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… Salz der Erde

Posts Tagged ‘Benedikt XVI.’

Religionsunterricht – ein bekanntes Thema

Posted by conservare - 13/07/2010

wie man hier in der Ansprache des Papstes nachlesen kann, anlässlich der gemeinsamen Audienz der 1. Gruppe der deutschen Bischöfe bei ihrem Ad-Limina-Besuch am 10. November 2006.

Zitat:

Damit ist ein anderes – ganz zentrales – Thema angeschlagen: das des Religionsunterrichts, der katholischen Schulen und der katholischen Erwachsenenbildung. Dieser Bereich erfordert neue und besondere Aufmerksamkeit seitens der Oberhirten. Da geht es zunächst um die Curricula für den Religionsunterricht, die es am Katechismus der Katholischen Kirche auszurichten gilt, damit im Laufe der Schulzeit das Ganze des Glaubens und der Lebensvollzüge der Kirche vermittelt wird. In der Vergangenheit wurde nicht selten der Inhalt der Katechese gegenüber den didaktischen Methoden in den Hintergrund gedrängt. Die ganzheitliche und verständliche Vergegenwärtigung der Glaubensinhalte ist ein entscheidender Gesichtspunkt bei der Genehmigung von Lehrbüchern für den Religionsunterricht. Nicht minder wichtig ist auch die Treue der Lehrenden zum Glauben der Kirche und ihre Teilnahme am liturgischen und pastoralen Leben der Pfarreien oder kirchlichen Gemeinschaften, in deren Gebiet sie ihren Beruf ausüben.

(…)

Die umfassende und getreue Weitergabe des Glaubens in der Schule und in der Erwachsenenbildung hängt ihrerseits maßgeblich von der Ausbildung der Priesteramtskandidaten und Religionslehrer an den Theologischen Fakultäten und Hochschulen ab. Da nun kann nicht genug betont werden, daß die Treue zum Depositum fidei, wie es vom Lehramt der Kirche vorgelegt wird, die Voraussetzung für seriöse theologische Forschung und Lehre schlechthin darstellt.

Beten wir für unsere Bischöfe.

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Und falls jemand wissen möchte,

Posted by conservare - 06/06/2010

wo ich die ganze Zeit war – ich war hier drin und hier draußen:

und hatte eine gute Zeit.

Ich bin übrigens nur aus einem Grund heute ins Internet gegangen: mir tun alle Knochen weh. Keine Ahnung wie die Indianer so ein Leben früher ohne größere Schäden an den Sehnen überstanden haben, vielleicht ist es nur eine Sache der Gewohnheit. Ich werde es jedenfalls weiter versuchen, bis ich einen ganzen Sommer lang draußen verbringen kann, ohne über Schmerzen klagen zu müssen. Sieht man mal von ein paar negativen Begleiterscheinungen ab, so ist es recht angenehm, die Zeit fernab der größenwahnsinnigen Welt zu verbringen. Kein Internet, kein Radio, keine Zeitung, kein Fernsehen kein langweiliges Bla, kein unterqualifiziertes Blubb und keine besserwisserische Weltverbesserer. Kurz gesagt – es ist einfach wunderschön! Urlaub ist nichts dagegen, denn manch ein Erdenbewohner bringt es ja mittlerweile sogar fertig, einen gewissen „Urlaubsstress“ zu haben. Meine Güte Leute, wie krank ist das denn?

Nichtsdestotrotz ist es natürlich wichtig, mal wieder einen Blick in die Welt zu werfen. Komischerweise bespringen mich die negativen Schlagzeilen immer zuerst:

  • Ein Bischofsmörder musste mal ganz schnell als geisteskrank entschuldigt werden, obwohl es gar keine näheren Untersuchungen dazu gab.
  • Erzbischof Zollitsch wurde kurzerhand zum Brennholz gemacht, damit ja das Feuer des angeblich so aktuellen Skandals nicht ausgeht. Dabei sind die Fälle verjährt und aus einer Zeit, zu der wohl kaum jemand wusste, wie man mit Pädos umgehen sollte – nicht einmal die ganz ganz klugen Grünen. Nunja, das war ein schlechter Witz, denn die fanden das ja geil.
  • Die Mutter soll bald nicht mehr „Mutter“ sondern „Elter“ heißen.
  • Und Bischof Mixa bekommt nicht einmal eine Feier zu sein 40-Jähriges. Undank ist der Welten Lohn, das war schon immer so und dafür hat Bischof em. Mixa eben einen Schatz im Himmel mehr erhalten. Man müsste ein Dankesschreiben an die Verleumder und Mobber schreiben.

Ansonsten blieb doch alles beim Alten – Benedikt XVI. wird immer noch chronisch missverstanden oder man ignoriert einfach weiterhin die Früchte seines Pontifikats – vor allem bei der Ökumene. WSK und Co. spinnen offenbar genau so sehr wie vorher, keine Zeichen für Erneuerung.

Muss ich jetzt noch länger fernbleiben, damit sich vielleicht mal mehr verändert und alles besser wird? Hehe, verlockend, aber ich denke das ist der falsche Weg. Nein, ich komme wieder, beziehungsweise bin ich schon wieder da ;-).

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Man möchte über Zölibat und kirchliche Sexualmoral debattieren

Posted by conservare - 26/05/2010

Oft wird behauptet, dass die kirchliche Sexualmoral leibfeindlich, grausam und für den modernen Menschen unerfüllbar wäre.

Mag sein, dass die kirchliche Sexualmoral in manch einem Jahrhundert leibfeindlich verkündet und verstanden wurde. Dazu gehört ja nicht nur der Sender, sondern auch der Empfänger. Entscheidend ist aber auch der Begriff der Leibfeindlichket in seiner Wandlung durch den jeweiligen moralischen Zustand einer Gesellschaft und deswegen kann man auch hier nicht verallgemeinernd sagen: die Kirche war in diesem und jenem Jahrhundert leibfeindlich.

Es mag auch sein, dass diese spezielle Moral für die meisten Menschen unerfüllbar anmutet, aber andererseits: wenn für uns Menschen alles ohne göttliche Gnade erfüllbar wäre, dann wäre der Himmel bald arbeitslos. Etwas, was nach menschlichem und zeitgeistgetrübtem Verständnis nicht erfüllbar ist, wird durch die Voraussetzung, dass Gott existiert, doch erst so richtig interessant! Hier wird das Wirken Gottes offensichtlich.

Die Lehre der Kirche ist in sich jedenfalls alles andere als leibfeindlich, weder gestern noch heute. Ja das Gegenteil ist der Fall und man muss nicht erst detailliert darauf hinweisen, wie leibfeindlich die weltliche Sexualmoral ist, um sich daran abzuarbeiten. Die Wahrheit steht doch felsenfest und klar vor uns. Zugegeben, manchmal ist man versucht für die Wahrheit die Werbetrommel zu rühren und sofern dies nicht anbiedernd geschieht, ist dagegen auch nichts einzuwenden. Nötig dürfte dies nicht sein, da die Erkenntnis nicht durch Werbung angefacht wird, sondern durch das Erkennen, welches die Bereitschaft dazu voraussetzt. Es reicht meiner Meinung nach völlig aus, den Menschen die Gegebenheiten in der Welt so aufzuzeigen, wie sie sind und ihnen den ohnegleichen größten und besten Arzt – Jesus Christus – vorzustellen. Der Heilung bedürfen wir nämlich sehr. So macht eine zügellose Sexual-„Moral“ aus dem Menschen ein psychisches und physisches Wrack. Dazu braucht man sich nur einmal bei den sogenannten ’sozialen Brennpunkten‘ umsehen, aber auch bei der dekadenten und bessergestellten ‚Society‘. Details erspare ich mir, wie gesagt.

Diese propagierte Laxheit und Zügellosigkeit in der Sexualität bleibt nicht ohne erhebliche negative Folgen. Ein Mensch ist nun mal ein Wesen mit Verstand und Vernunft. Ein Mensch kann sich zwar bewusst seinem eigenen Trieb überlassen, wird dabei aber nie in der Ordnung leben, wie es bei Tieren der Fall ist. Ergo gerät diese Triebhaftigkeit außer Kontrolle und bringt das eigene Leben, aber auch das Leben der Nächsten, in Gefahr. Und ich rede hier noch gar nicht von AIDS.

Wieso will also niemand über diese Gefahren debattieren? Weil die Kirchenlehre über Sexualität und Liebe wie ein dicker Stachel in eine Welt einsticht, die Verantwortungslosigkeit für Freiheit hält? In der Tat. Die kirchliche Sexualmoral steht ohne Konkurrenz in der Welt. Gerade jetzt, wo immer mehr Leute der Sex- und Pornosucht verfallen; wo es immer mehr Fälle von sexuellem Kinderverbrauch in Kinderpornos gibt und man schon denkt, es stünde bald nichts mehr im Wege für die absolute Verantwortungslosigkeit, ja gerade da will die Kirche sich einfach nicht von ihrer Sexualmoral verabschieden. Es entsteht ein Ärgernis. Spannung baut sich bei jenen Hirten und Laien auf, die zwischen Welt und Kirche eine Art Waffenstillstand arrangieren wollen, um die Konsequenzen, die das Christsein mit sich bringt, abzumildern. Aus dieser Spannung heraus entsteht ein Spagat und dieser Spagat gebiert früher oder später den Verrat. Man kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen, also muss man einen davon verraten. Zwangsläufig, obwohl es keine zwingende Logik, sondern göttliche Logik ist. Dies wurde uns in der Heiligen Schrift offenbart.

Und ebenso wie die katholische Ehe, wird momentan auch der priesterliche Zölibat angegriffen. Da ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen erkennen, wie sehr sich die Ehe und der Zölibat doch im Grunde ähneln. Dazu möchte ich aus einer Rezension über das Buch „Die Theologie des Leibes für Anfänger“ zitieren:

Christopher West zeigt auf, dass das Problem, dass Johannes Paul II. in unserer sex-gesättigten Kultur erkennt, also nicht ist, dass sie Körper und Sex überbewertet, sondern im Gegenteil, das Problem ist, dass diese Kultur nicht erkennen kann, wie wertvoll Körper und Sex tatsächlich sind, weil sie zu kurz greift und im Triebhaften steckenbleibt.
Im Weiteren wird die Theologie des Leibes in ihrer Bedeutung für Ehe und Zölibat betrachtet. West schreibt dazu:

“Wie wir sehen, stehen Ehe und Zölibat enger in Verbindung, als sich die meisten Menschen bewusst sind. Beide Berufungen geben eine vollständige Antwort auf den Sinn der Sexualität. Und dieser bedeutet Selbsthingabe nach dem Abbild Gottes. Deshalb sollte es uns nicht verwundern, dass eine Gesellschaft, wenn sie die Sexualität gering schätzt, automatisch die eheliche wie die zölibatäre Berufung gering schätzt. Die sexuelle Revolution des 20. Jahrhunderts hat das wohl demonstrativ gezeigt.”

Es ist wirklich ein großer Gewinn, diese besondere Theologie einmal näher zu betrachten.

Da fällt mir einfach wieder ein, wie reich uns Gott mit seinen Dienern des letzten und des neuen Jahrhunderts beschenkt hat. Es wurde eine unglaubliche Fülle an Freude in dieser Kirche freigesetzt, die von uns noch entdeckt werden muss.

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Aus der Papstansprache an die Amerikanische Jugend

Posted by conservare - 16/05/2010

… Der zweite Bereich der Dunkelheiten, die den Geist treffen, der bleibt oft unerkannt und ist deswegen besonders verhängnisvoll. Die Manipulation der Wahrheit verdreht unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit und trübt unsere Phantasie und unsere Strebungen. Ich habe bereits die zahlreichen Freiheiten erwähnt, die ihr zum Glück genießen könnt. Die fundamentale Bedeutung der Freiheit muss strengstens geschützt werden. Es ist daher nicht überraschend, dass, die viele Individuen und Gruppen laut ihre Freiheit einfordern. Aber, die Freiheit ist ein delikater Wert. Sie kann missverstanden oder schlecht gebraucht werden, sodass sie nicht in das Glück führt, dass wir uns alle von der Freiheit erwarten, sondern in ein dunkles Szenario der Manipulation, indem unsere Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung der Welt durcheinander gerät oder gar verzerrt wird, von Leuten die im Geheimen ihre eigenen Ziele verfolgen. Habt ihr gesehen, wie oft Freiheit eingefordert wird, ohne jemals bezug zu nehmen auf die Wahrheit der menschlichen Person. Manche behaupten, die Respektierung der Freiheit des Einzelnen mache die Wahrheitssuche zu etwas Ungerechtem, einschließlich die Frage nach der Wahrheit, was gut ist und was nicht. In manchen Kreisen wird das Reden über Wahrheit als Quelle von Streitigkeiten und Zerwürfnissen angesehen und daher müsse dieses Thema eher der Privatsphäre vorbehalten bleiben. Und anstelle der Wahrheit, oder besser ihrer Abwesenheit, hat sich die Vorstellung breit gemacht, dass man die Freiheit dadurch sichert und dadurch das Gewissen befreit, indem man unterschiedslos allem den selben Wert beimisst. Und das genau nennen wir Relativismus. Aber welches Ziel hat eine Freiheit, die im Leugnen der Wahrheit, das Falsche und Ungerechte verfolgt. Wie vielen Jugendlichen hat sich eine Hand angeboten, die sie im Namen der Freiheit in die Drogensucht geführt hat, zur moralischen oder intellektuellen Verwirrung, zur Gewalt, zum Verlust der Selbstachtung, ja zur Verzweiflung und auf diese tragischer Weise bis hin zum Selbstmord. Liebe Freunde. Die Wahrheit ist nichts aufoktruiertes, noch ist sie einfach eine Ansammlung von Regeln. Wahrheit bedeutet, jemand entdecken, der uns nie verrät. Sie bedeutet jemand entdecken, auf dem wir immer vertrauen können. Durch die Wahrheitssuche gelangen wir dahin, auf der Grundlage des Glaubens zu leben, weil die Wahrheit definitiv eine Person ist, JESUS CHRISTUS. Das ist der Grund, dass authentische Freiheit nicht bedeutet „sich zu entledigen von“, es ist die Entscheidung „einzusetzen für“. Freiheit ist nichts weniger als aus sich herauszukommen und zuzulassen, in das Dasein Christi hineingenommen zu werden. Wie können wir als Gläubige anderen helfen auf dem Weg der Freiheit zu gehen, der zu einer vollen Erfüllung führt und dauerhaftem Glück. …

(Radio Horeb Papstansprache an die Amerikanische Jugend bei seiner Reise in den USA am 19. April 2008)

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Was für ein Wochenende!

Posted by conservare - 26/09/2009

Dieses Wochenende ist aber diesmal wirklich randvoll gepackt. Wer behält den Überblick?

– Die Tschechien-Reise des Heiligen Vaters

– „1000 Kreuze für das Leben“ in Berlin

– Die Wahlen am Sonntag

– Das Patronatsfest am Sonntag

– Diese ominöse Drohung der Taliban (was soll man davon halten?)

So gemischt wie diese Ereignisse sind, so gemischt sind auch meine Gefühle. Ich schwanke zwischen:

Mitfiebern im Gebet und Gedanken über Benedikt XVI. und die tschechischen Christen;
Traurigkeit über die Ereignisse beim Marsch „1000 Kreuze für das Leben“, die aber vom Gebet durchbrochen wird;
Ratlosigkeit über die Wahl am Sonntag, die ebenfalls durch das Gebet gebrochen wird;
Hochfreude über das Patronatsfest am Sonntag, wo wir auch eine Prozession abhalten werden.

Heiliger Wenzeslaus, bitte für uns!
Für die Kirche in deiner irdischen Heimat!
Für den Nachfolger Petri!

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