion doppelt verneint. Man will nicht nur kein Kind zeugen, sondern man will das Kind, welches „aus Versehen“ gezeugt wurde, auch noch mit Berufung auf das negative Recht umbringen lassen. Härtefälle wie Vergewaltigung, Lebensbedrohung der Mutter oder Inzest sind da nicht berücksichtigt, weil diese Gründe als Angabe bei einer Abtreibung statistisch sehr gering sind. In den USA sind es wohl 2%. Das kann doch bitteschön keine Grundlage für ein Recht auf Kindstötung sein!

Darüber sollte man angesichts solcher Nachrichten einmal nachdenken: EU-Parlament fordert ungehinderten Zugang zur Abtreibung

Was man hier vor hat, ist nicht die einfache sozial/finanzielle Gleichstellung von Mann und Frau, etwa im Beruf oder in der Steuerklasse. Nein, es geht tatsächlich darum, Mann und Frau biologisch gleichzustellen. In der Realität sieht das so aus, dass die Frau das gleiche Recht wie der Mann bekommen soll, Sex zu haben ohne dabei schwanger zu werden. Deswegen soll die Abtreibung auch ungehindert zugänglich sein und zum Recht werden. Denn eine promiskuitive Frau ist nach dieser Logik einem promiskuitiven Mann gegenüber klar benachteiligt. Wird sie nämlich trotz Kondom und Pille einmal schwanger – was ja nicht gerade selten vorkommt – hat die Frau die berühmt berüchtigte A-Karte als Alleinerziehende gezogen. Dass man mit solchen Ideen aber die Männer dazu anheizt, noch mehr Frauen zu verheizen und noch mehr Frauen wie einen Gegenstand zu behandeln, scheint den sogenannten Feministinnen nicht zu stören. Ist die Frau erst einmal ihrer Fruchtbarkeit beraubt, ist sie ja auch tagtäglich verfügbar, genau wie in einer homosexuellen Beziehung.

Ich höre schon die alten Männer in der EU schreien: Heureka, endlich steht der absolut verantwortungslosen Promiskuität nichts mehr im Wege!

Falls es jemanden interessiert, Promiskuität kann unter anderem ein psychischer Folgeschaden von sexuellem Missbrauch oder Verwahrlosung in der Kindheit sein und ist somit eine Persönlichkeitsstörung.

Aus den Medien hören wir jedoch, wie gesund es ist, die Triebe auszuleben und wie „gut“ es für die katholischen „Zölibatsgeschädigten“ wäre, wenn sie die Keuschheit und den Zölibat über den Haufen schmeißen. Keuschheit innerhalb der Ehe gibt es ja schon offiziell gar nicht mehr – sie wird seit der unseligen Königsteiner Erklärung nicht einmal mehr von den Ortskirchen verkündigt.

Jetzt wäre die Zeit für die Kirche in Europa, das Ruder herumzureißen! Und wenn Gott keinen Bock mehr auf mit dem Zeitgeist buhlende Geistliche hat, könnte dies sogar die letzte Chance für Deutschland und Europa sein. Im christlichen Sinne, wohlgemerkt. Was aus diesem Kontinent wird, wenn die letzten Christen weg sind, möchte ich mir gar nicht ausmalen.

Jesaja, Kapitel 5

20 Weh denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, / die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, / die das Bittere süß und das Süße bitter machen.

Aber genau deswegen schreibe ich das hier, weil es eben nicht so weit kommen darf! Wir brauchen eine Kultur des Lebens und wenn wir jetzt nicht dafür auf-stehen, wer weiß ob wir dann in naher Zukunft überhaupt noch be-stehen.

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Ja oder nein – die ominöse Meinungsfreiheit

Posted by conservare - 07/11/2009

Es geht um Leben oder Tod…

„Wenn der Wunsch nach einem selbstbestimmten Ende so groß ist, dann dürfen wir zwar nicht Ja zur aktiven Sterbehilfe sagen“, erklärte Margot Käßmann kurz nach ihrer Berufung an die Spitze der Evangelischen Kirche Deutschlands. „Aber das kategorische Nein kann auch nicht die Antwort sein.

Quelle

Na was denn nun, Frau Käßmann? Ja oder nein… 1, 2 oder 3?

Vielleicht doch lieber mal in Deckung bleiben und abwarten, wie das Urteil der politischen Elite demnächst aussehen wird? Dann empfehle ich aber dringend schon mal die Fahne zu bügeln, dann flattert sie in der jeweiligen Windrichtung besser.

Wie sagte Weihbischof Andreas Laun? Unsere Gesellschaft befindet sich im „slippery slope“. Für ein „Wehret den Anfängen“ ist es schon lange zu spät, denn der Abrutsch hat längst begonnen und setzt sich immer weiter fort, hinein in den Abgrund. Man muss sich nur einmal überlegen, dass man vom Teufel besessenen Menschen wie Norbert Hoerster oder Peter Singer die „Meinungsfreiheit“ nicht absprechen möchte. Bitte was? Diese zwei – in meinen Augen besessenen – Menschen propagieren in der Öffentlichkeit die „Meinung“, behinderte Kinder auch noch nach der Geburt zu töten. Sie meinen – genauso wie Dawkins – das Wesentliche am Menschen sind die Gene und man sollte kranke und alte Leute umbringen. Peter Singer tut sich dann auch noch als großer Tierschützer hervor. Ihm ist ein Laubfrosch wichtiger als ein ungeborenes oder ein behindertes Kind. Bitteschön, solche geäußerten und publizierten Ansichten werden heute unter den Schutz der Meinungsfreiheit gestellt, während Menschen strafrechtlich verfolgt werden, weil sie die Zahlen der Holocaust-Opfer leugnen. Würde man in der Äußerung von Peter Singer das Wort „behinderte Kinder“ durch „Juden“ oder „Schwarze“ ersetzen, wäre schon längst der Teufel los. Wobei ich mir da auch nicht ganz sicher bin, denn viele Politiker haben auch keine Probleme  ausländische Antisemiten ohne Vorbehalt anzugrinsen. Es kommt also wahrscheinlich darauf an, wer was sagt und nicht was er sagt. Schöne neue Welt.

Mich beschleicht das ungute Gefühl, dass man nicht nur das Wort „Religionsfreiheit“ falsch verstanden hat, sondern auch das Wort „Meinungsfreiheit“.

Freilich ist es dann sehr einfach für die Giordano Bruno Stiftung den Kölner Kardinal Meisner als „Hassprediger“ zu bezeichnen. Aber mit welchem Recht tun sie das? War es eine freie Meinungsäußerung des Kardinals, die nun seitens der GB-Stiftung mit ihrer Meinungsäußerung beantwortet wird, oder ist das Wort „Hassprediger“ bezeichnend für einen Menschen, den man strafrechtlich verfolgen muss?

Entweder man unterscheidet zwischen Meinungsäußerung und Propaganda bzw. Aufruf zum Mord und zieht letzteres Vergehen vor das Gericht, oder man lässt alle sonstwie gearteten Äußerungen als „Meinungsfreiheit“ gelten.

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Der Friedens-Obama Preis

Posted by conservare - 11/10/2009

Auf einigen Blogs und in erster Linie in den Nachrichten, habe ich von der Nobel-Preisverleihung an Barack Hussein Obama erfahren. Ich denke, ich kann mich der allgemeinen Stimmung der Blogözese anschließen. Ich war auch sehr überrascht, aber andererseits nicht schockiert.

Na mal ehrlich, wer hat sich von dieser Preisverleihung noch etwas Aufrichtiges erwartet – speziell nach Jassir Arafat und Al Gore?

Ich möchte hier keinen detaillierten Beitrag über diese unerfreuliche Verleihung schreiben, dass haben andere Blogger ja schon getan – und zwar sehr gut.

Ich möchte nur die bereits veröffentlichten Zitate von Mutter Teresa noch um ein Zitat aus einer Predigt von Papst Johannes Paul II. am 1. Mai 1987 ergänzen.

Keine Friedensbewegung verdient doch diesen Namen, wenn sie nicht mit gleicher Kraft den Krieg gegen das ungeborene Leben anprangert und dagegen anzugehen versucht. Keine ökologische Bewegung kann ernst genommen werden, wenn sie an der Misshandlung und Vernichtung ungezählter lebensfähiger Kinder im Mutterschoß vorbeisieht.

Und wir werden das wirklich immer wieder bestätigt finden: Die regelrechte Massenabtreibung ist ein Krieg gegen die Menschen, gegen das Leben. Ganz egal, ob die Lobbyisten verblendet sind, sie führen de facto einen Krieg – nicht nur gegen die unschuldigen Ungeborenen, sondern auch gegen alle Frauen, die das Muttersein nicht mehr so erleben können, wie sie sich das ganz sicher im tiefsten Innern wünschen! Jemand, der diese Lobby unterstützt, unterstützt nicht den Frieden, sondern vertuscht hinter Wortkosmetik* den Krieg. Ich persönlich erwarte mir – wie gesagt – nicht viel vom Nobelpreis-Verleih, aber wenn man meint, mittels dieses angesehenen Preises die Wahrheit über Frieden und Menschenrechte umkehren zu wollen, dann müssen wir da schon dagegen stehen!

* dieses Wort fand in der erwähnten Papst-Predigt Verwendung

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Unsre Kinder werden so wie ihr?

Posted by conservare - 05/10/2009

Lebensfeindlicher Schwelbrand in jungen Köpfen.

Gerade eben habe ich in den Online-Medien gestöbert und blieb bei einem Artikel auf Medrum hängen. Es handelt sich darin um ein „Manifest und Kriegserklärung einer Linken“, mit dem sich kritisch auseinandergesetzt wird.

Den kompletten original Artikel dieser erwähnten „Linken“ werde ich hier nicht verlinken, weil mir für so eine Art Trackback-Werbung diese Plattform – ja ehrlich gesagt – zu schade ist. Deswegen kann man sich den kompletten Artikel hier als PDF herunter laden: Rechtsklick – Ziel speichern

Ansonsten möchte ich nun eine Auswahl der Zitate dieser „Linken“ auflisten, die auch teilweise schon bei Medrum aufgelistet wurde.

Mir geht es darum, die ernsthafte Frage in den Raum zu werfen, was einer 22-Jährigen den Antrieb zur Entwicklung derartiger Gedankenbilder gibt.

„Klerikale, Antiliberale, Mysogyne und auch Nazis kümmern sich in der Regel in keiner Weise um das Wohlergehen von real existierenden Kindern. Die katholische Kirche macht sich von je her durch ihren Einfluss auf die durch die Bürde ihrer Armut dem Gottvertrauen Untertänigen eines der größten Verbrechen der Menschheit schuldig: Durch die Verhinderung von Aufklärung, Fortschritt und Gleichberechtigung der Geschlechter, durch allgemeine Sexualfeindlichkeit und die unbedingte Wahrung der ökonomischen Repressionen mit ihrer Almosenpolitik.“

„Einen ‚demographischen Verfall‘ gibt es in Bezug auf unsere Gesellschaft gar nicht wirklich. Es sind Kirchen, Sekten, rechte Organisationen und Parteien, die uns suggerieren, in der ‚westlichen‘ Welt, also auch in Deutschland, mangele es an Nachwuchs.“

„Wer sich schon als kleiner Wurm angewöhnt, die Grenzen anderer nicht respektieren zu müssen, ewig unter der Obhut einer einzigen festen Bezugsperson – der Mutter – und nie gleich unter Gleichen zu sein, oder erst viel zu spät, der wird das erlernte Sich-Verwöhnen- und-Beschützen-lassen als Erwachsener zwingend auf andere projizieren: Auf staatliche Institutionen, auf Gott, auf eine Partei, auf wirtschaftliche Autoritäten.“

Ein Embryo/Fötus befindet sich in einem Zustand der Dämmerung, etwa vergleichbar mit dem unbewussten Gefühlsleben einer Pflanze. Er verfügt also weder über einen Charakter, über nichts, was man mit nachhaltiger Emotion oder gar Intelligenz auch nur entfernt vergleichen könnte, über keine wie auch immer geartete Persönlichkeitsstruktur oder irgend eine andere spezifische Disposition, die ihn einmalig machen würde. Er ist kein Individuum und befindet sich im besten Falle auf der evolutionären Stufe mit einer Kaulquappe. Ein Schwangerschaftsabbruch kann demnach niemals als „Mord“ bezeichnet werden, da schlicht niemand ermordet wird. Punkt.

Ich denke jeder kann sich selbst ein Bild davon machen, wie es in Deutschland möglich ist, einen regelrecht lebensfeindlich anmutenden Schwelbrand in den Köpfen der Jugend anzufachen.

Allen, die dachten „die Probleme mit den Alt-68er“ fänden ihre biologische Lösung (was ich auch dachte), muss man einfach entgegenhalten, dass sie in diesem Hinblick so einiges verschlafen haben. Schon lange ist dieses Gedankengut, befruchtet vom damaligen Kommunismus, in nachfolgenden Generationen etabliert worden. Sei es durch Indoktrination oder einfache Verblendung mittels Ausnutzung der Unwissenheit, der Perspektivlosigkeit und dem Hang zum Extremen – was man gerade bei den Jugendlichen vorfindet.

Meiner Meinung nach gibt es kein „wehret den Anfängen“ mehr. Wir können in dieser „slippery slope-Gesellschaft“ eigentlich nur noch das retten, was noch zu retten ist und das aufbauen, was noch Grundsteine besitzt. Fürs Erste.

Ideale für die Jugend, wie sie Gabriele Kuby verfolgt, sind schön, gut und richtig. Aber diese fruchten vornehmlich bei Jugendlichen, die noch einigermaßen christlich aufgewachsen sind. Von der eigentlichen Zielgruppe im sozialen Brennpunkt und im atheistischen Umfeld sind diese Ideale so weit entfernt, wie die Erde vom Mond. Diese Jugendlichen brauchen etwas Reelles. Sie brauchen Bildung – ich würde sagen, eine emotionale Grundbildung. Sie brauchen Fakten und Aufklärung. Aber vor allem brauchen sie auch eine starke Familie oder zumindest starke Bezugspersonen, wenn die jeweilige Familie nicht mehr zu retten ist. Sie brauchen nicht nur Theorie und auch nicht nur Theologie, sondern wirklich das gelebte Beispiel von Nächstenliebe und das Geliebtwerden.

Meiner Meinung nach sind bei uns in Deutschland besonders die Jugendlichen gegenüber faschistischen Entwürfen anfällig, weil sie sich nicht geliebt fühlen und ihre Stärken nicht gefördert und ihre Schwächen nicht verarztet werden. Weil man ihr Elternhaus von außen und innen geschwächt hat. Kurz, weil man das Immunsystem, resultierend aus der familiären Erziehung, geschwächt oder gar zerstört hat und dies weiterhin tut.

Wer sonst soll hier um Hilfe gefragt sein, als wir Christen und alle Menschen guten Willens und guter Moral??

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Gedanken über die Kultur des Todes

Posted by conservare - 19/09/2009

Viele Schwestern und Brüder im Glauben werden mir bestätigen, dass es nur eine Person gibt, die Mörder von Anbeginn ist und nichts lieber erreichen möchte, als alle Seelen mit sich in den Abgrund zu reißen. Es ist die Person des Bösen, Satan.

Immer mehr Menschen – ja nicht selten sogar Christen – glauben nicht mehr das „der Böse“ existiert. Man ist dazu übergangen, ihn nur noch „das Böse“ zu nennen. Wenn das Böse überhaupt noch Erwähnung findet.

Und wieder andere Menschen gehen mit dem Glauben an das Böse so weit, dass sie versuchen, stets den Teufel dafür verantwortlich zu machen, wenn sie gesündigt haben.

Dabei ist es wichtig zu erkennen, dass wir Menschen einen freien Willen haben. Uns zwingt niemand Böses zu tun. Wir sind aber verschiedenen Versuchungen ausgesetzt, weshalb wir im Vater Unser zu Gott flehen, dass der Teufel uns nicht versuchen soll. Wir sind diesen Versuchungen ausgesetzt, aber nicht hilflos.

Wie weit jene Menschen in diese Versuchungen geraten sind, sehen wir an den aktuellen Zeichen der Zeit und auch in der Vergangenheit. Wie können sich Menschen dazu bringen lassen, andere zu töten, ihnen das Lebensrecht abzusprechen – ja gar ihr Menschsein zu leugnen?

Dazu sind mir ein paar spontane Gedanken gekommen, die vielleicht noch einer Überarbeitung bedürfen, aber so erst einmal stehen bleiben.
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Einige moderne und aufgeklärte Menschen hatten ein Problem mit einem Gott, der das Leid auf Erden zulässt. Daraufhin haben sie sich von Gott entfernt. Doch was ist passiert? Das Leid ist geblieben, aber für Gott wurden sie blind und taub. Nun haben sie das Leid, aber keinen Gott um es zu mildern – zumindest glaubten sie, dass man Gott einfach abschalten kann. Die Folge daraus könnte sein, dass sich diese Menschen allein gelassen fühlten, obwohl sie es waren, die sich vom Schöpfer entfernten.

Angesichts des leidvollen Lebens brauchten sie Lösungen ohne Gott und somit auch ohne göttliches Gesetz. Das viele Geld, welches gehortet wurde und mit dem man Gesundheit erkaufen konnte, war nur ein Aspekt, um das Leid zu bezwingen. Sie wollten das Leid auf eigener Faust vernichten und vernichteten das Kreuz. (Jesus aber sagte: „Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“.)
Sie wollten alles human gestalten und sind doch immer mehr inhuman geworden. Sie sahen das Leben zwangsläufig getrennt von einer gewollten und geordneten Schöpfung Gottes und verloren so die Verbindung zum göttlichen Verständnis und den Gaben des Heiligen Geistes. Vielleicht wollten sie auch stets das Gute, aber ohne diese Beziehung zwischen Geschöpf und Schöpfer gelang ihnen das nicht.

Das Resultat sehen wir heute und sehen es aus der Vergangenheit heraus leuchten – denn so etwas passiert nicht nur einmal im Erdzeitalter und auch nicht nur einmal in einer Epoche, sondern ständig und ineinandergreifend. Das Resultat sehen wir heute also aus verschiedenen Richtungen und Zeiten kommen. Das Resultat ist die „Kultur des Todes“. Papst Johannes Paul II. prägte diesen Begriff.

Diese Kultur des Todes steht der Kultur des Lebens gegenüber und ist in ihrem Wesen gottlos, mit allen sich daraus ergebenden Folgen, die nur zum Tod hinführen können. Die Todeskultur tritt überall und zu jeder Zeit in unserem Weltgeschehen auf. Sie ist – wie gesagt – nicht an einer bestimmten Epoche gebunden, bedient sich aber sehr wohl der jeweils zeitgemäßen Mittel. Das alte Römische Reich brachte, zu seinem Ende hin neigend als grausige Spaßgesellschaft, eine fürchterliche Kultur des Todes hervor. Auch in der jüngeren Geschichte sehen wir diese Kultur als Schlusslicht einer Zivilisation aufleuchten, bevor sie endgültig untergeht.

Mit welchem Gesicht zeigt sich nun unsere aktuelle Kultur des Todes? Ich mache es kurz und nenne die wichtigsten Schlagwörter: Abtreibung, Eugenik und Euthanasie. Wer meint die letzten Scheußlichkeiten kämen aus der NS-Zeit und fänden heute keine Verwendung mehr, den muss ich ent-täuschen. Dazu muss man nur einmal an die Debatte um die sogenannte „aktive Sterbehilfe“ und der „Embryonen verbrauchenden Forschung“ denken. Bei letzterem werden u.a. zum Zweck der künstlichen Befruchtung die genetisch besten Embryonen selektiert, die anderen wirft man einfach weg. Und erst in diesem Jahr fand man eine Methode, um rechtzeitig Trisomie 21 bei den Ungeborenen zu diagnostizieren und um sie dann mittels „medizinische Indikation“ abtreiben zu können.

Aber um auf das Leid zurück zu kommen – wie geht nun der postmoderne und aufgeklärte Mensch in seiner trostlosen Welt ohne Gott mit dem Leid um? Eben gerade so, wie es uns die Kultur des Todes anbietet: Indem er im Tod die Lösung sieht. Der Mensch kann die Welt nicht vom Leid befreien, schon gar nicht ohne Gott. Also befreit er sich vom Leidenden und von dem, der Leid in das eigene Leben bringt. Der Mensch befreit sich vom leidenden Menschen, vom todkranken Menschen und von Behinderten. Der Mensch befreit sich von der leidbringenden Leibesfrucht, die bedingt durch das soziale und moralische Gefälle dieser Kultur, für viele Mütter und Väter tatsächlich eine Bedrohung darstellen kann.

Wie bitter aber ist diese Lebensfeindlichkeit, wie lieblos und zwanghaft.

Wollte der „neue Mensch“ nicht frei sein? In Wirklichkeit wird kein Mensch auf dieser Erde dadurch freier, indem er sich von den Leidenden befreit. Im Gegenteil, er wird sich mit der Zeit nur noch mehr eingeengt vorfinden. Denn wer sich von anderen Menschen befreit, fühlt sich irgendwann von sich selber bedroht und möchte sich davon befreien.

Es ist ein Fass ohne Boden.
Das Öffnen der Büchse der Pandora.
Das Rufen der Geister, die man nicht mehr los wird.

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