CONSERVARE

… Salz der Erde

Archive for the ‘save our souls’ Category

Lasse sich retten wer kann

Religionsunterricht – das unterschätzte Sorgenkind

Posted by conservare - 13/07/2010

Gerade eben las ich diesen Brief von einem 15-jährigen Mädchen, welches sich mehr als besorgt über den Religionsunterricht äußert.

Manche Leute äußerten hingegen etliche Bedenken, ob dieser Brief nun authentisch oder das Mädchen fiktiv ist und der Brief nur als das Sprachrohr unzufriedener Erwachsener dient. Nun, man kann gerne weiter das nette Spielchen „Kopf in den Sand stecken“ spielen, aber wie wäre es mit einer Abwechslung? Ich mein, mir ist es einerlei, ob sich jemand hinter dem Pseudonym einer 15-Jährigen Luft machen wollte, oder ob hier tatsächlich eine 15-Jährige am Werke war. Fakt ist doch einfach mal, dass die Vorkommnisse, die im Brief geschildert wurden, nicht aus der Luft gegriffen sind. Schon lange höre ich Kinder und Eltern über das Sorgenkind „Religionsunterricht“ reden. Manch eine resolute Mutter beschwert sich direkt, manch andere schweigen. Aus Angst? Aus Gleichgültigkeit? Ich weiß es nicht. Für mich steht nur fest, dass wir in diversen Konzepten des Religionsunterrichtes regelrechte Glaubenszerstörer an der Backe haben und die müssten wir dringend loswerden.

Die Bildung im Glauben, insbesonderes bei den Getauften, ist heute wichtiger denn je! Doch immer mehr hört man von katholischen Religionslehrern, die selber nicht an das glauben, was sie lehren müssten und deswegen auch einen Bogen darum machen oder einfach einen Schmarrn erzählen. Längst sind nicht alle Lehrer hier einzustufen, aber man vernimmt eine ungute Entwicklung. Das ist eine bittere Not, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen darf!

Umso mehr muss man auf jene Religionslehrer staunend und dankbar blicken, die gegen den Strom schwimmen und den Kindern das beibringen, was sie über ihren eigenen Glauben wissen sollten. Ich kenne zwei solcher Lehrer aus dem Internet und kann nur sagen: Hut ab, macht bitte weiter so!

Dennoch, der Religionsunterricht und die Ausbildung könnte reformiert werden. Man könnte dieses Fach auch abschaffen und eine Alternative aufbauen. Wie wäre es etwa mit einer Art „Sonntagsschule“ in der Pfarrei? In Amerika scheint das auch heute noch zu fruchten, warum nicht auch hier, wo wir sowieso schon amerikanische Verhältnisse haben, wenn wir von der vielfältigen Bevölkerung sprechen? Von schlechter Katechese geht immerhin eine Gefahr für das Seelenheil aus, also muss gehandelt werden.

Die Frage ist nur: warum unternehmen gerade jene Leute, die etwas ändern könnten, fast gar nichts? Und allgemeiner gefragt – ist es noch sinnvoll, in einem Staat wie Deutschland oder Österreich auf breiter Ebne für einen guten Religionsunterricht zu kämpfen, oder ist hier der Zug lange schon Richtung Diaspora abgefahren? Man muss bedenken, dass sich die Bevölkerung und der allgemeine Konsens dieser Bevölkerung in den letzten 50 Jahren rasant geändert hat und dass die Argumente mancher Gegner schon jetzt lauten: wenn es immer weniger Christen gibt, dann brauchen wir auch keine Rücksicht auf deren Bedürfnisse im Schulunterricht zu nehmen.

Tja, quo vadis?

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Die Zeit des Missionierens ist vorbei

Posted by conservare - 10/07/2010

Das behauptet zumindest die deutsche Partei „Die Linke“ und sicher weiß man dabei auch, dass man mit dieser Aussage nur mehr bei einer Minderheit auf Unverständnis stößt.

Die Linke spricht sich aktuell immer noch gegen den Gottesbezug im Grundgesetz aus, aber das ist ja nichts Neues. Neu ist es auch nicht, dass man in Deutschland für linken Faschismus blind geworden ist, während einem bei den rechten Faschos alle Mittel der sozialen Ausgrenzung lieb sind. Das nur am Rande. Wirklich betroffen machte mich einfach der Satz: „die Zeit des Missionierens ist vorbei“. Was genau könnte damit gemeint sein? Die Zeit, in der das Missionieren noch nötig war, ist vorbei? Sicher nicht. Dieser Satz hat eher einen unterdrückerischen und hämischen Anklang. Hier wird Religionsfreiheit gefördert, indem man christliche Religionsfreiheit für andere Religionen opfert. Es sollte doch mittlerweile jedem klar geworden sein, dass Christen nun mal zur Mission angehalten sind und das Missionieren wirklich ein elementarer Bestandteil unseres Glaubens ist. Wieso sollen wir diesen Bestandteil nicht gerade jetzt etwas mehr in unser Leben einbeziehen? Weil „Die Linke“ das nicht will? Ich bin ja sonst nicht so intolerant, aber um es kurz und schmerzlos zu machen: das ist mir sowas von egal :-).

Missionieren? Jetzt erst recht!

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Aktion Ninive

Posted by conservare - 20/05/2010

Und nach dem ÖKT und all den Skandalen?Wirklich? Hm naja

Nicht bei uns!

Mit dem Abschluss des Priesterjahres beginnt in der Nacht vom 10. auf den 11. Juni 2010 die Aktion Ninive von Kirche in Not , mit ganz viel .

Ich bin, so gut es geht, dabei

Du auch?

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Schott statt Schrott

Posted by conservare - 23/04/2010

Jeden Morgen mal wieder eine leicht dümmliche Papst-Karikatur in der Zeitung…

Nur noch Schrott in den Medien…

es wird Zeit, sich auf das Katholische zu konzentrieren.

Auch im Kleinformat erhältlich:

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Dunkle Tage

Posted by conservare - 13/04/2010

Mein heutiges Highlight, welches die Dunkelheit dieser Tage in mir ein bisschen „erleuchtet“, ist dieser Artikel hier mit Papstsekretär Georg Gänswein.

Der Papst ist für Gänswein „ein exzellenter Lehrer“, der die Gabe des Wortes habe und auch das Schreiben lieb. „Er spricht klar und verständlich. Mit seinen Worten füllt er die Herzen.“ Drei Eigenschaften schätzt der Papstsekretär an Benedikt XVI. besonders: „Unerschütterlichen Glauben, demütige Festigkeit, entwaffnende Milde. Er ist sanft in der Art, aber felsenfest in der Sache.“ Abschließend erzählt Gänswein auch, dass er Benedikt weder als Kardinal noch als Papst je schlecht gelaunt erlebt habe. „Er ist im Umgang mit den Menschen immer zuvorkommend und milde.“, erzählt der Papstsekretär.

Ansonsten hört man wirklich sehr viel Schlechtes aus der Medienwelt und es wundert mich nicht mehr, dass gewisse Leute diese Hetze gegen den Papst und gegen die Kirche zum Anlass nehmen, um das Geburtshaus des Papstes zu beschmieren. Bei uns in der Gegend hat man sogar zwei Flurkapellen beschädigt, und auch wenn viele Personen die Augen davor verschließen: Ja, ich bringe das alles mit der beispiellosen und boshaften Medienkampagne gegen die Kirche in Verbindung, denn ich glaube weder an Zufall, noch daran, dass so viele Menschen plötzlich aus heiterem Himmel auf die Idee kommen, ihrem Kirchenhass auf materieller Ebne freien Lauf zu lassen.

Traurig ist das, was aus Deutschland geworden ist. Aber auch in England brüsten sich manche Bürger mit ihrer absichtlich erworbenen Dummheit. Wie man zum Beispiel an der absurden Idee Richard Dawkins sehen kann, der den Papst bei seinem England-Besuch verhaften lassen möchte. Ist das etwa ein verspäteter Aprilscherz? Ein narzistischer Buchautor will ein Staatsoberhaupt verhaften lassen?

Mein Fehler besteht immer darin, dass ich versuche solche Dinge zu verstehen. In Wirklichkeit kann man diese Ausbrüche gegen die Kirche im Kleinen und im Großen jedoch nicht verstehen, weil man das Böse nicht verstehen kann. Vielleicht versteht man aus eigener Erfahrung, dass Menschen sich zum Schlechten hinreißen lassen. Aber man versteht nicht, warum so viele Menschen gegen den Erlöser ankämpfen, den sie doch so dringend brauchen. Wir alle brauchen den Heiland! Es gibt offenbar eine Art „Schleier des Teufels“, der die Herzen und den Verstand der Menschen so sehr verdunkelt, dass sie ihre Erlösungsbedürftigkeit nicht erkennen oder wahrhaben wollen.

Doch muss man letztendlich nur eines wissen: Dem Herrn erging es nicht anders und sogar noch schlimmer – mit unserem Leiden sicher nicht vergleichbar, aber Er hat all das für uns auf sich genommen und für uns den Tod überwunden und den Teufel besiegt, damit wir ewiges Leben haben und schon in diesem Leben frei werden können. Was fehlt, ist allein unser liebendes und demütiges „Ja“ zur Erlösung und unser „Nein“ zum Teufel und seiner Welt. Denn diese Welt ist vom Bösen so durchzogen, wie ein Stück durchwachsener Speck. Manchmal mag einem die Welt trotz allem wie ein einziger Rosengarten vorkommen und dabei merkt man nicht, dass die Dornen dieser Rosen mit Gift getränkt sind.

Es ist bei all diesen Angriffen gegen die Kirche sehr wichtig, dass wir als Christen und insbesonderes als Katholiken die Ruhe bewahren und nicht selber zur Welt-Waffe greifen. Unsere Waffen sind das Wort Gottes; das heilige Messopfer; die Lehre und die Tradition der Kirche sowie der Kirchenväter und wir bekommen alles, was wir in Liebe aber in Deutlichkeit sagen müssen, von Gott. Was zählt ist Gott und nur Gott, denn der Dreifaltige Gott, lebendig und in seiner Kirche wirkend, ist die Wahrheit und die Wahrheit macht uns frei. Wenn wir frei sind, was hält uns davon ab Zeugnis für Jesus Christus zu geben, mit der Aussicht noch mehr Menschen zu befreien, wenn Gott in uns wirkt?

1. Sonne der Gerechtigkeit,
gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an,
daß die Welt es sehen kann.
Erbarm Dich, Herr!

2. Weck die tote Christenheit
aus dem Schlaf der Sicherheit,
daß sie deine Stimme hört,
sich zu deinem Worte kehrt.
Erbarm Dich, Herr!

3. Schaue die Zertrennung an,
der sonst niemand wehren kann;
sammle großer Menschenhirt,
alles was sich hat verirrt.
Erbarm Dich, Herr!

4. Tu der Völker Türen auf;
deines Himmelreiches Lauf
hemme keine List noch Macht.
Schaffe Licht in dunkler Nacht!
Erbarm Dich, Herr!

5. Gib den Boten Kraft und Mut,
Glauben, Hoffnung, Liebesglut,
und lass reiche Frucht aufgehn,
wo sie unter Tränen sä’n.
Erbarm Dich, Herr!

6. Laß uns deine Herrlichkeit
sehen auch in dieser Zeit
und mit unsrer kleinen Kraft
suchen, was den Frieden schafft.
Erbarm Dich, Herr!

7. Lass uns eins sein, Jesu Christ,
wie du mit dem Vater bist,
in dir bleiben allezeit,
heute wie in Ewigkeit.
Erbarm Dich, Herr!

8. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit
sei dem Höchsten allezeit,
der, wie Er ist drei in ein,
uns in ihm lässt eines sein.
Erbarm Dich, Herr!

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Bedenke Mensch, dass du Staub bist

Posted by conservare - 16/02/2010

Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst (Genesis 3,19)

Kehrt um und glaubt an das Evangelium! (Markus 1,15)

Und daher kommt unser Brauch des Aschenkreuzes:

Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.“
Jon 3,6

Ich richtete mein Gesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn mit Gebet und Flehen, bei Fasten in Sack und Asche, zu bitten.“
Dan 9,3

Morgen ist es also wieder so weit – Aschermittwoch – Beginn der Fastenzeit.
Irgendwie freue ich mich darauf. Ich weiß nicht warum, aber die vorösterliche Fastenzeit, die mit dem Austeilen des Aschenkreuzes eingeläutet wird, ist mir lieber als die adventliche Fastenzeit. Endlich kann man mal wieder mit einem objektiv guten Grund kollektiv Buße tun und am Reinigungsprozess der eigenen Person und der Kirche mitwirken. Ist das nicht wunderbar? Und dann noch die Kreuzweg-Andachten; die Kreuzweg-Prozessionen; die Fastenpredigten; die Exerzitien… das sind sehr nützliche und besinnliche Hilfsmittel in diesen kargen 40 Tagen der Stille, der Buße, des Opfers und der Umkehr.

Was macht man sonst noch in diesen Tagen? Viel beten; in der Bibel lesen; Buß-Psalmen beten; sämtlichen Konsum reduzieren; viel spenden; Palmzweige sammeln (jetzt noch nicht ;-)); schweigen; gute geistliche Lektüre lesen oder auch die „Lectio Divina“ üben… ach es gibt beinahe so viel zu tun, dass es eigentlich keine karge, sondern eine reiche Fastenzeit ist. Wie soll man da zur Ruhe kommen? Vielleicht ist es ganz sinnvoll, sich nur begrenzt diverse Aktionen vorzunehmen. Wir Menschen sind doch immer ganz gut darin, durch übermäßiges Tun uns selbst zu übertünchen. Ehe man sich dann versieht, sitzt man zur Osternacht mit dem gleichen Ego in der Kirche, wie vor der Fastenzeit. Dabei sollen wir doch mit Christus leiden, sterben und an Ostern auferstehen. So wie letztes Jahr will ich nicht mehr „enden“ und deswegen möchte ich mir in jeder Fasten-Woche mindestens 2 Tage der absoluten Spärlichkeit und Ruhe einrichten, um auf Gottes Stimme zu „hören“. Denn wie oft kommt es vor, dass ich Ihn mit einem Redeschwall niederbügel, bis ich Ihm gegenüber ganz taub und blind bin. In der Stille lernt man das Hören und den Gehorsam. Im Lärm und im Trubel wird man taub und stumpfsinnig. Dieser Lärm, den man meistens ja selbst um sich herum zu verantworten hat, macht mich nicht zuletzt auch taub gegenüber meiner Mitmenschen. Also heißt es für mich dieses Jahr: In der Ruhe liegt die Kraft um gegen das schnatterhafte Ego bestehen zu können.

___________________

Siehe, o guter und lieber Jesus, vor deinem Angesicht werfe ich mich
auf die Knie nieder und bitte dich, aus tiefer Seele flehend: Präge
meinem Herzen ein den lebendigen Geist des Glaubens, der Hoffnung
und der Liebe, eine wahre Reue über meine Sünden und den festen
Willen, mich zu bessern. Mit innigem Mitleid und tiefem Schmerze
schaue ich auf deine fünf Wunden und erwäge dabei, was der Prophet
David von dir, o guter Jesus, geweissagt hat: Sie haben meine Hände
und meine Füße durchbohrt; sie haben alle meine Gebeine gezählt.

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Sich selbst geben ist besser als nur geben

Posted by conservare - 14/02/2010

Evangelium nach Lukas 6,17.20-26.
Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon
Er richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes.
Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen.
Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.
Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten.
Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen.
Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.

Es fällt uns Menschen häufig schwer, gerade für dieses heutige Evangelium eine Entsprechung zu finden, um die Botschaft auf unser Leben übertragbar zu machen. Es scheint zu wenige Vorbilder in der wahren Armut zu geben, als dass wir nahe genug an dieses Thema heran kommen könnten, um unser Leben danach aus zu richten. Diese Seligpreisungen kommen uns so welt- und menschenfremd vor, dass man bereits vollkommen sein müsste, um nach dieser Liste selig werden zu können. Unser Denken sieht doch häufig so aus: „Erst einmal muss ich dies und jenes schaffen und dann, ja dann kann ich mich daran machen, selig zu werden nach den Vorgaben des Evangeliums“. Und das ist falsch. Wenn ich nicht mit dem anfange, was mir gerade nahegelegt wurde, werde ich auch nicht da anfangen, wo ich es für sinnvoll halte.

In Wirklichkeit ist es also – wie so oft – ganz anders. Und gerade dieses Evangelium ist für uns so nah wie es nur möglich ist, denn wir finden in diesen Seligpreisungen das Wesenhafte unseres Herrn Jesus Christus – und zwar ganz konkret. Sicher, Gott ist in der ganzen Heiligen Schrift erfahrbar, aber ganz besonders nachahmbar ist der Weg zu Gott durch die Seligpreisungen. Sie sind nicht nur Verheißungen für unsere Glückseligkeit, sondern sie beschreiben und sie sind das Leben Jesu Christi auf Erden. Wir haben also gerade in diesem Evangelium das am besten nachvollziehbare Vorbild – unseren Herrn selbst. Denn wer auf dieser Welt war seiner Bestimmung nach ärmer, als ER? Er hatte kein Kissen, worauf er sein Haupt betten konnte. Er verzichtete auf Ehre, die ihm doch mehr als allen anderen Wesen dieser Erde gebührt hätte. Er wusch seinen Jüngern die Füße; machte sich selbst zum Diener und war seinem Vater in allen Dingen gehorsam. Er behielt nichts für sich, was er als Sohn Gottes dem Fleische nach wusste. Ja, er verzichtete sogar, um unser Heil zu erwirken, auf sein Leben und gab es Gott unter Qualen und Leiden für uns als reines und vollkommenes Opfer dar.

Ist das nicht die eigentliche Armut? Ich denke schon und es ist ebenso die gleiche Art von Armut, die Mutter Teresa meinte, als sie sagte: „Sich selbst geben ist besser als nur geben“.

Wir aber sind oft versucht, im wahrsten Sinne des Wortes aus der Not eine Tugend zu machen. Notleidende, die nicht einmal mehr wissen, was sie am nächsten Tag essen sollen, weil sie schon gestern nichts mehr zum Beißen hatten, werden mit Verweis auf das heutige Evangelium nicht selten romantisch oder leider auch hämisch verklärt. Doch ein materielles Notleiden ist noch lange nicht jene Armut, welche Christus für unsere Glückseligkeit als nötig erachtet. Die Armut ist wesentlich von der geistigen Armut her bestimmt. Bin ich nämlich nicht vorwiegend daran interessiert, vor den Menschen etwas zu gelten und gebe ich mein Geld den Notleidenden ohne peinlich darauf zu achten, wie viel ich gebe, so werde ich auf jeder Ebene „arm“, weil ich flüssig und durchlässig geworden bin. Durchlässig für das Wirken Gottes. So ist es die Armut, die uns für die Gnadengeschenke Gottes frei und empfänglich macht, und darum geht es doch, oder? Arm sind wir nämlich erst dann, wenn wir uns nicht an das festkrallen, was wir haben. Sei es ein Gegenstand, ein guter Ruf, Ehre, Wohlstand, ein Mensch, eine Emotion, ein Tier oder eine Situation.

Not leiden wir auf einer Weise zwar alle, weil wir nach Christus hungern, diese Not ist aber unabhängig vom materiellen und ideellen Wohlstand betrachtet, eine geistige Liebesnot. Also eine gute und wichtige Not. Dieses Hungern und Dürsten nach Gott schlägt sich gleichsam auf unser Wesen nieder.

Wenn wir jedoch nicht bereit sind ALLES, was wir haben und was wir sind, stehen und liegen zu lassen, sind wir wie ein Reicher, selbst wenn wir nichts zum Essen oder zum Lachen hätten. Paradox, nicht wahr? Hier sieht man aber sehr gut, warum Not nicht mit Armut gleichgesetzt werden kann. Denn selbst notleidende Menschen können Güter besitzen, die sie nicht einmal um Gottes und ihres Heiles Willen loslassen würden und sei es nur der eigene Hochmut. Aber genau das ist es, was die Nachfolge Christi von uns verlangt: Alles stehen und liegen zu lassen, so dass die Toten ihre Toten begraben müssen.

Bedenkt doch was Gott aus Menschen machen kann, die arm sind. Nicht die Armut, die eine Not ist, meine ich damit – sondern die Armut, die sich an keine Güter festhält und nichts für sich haben möchte. Diese Armut macht den Menschen frei für den Willen und das Wirken Gottes und was Er in solchen Menschen wirken kann ist legendär. Wir lesen es in den Heiligen-Biographien, wir sehen es aber auch an anderen Menschen und – hoffentlich – an uns selbst.

Letztendlich ist Armut unauflöslich mit der Liebe verbunden. Die Liebe fordert nichts und sie behält nichts für sich. Die Armut in dieser Liebe fordert ebenso nichts und behält auch nichts für sich, nicht einmal das sprichwörtlich gewordene „gute Recht“. Ein armer Mensch verzichtet aus freiem Willen auf Vergnügungen und Ansehen, um frei und empfänglich – das heißt um fruchtbar für Gott zu sein. Ein armer Mensch denkt sich nichts dabei, wenn er gelobt wird, er lässt sich aber auch nicht durch Tadel in der Verkündigung des Evangeliums stoppen. Denkt an den Wahlspruch von Clemens August Kardinal Graf von Galen: Nec laudibus nec timore – „Nicht Menschenlob, nicht Menschenfurcht [soll uns bewegen]“.

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Dancing with tears in my eyes

Posted by conservare - 22/01/2010

Mit den aktuellen und wieder aktuell gewordenen Vorwürfen gegenüber der Römisch Katholischen Kirche ist es ein bisschen so, wie es unser Heiland seinen Jüngern damals sagte und so wie ER es uns auch heute noch sagt:

Lukas 7, 32

32 Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen und einander zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte (Hochzeitslieder) gespielt und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen und ihr habt nicht geweint.
33 Johannes der Täufer ist gekommen, er isst kein Brot und trinkt keinen Wein und ihr sagt: Er ist von einem Dämon besessen.
34 Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagt ihr: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder!

Ich beziehe mich da auf verschiedene Dinge. Etwa neulich die Äußerungen von Frau Käßmann, in denen sie der Öffentlichkeit zu verstehen gab, dass sie in punkto Ökumene vom Papst nichts erwartet. Seltsam aber, dass bis heute kaum jemand die wirklichen ökumenischen Leistungen, die der Heilige Geist eben durch die Kirche und durch den Papst wirkte, zu schätzen weiß. Ich denke da an die Annäherung zwischen Ost- und Westkirche; an die Gespräche mit der Piusbruderschaft und vor allem an die Heimkehr vieler Anglikaner in den Schoß der Kirche. Kümmert sich der Papst also um Ökumene, ist das einer Frau Käßmann trotzdem nicht genug, weil es ihrem Bild von Ökumene nicht entspricht. Bringt der Papst einen Teil der Anglikaner ins Boot, nennt Hans Küng das „Piraterie“. Tut Benedikt XVI. von all dem aber nichts, nennt man die Kirche und ihr irdisches Oberhaupt ‚unbarmherzig‘ und ‚elitär‘. Kümmert sich der Papst um die Piusbruderschaft, ist es denen nicht recht, die zwar selbst kein bisschen etwas vom 2. Vatikanischen Konzil verstehen, aber die unbedingte Anerkennung dieses Konzils von anderen fordern. Ganz besonders wird diese Widersprüchlichkeit ersichtlich, wenn Journalisten auf einmal dem Vorgängerpapst nach trauern, während die selben aber zu Lebzeiten mit Johannes Paul II auch nicht zufrieden waren. Dergleichen Beispiele gibt es viele im großen öffentlichen, so wie im kleinen privaten Bereich. Ich denke ihr wisst, was ich meine.

Nun ist es einfach Realität für uns Christen, dass man es der Welt nicht recht machen kann. Versuch es erst gar nicht, sie wird deine Perlen, die du ihr vor die Füße legst, zertreten und dich zerreißen. Oder besser gesagt: aufreiben.

Wenn wir wirklich Christus nachfolgen – und sei diese Nachfolge noch so bescheiden – und wir schaffen es trotzdem noch der Welt alles recht zu machen, dann stimmt etwas nicht mit unserer Nachfolge. Man kann auf der menschlichen Ebne einen friedlichen Dialog fördern; man kann dieses und jenes für gut oder für schlecht heißen und Zustimmung dafür ernten, aber man wird niemals eine Situation vorfinden, in der man es der Welt und ihren Kindern recht machen könnte, ohne vom richtigen Weg abzuweichen. Das ist ganz ausgeschlossen.

Mit den Kindern dieser Welt meine ich in erster Linie nicht einmal Menschen, sondern vor allem das Denken und das Fühlen, welches sich die Menschen aus dem Fundus der vom Bösen durchseuchten Welt angeeignet haben. Und auch Christen verleiben sich diese weltlichen Errungenschaften, die vor Gott Torheit sind, als Gift in geringen Dosen ein. Sie schweben sogar in besonders großer Gefahr, da sie eben nicht von dieser Welt sind und gerade für Satan eine willkommene Herausforderung darstellen. Ja – wir wissen doch wie das ist: Wenn ein Mensch dabei ist, der Welt zu entsagen, dann bietet die ganze Hölle erst recht noch all ihre Kräfte und Dämonen auf, um auch jenen vom Wege abzubringen.

Um auf das Evangelium zurückzukommen: Mir scheint es ist das liebste Spiel des Teufels, dass er Christen dazu bringt den Irrweg der Welt mit zu gestalten, in dem sie sich bereitwillig im Spagat zwischen Himmel und Erde regelrecht aufreiben lassen. Das heißt konkret: in dem sie wider aller Warnungen des Herrn dennoch versuchen, zwei Herren gleichzeitig zu dienen.

Sie versuchen zu tanzen und weinen zugleich. Da fragt man sich, was denn schwieriger ist: der Welt gerecht zu werden, oder das Streben nach Heiligkeit. Gäbe es eine klare Trennlinie zwischen den Kindern dieser Welt und den anderen, wäre der Weg zur Heiligkeit vielleicht nicht so schwer. Aber diese Trennung gibt es nicht: Unkraut und Weizen stehen auf einem Feld bis kurz vor der Ernte unterschiedslos dicht beieinander und der Riss zwischen Babylon und dem Himmelreich geht – wie Pater Deneke es einmal sagte – mitten durch unser Herz.

Lasst uns doch auch vor allem für diese Menschen und für uns beten, dass dieser Weg der Welt nicht unserer und auch nicht der ihrige sein möge.

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Haiti und der Pakt mit dem Teufel?

Posted by conservare - 20/01/2010

(c) mirror

Haiti, Wüste der Tränen.

Ich wollte eigentlich gar nicht darüber schreiben. Solche Nachrichten übersteigen meinen Horizont an Vorstellungskraft. Ich kann das ganze Leid, was jeder einzelne Mensch dort jetzt erleben muss, nicht fassen und auch nicht begreifen. Ich weiß nur, dass es passiert ist. Manche Leute meinen, es sei eine Strafe Gottes für den Pakt mit dem Teufel, den die Haitianer angeblich eingegangen sind. Diese These stellte zumindest ein evangelikaler Prediger aus Amerika – Pat Robertson – auf. Manche Leute haben dem zugestimmt. Manche wissen nicht, dass Haiti auf dem Papier vorwiegend katholisch ist und dass sich diese These von Robertson vor allem auf die für ihn dämonische Kirche anwenden lässt. Desweiteren vergessen jene Leute vielleicht, dass ihre eigenen Sünden genauso mit dran Schuld sein -k ö n n t e n-. Oder sind wir in Deutschland oder in Nordamerika alles Heilige? Warum fühlen wir uns hier so sicher?

Machen wir doch einmal das, was die Evangelikalen glauben am besten zu können, lassen wir die Bibel sprechen:

Lukas 13
1 Zu dieser Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, sodass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte.
2 Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht?
3 Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
4 Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden – meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht?
5 Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.

Oh natürlich könnte man das jetzt mit einigen Bibelzitaten aus dem alten Testament versuchen zu widerlegen, aber: Wir leben in der Endzeit. Es ist die letzte Chance um zu wählen: Ewiges Leben oder ewige Qual. Nach diesem hier, gibt es kein weiteres Testament, keinen dritten Bund.

Was wir angesichts solcher unfassbaren Katastrophen überhaupt tun können? Beten, helfen, Mitleid haben, ein Licht anzünden und nochmal beten, dass wir nicht auch eines Tages so etwas erleben – denn verdient hätten wir es und wir sollten froh sein, dass wir nicht all das bekommen, was wir verdient haben. Darin besteht auch die große Barmherzigkeit Gottes, was wir schon im alten Testament nachlesen können oder im Gleichnis: der verlorene Sohn. Wenn wir Gott um Verzeihung bitten, dann verzeiht Er uns und besonders durch das Sakrament der Taufe und der Beichte werden unsere Kleider im Blute des Lammes rein gewaschen. Wenn Er aber unsere Sünden vergibt, dann vergisst Er sie auch gleichzeitig. Gottes Liebe ist unerschöpflich, Er will nicht unseren Tod – dann sollten wir ihn auch nicht wollen.

Allerdings finde ich, dass man nicht behaupten darf, es gäbe überhaupt gar keine Strafe oder Zulassung Gottes. Das macht uns erstens unvorsichtig; trotzig sowie misstrauisch gegenüber Gott – denn warum lässt er das dann zu – und: damit würden wir ein Freimaurer-Gottesbild bestätigen, wonach es nur einen großen Baumeister-Gott gibt, der einmal schöpfte und es sonst nie mehr wieder tut. Quasi der alles und jeden sich selbst überlässt. Und so ist Gott nun einmal nicht. Das Erdbeben ist unter der Zulassung Gottes passiert. Das ist das einzige, was wir wissen. Womit die Leute das dort verdient haben, darüber haben wir nicht zu urteilen. Wir sollten lieber wachsam sein und beten, dass wir in der Endzeit – die seit Jesu Auferstehung begonnen hat – allem entrinnen können.

Meiner Meinung nach halten solche Unglücke für die Verschontgebliebenen zweierlei Aufgaben bereit:

1.Auf sich selbst und den eigenen Lebenswandel vor Gott schauen und ihn überprüfen!

2. Auf das Leid der Mitmenschen schauen und im Mitleid zu Werkzeugen der Nächstenliebe werden!

Denkt an die Sendschreiben an die sieben Gemeinden in der Offenbarung des hl. Johannes: 1,9 – 3,22.
Daran können wir uns und unsere eigenen Gemeinden überprüfen genauso wie an den Schicksalen anderer Gemeinden.

Maria, Mutter von der immerwährenden Hilfe, bitte für uns und für die Überlebenden.

O Herr, schenke ihnen die ewige Ruhe
und das ewige Lich leuchte ihnen,
Herr, lass sie ruhen in Frieden. Amen.

_________________________________________________________

PS: Wenn ich von „wir“ spreche, meine ich das Gros – die gesamte Menschheit und Bevölkerung inklusive meiner eigenen Wenigkeit. Aus dem Grund, weil wir einen Konsens brauchen um uns alle angesprochen zu fühlen, weil die Bekehrung uns allen etwas angeht.

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Acta est fabula, plaudite!

Posted by conservare - 25/11/2009

Der November ist bekanntlich der Monat der Toten und des Todes. Da wird besonders viel für die Armen Seelen gebetet und es wird besonders viel gestorben (statistisch ist der November also auch ein Toten-Monat schlechthin). Für mich eine gute Gelegenheit noch einmal zum nahenden Abschluss dieses Monats ein interessantes Sterbe-Thema anzuschneiden. Vielleicht bin ich da auch etwas spät dran, da wir jetzt schon quasi in die Neujahrsfreude eingehen (das neue Kirchenjahr hat begonnen!), aber ein Nachruf schadet sicher nicht.

Mein Thema also lautet heute: Die letzten Worte.

Man kann sich darüber denken und zusammenreimen, was man möchte, aber die letzten Worte eines Menschen, der im Sterben liegt, sind sicher nicht immer nur sinnloses Gebrabbel bedingt durch das letzte Aufbäumen aller Sinne des Sterbenden. Nein, ich halte es sogar für wichtig die letzten Worte zu dokumentieren um sie der Nachwelt zu übermitteln. Da bin ich offenbar nicht die Einzige, denn ich fand im Internet schon die eine oder andere stattliche Sammlung der letzten Worte bekannter Personen. Die aus meiner Sicht interessantesten möchte ich euch nicht vorenthalten:

Der heilige Thomas Becket:
„Ich bin bereit für meinen Gott zu sterben, damit durch mein Blut die Kirche Freiheit und Frieden erlangen möge.“

Joseph Addison, englischer Schriftsteller und Politiker:
„See in what peace a Christian can die.“
(„Sieh mit welcher Ruhe ein Christ sterben kann.“) [zu seinem Stiefsohn Thomas Tickell, dem späteren Lord Warwick]

Leonardo da Vinci:
„Ich habe Gott und die Menschheit beleidigt, denn meine Arbeit erreichte nicht die Qualität, die sie hätte haben sollen.“

Konrad Adenauer:
„Do jit et nix ze kriische.“
(„Da gibt es nichts zu weinen.“)

Alexander VI. Papst:
„Va bene, va bene, arrivo. Aspettate un momento.“
(„Ja, ja, ich komme. Einen Moment noch.“)

Der heilige Thomas Morus:
„Vorsicht mit meinem Bart! Der hat keinen Verrat begangen.“ – Bitte an den Henker, beim Enthaupten seinen Bart nicht zu durchtrennen.

John Barrymore, US-amerikanischer Schauspieler:
„Die? I should say not, dear fellow. No Barrymore would allow such a conventional thing to happen to him.“
(„Sterben? Das würde ich nicht annehmen, mein Lieber. Kein Barrymore würde es zulassen, in so eine konventionelle Angelegenheit verwickelt zu werden.“)

Der heilige Stephanus, erster christlicher Märtyrer:
„Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“

Leonard Bernstein, US-amerikanischer Komponist und Dirigent:
„What’s this?“
(„Was ist das?“)

Die heilige Thérèse von Lisieux:
„Oh… Ich liebe Ihn!… Mein Gott, ich … liebe … Dich!“

Billy the Kid:
„Quién es? Quién es?“
(„Wer ist da? Wer ist da?“)

Der heilige Bonifatius:
Zu Beginn der Eucharistiefeier in Dokkum (im heutigen Nordholland), wurde er am 5. Juni 754 von mehreren Heiden angegriffen. Mit ruhigem Blick trat er ihnen entgegen, „verbat den Seinen zu kämpfen und sagte: ‚Meine Kinder, hört mit den Kämpfen auf! Gebt den Krieg auf, denn das Zeugnis der Schrift ermahnt uns, Schlechtes nicht mit Schlechten, sondern Schlechtes mit Gutem zu vergelten. Siehe da, der lang ersehnte Tag, siehe, die Zeit unseres Endes ist gekommen! Mut im Herrn!'“

Anne Boleyn:
„Jesu receive my soul; O Lord God, have pity on my soul. To Christ I commend my soul.“
(„Jesus empfange meine Seele. O Herrgott, hab Erbarmen mit meiner Seele. Jesus empfehle ich meine Seele.“)

Der heilige Martin von Tours:
„Mein Herr, es ist ein harter Kampf, den wir in Deinem Dienste in diesem Dasein führen. Nun aber habe ich genug gestritten. Wenn Du aber gebietest, weiterhin für Deine Sache im Felde zu stehen, so soll die nachlassende Kraft des Alters kein Hindernis sein. Ich werde die Mission, die Du mir anvertraust, getreu erfüllen. Solange Du befiehlst, werde ich streiten. Und so willkommen dem Veteranen nach erfüllter Dienstzeit die Entlassung ist, so bleibt mein Geist doch Sieger über die Jahre, unnachgiebig gegenüber dem Alter.“

Casanova, italienischer Abenteurer:
„Gran Dio e testimoni tutti della mia morte: son vissuto filosofo e muoio cristiano.“
(„Großer Gott und Zeugen meines Todes: Ich habe als Philosoph gelebt und sterbe als Christ.“)

Die heilige Bernadette:
„Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für mich arme Sünderin!“

Charlie Chaplin:
„Why not? After all, it belongs to him.“
(„Warum nicht? Schließlich gehört sie ihm.“) [als ein Priester sagte: Gott sei deiner Seele gnädig]

Die selige Miriam von Abellin:
„O ja, Barmherzigkeit!“

Winston Churchill:
„I’m so bored with it all.“
(„Ich habe alles so satt.“)

Die heilige Caterina von Siena:
„Herr, du rufst mich … hab Erbarmen mit mir um des Blutes willen!“ Und zuletzt: „Sangue! Sangue! – Blut! Blut!“

Joan Crawford, US-amerikanische Schauspielerin:
„Damn it! Don’t you dare ask God to help me.“
(„Verdammt noch mal! Wagen Sie es ja nicht, Gott um Hilfe für mich zu bitten.“) [zu ihrer Haushälterin, die laut zu beten begann]

Die heilige Birgitta:
Nach der heiligen Wandlung sprach Birgitta sterbend deutlich die letzten Worte ihres göttlichen Erlösers: „In deine Hände, Herr, befehle ich meinen Geist!“

Aleister Crowley, englischer Okkultist:
„I’m perplexed.“
(„Ich bin überrascht.“)

Der heilige Laurentius:
Der Überlieferung nach waren seine an den Kaiser gerichteten letzten Worte, bevor er auf dem Grillrost zu Tode kam : „Du armer Mensch, mir ist dieses Feuer eine Kühle, dir aber bringt es ewige Pein.“

Daniel Defoe, englischer Schriftsteller:
„I do not know which is more difficult in a Christian life – to live well or to die well.“
(„Ich weiß nicht, was für einen Christen schwieriger ist – richtig zu leben oder richtig zu sterben.“)


Nun, einige Zitate geben mir schon zu denken.

Wie wichtig ist für junge Menschen eine gute Sterbestunde? Denken wir überhaupt jetzt schon ans Sterben? Wo werden wir uns befinden – im eigenen Bett, im Krankenhaus oder gar auf einem Schlachtfeld, im Gefängnis oder in einem KZ? Wie werden wir sterben? Durch Krankheit, Martyrium, Unfall, Altersschwäche? Welchen Tod wünscht man sich, wenn man die Wahl hätte? Wie sehr vertrauen wir auf Gott, wenn wir erst einmal kurz vor dem Tode stehen? Würden wir ihn auch dann noch preisen, wenn man uns wegen unseren Glauben umbringt – etwa wie es so viele Martyrer taten? Wie steht es mit unseren letzten Worten? Werden wir die richtigen Worte zum rechten Augenblick finden, oder ist das nebensächlich? Manche Menschen sind der Auffassung, man solle schon zu Lebzeiten seine letzten Worte klug formulieren und auswendig lernen – aber wie das eben so ist mit dem Auswendiglernen: Wenn es erst einmal so weit ist, fällt einem das Gelernte nicht mehr ein.

Und vielleicht ist dies auch noch ein Anreiz, um mit den eigenen Worten zu jeder Zeit achtsamer umzugehen – es könnten die letzten sein.

Betrachtet man die aktuellen Geschehnisse und die Zeichen der Zeit, so sollten wir nicht nur für die Armen Seelen beten, sondern auch für die Sterbenden und für eine eigene gute Sterbestunde, unter welchen Umständen sie auch immer verlaufen mag. Eine gute Sterbestunde hat man immer wenn man Gott liebt.

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