CONSERVARE

… Salz der Erde

Posts Tagged ‘Erzbischof Zollitsch’

Und falls jemand wissen möchte,

Posted by conservare - 06/06/2010

wo ich die ganze Zeit war – ich war hier drin und hier draußen:

und hatte eine gute Zeit.

Ich bin übrigens nur aus einem Grund heute ins Internet gegangen: mir tun alle Knochen weh. Keine Ahnung wie die Indianer so ein Leben früher ohne größere Schäden an den Sehnen überstanden haben, vielleicht ist es nur eine Sache der Gewohnheit. Ich werde es jedenfalls weiter versuchen, bis ich einen ganzen Sommer lang draußen verbringen kann, ohne über Schmerzen klagen zu müssen. Sieht man mal von ein paar negativen Begleiterscheinungen ab, so ist es recht angenehm, die Zeit fernab der größenwahnsinnigen Welt zu verbringen. Kein Internet, kein Radio, keine Zeitung, kein Fernsehen kein langweiliges Bla, kein unterqualifiziertes Blubb und keine besserwisserische Weltverbesserer. Kurz gesagt – es ist einfach wunderschön! Urlaub ist nichts dagegen, denn manch ein Erdenbewohner bringt es ja mittlerweile sogar fertig, einen gewissen „Urlaubsstress“ zu haben. Meine Güte Leute, wie krank ist das denn?

Nichtsdestotrotz ist es natürlich wichtig, mal wieder einen Blick in die Welt zu werfen. Komischerweise bespringen mich die negativen Schlagzeilen immer zuerst:

  • Ein Bischofsmörder musste mal ganz schnell als geisteskrank entschuldigt werden, obwohl es gar keine näheren Untersuchungen dazu gab.
  • Erzbischof Zollitsch wurde kurzerhand zum Brennholz gemacht, damit ja das Feuer des angeblich so aktuellen Skandals nicht ausgeht. Dabei sind die Fälle verjährt und aus einer Zeit, zu der wohl kaum jemand wusste, wie man mit Pädos umgehen sollte – nicht einmal die ganz ganz klugen Grünen. Nunja, das war ein schlechter Witz, denn die fanden das ja geil.
  • Die Mutter soll bald nicht mehr „Mutter“ sondern „Elter“ heißen.
  • Und Bischof Mixa bekommt nicht einmal eine Feier zu sein 40-Jähriges. Undank ist der Welten Lohn, das war schon immer so und dafür hat Bischof em. Mixa eben einen Schatz im Himmel mehr erhalten. Man müsste ein Dankesschreiben an die Verleumder und Mobber schreiben.

Ansonsten blieb doch alles beim Alten – Benedikt XVI. wird immer noch chronisch missverstanden oder man ignoriert einfach weiterhin die Früchte seines Pontifikats – vor allem bei der Ökumene. WSK und Co. spinnen offenbar genau so sehr wie vorher, keine Zeichen für Erneuerung.

Muss ich jetzt noch länger fernbleiben, damit sich vielleicht mal mehr verändert und alles besser wird? Hehe, verlockend, aber ich denke das ist der falsche Weg. Nein, ich komme wieder, beziehungsweise bin ich schon wieder da ;-).

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Die Zeitgeistapostel und mein Unglaubensbekenntnis

Posted by conservare - 09/05/2010

Eine Sache ist bei sogenannten Zeitgeistaposteln gut: je mehr Sympathisanten der Zeitgeist gewinnt, desto mehr streifen seine treuen Apostel ihre Schafspelze ab. Letztendlich weiß eben jeder, dass man nur einem Herren dienen kann und dass jedes Reich, das in sich gespalten ist, nicht bestehen wird. Also muss man sich entscheiden: geh ich mit der Zeit, oder schaue ich auf die Ewigkeit? Diese Entscheidung liegt für einige Bischöfe in Deutschland noch offen und manch andere haben sich schon entschieden. Freilich hat man die Chance, sich wieder anders zu entscheiden und die Menschen tun so etwas ja ständig. Wichtig ist, für was man sich entschieden hat, wenn man den letzten Atemzug aushaucht. Noch ist es also nicht zu spät. Jeder, der sich heute entschieden hat, gegen die Kirche zu kämpfen, kann morgen durch die Gnade Gottes und auch aus unseren Gebeten heraus sich wieder bekehren. Aus diesem Grund und aus vielen anderen Gründen ist es uns Christen untersagt, ein Urteil über Menschen zu fällen. Das leuchtet ein, denn wir wissen nie, ob sie nicht schon just im Moment umgekehrt sind, während wir noch unsere Urteile aussprechen. Dann sind wir es, die ungerecht handeln und uns anmaßen, ein göttliches Urteilsvermögen zu besitzen.

Ich möchte also niemanden verurteilen. Allerdings möchte ich in der Debatte um Bischof Mixa, Kardinal Lehmann, Erzbischof Zollitsch, Erzbischof Marx und Erzbischof Schick festhalten, dass ich den Bischöfen, die jetzt behaupten, dass Bischof Mixa unglaubwürdig wurde, selber nicht alles glauben kann.

In diesem Zusammenhang steht auch mein aktuelles Unglaubensbekenntnis:

  • Nein, ich glaube nicht, dass Jesus Christus aus reiner ‚Solidarität‘ für uns gestorben ist!
  • Nein, ich glaube nicht, dass es ratsam ist noch einmal nach zu treten, wenn der Mitbruder schon auf dem Boden liegt!
  • Nein, ich glaube nicht, dass ein Kardinal den berechtigten Weisungen aus Rom mit einem Brieflein widersprechen sollte!
  • Nein, ich glaube nicht alles, was man in der Königsteiner Erklärung eingebaut hat.
  • Nein, ich glaube nicht, dass wir noch mehr Laien im kirchlichen Dienst benötigen!
  • Nein, ich glaube nicht, dass der Zölibat dem Unvermögen einiger Menschen angepasst werden muss!
  • Nein, ich glaube nicht, dass man an einem Sonntagmorgen einen ökumenischen Gottesdienst feiern sollte!
  • Nein, ich glaube nicht, dass auf einer christlichen Veranstaltung Homosexualität beworben werden sollte!
  • Nein, ich glaube nicht, dass man Lebensschützern die Kirchentüre vor der Nase zuknallen sollte!
  • Nein, ich glaube nicht, dass es so schwer ist, ein neues Messbuch heraus zu arbeiten!
  • Nein, ich glaube nicht, dass die Heilige Messe im außerordentlichen Ritus unzeitgemäß ist!
  • Nein, ich glaube nicht, dass man die Kirche und ihren Stifter gegeneinander ausspielen sollte!
  • Nein, ich glaube nicht, dass der Glaube an die Kirchensteuer gekoppelt ist!
  • Nein, ich glaube nicht, dass es einem Bischof gut ansteht, in einem umstrittenen Elite Service-Club zu sein!

et cetera, et cetera.

Eigentlich könnte ich jetzt noch zig Seiten lang so weiter machen, aber ich belasse es nun dabei, weil man anhand dessen schon leicht erkennen kann, in welcher Zeit wir uns befinden.

Und mit eben dieser Zeit zu gehen, bedeutet auch ein Tänzchen um das Goldene Kalb zu wagen. Mit der Zeit zu gehen, bedeutet viele Gleichgesinnte zu haben, die bei jeder kleinsten Nonkonformität zu den größten Feinden werden. Mit der Zeit zu gehen, bedeutet letztendlich, dass man dem Vergänglichen Vorzug gibt und die Ewigkeit ausblendet.

Auf die Ewigkeit zu schauen, bedeutet gleichsam auf den Dreifaltigen Gott zu schauen und seine Liebe zu erwidern. Es bedeutet auch, dass man irgendwann weniger Freunde und Gleichgesinnte neben sich haben wird, wenn sich die Situation zuspitzt. Doch vor allem bedeutet es, in der Wahrheit zu leben und dadurch frei zu werden. Frei vom wahnhaften Zwang der Welt, frei vom Wohlwollen der Menschen.

Die Krone des ewigen Lebens winkt schon für so viele Priester, Ordensleute, Laien und Bischöfe weltweit – ich hoffe und bete dafür, dass sie eines Tages noch vielen Menschen mehr zustehen wird.

Maria, du Hilfe der Christen, bitte für uns!

Nur zwei Mittel bleiben, um sich in dieser stürmischen Zeit zu retten: die Andacht zur allerseligen Jungfrau Maria und der häufige Empfang der heiligen Kommunion. Tun wir unser Bestes, um diese beiden Mittel selbst zu gebrauchen, aber auch zu erreichen, daß sie überall und von allen angewandt werden.

Don Bosco

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24 Stunden

Posted by conservare - 23/02/2010

AKTUELL:

Ich bin mir nicht sicher, ob das, was ich hier geschrieben habe, so stehen bleiben kann. Die aktuellen Entwicklungen in diesem Fall sind sehr verwirrend und ich habe jetzt ein ungutes Gefühl. Mal sehen was noch raus kommt.

Streitfall Missbrauch – Katholische Kirche wehrt sich gegen Vorwürfe der Bundesjustizministerin (© KNA)

Zollitsch setzt Leutheusser-Schnarrenberg 24-Stunden-Ultimatum

Was musste ich da lesen und sehen, als ich nach einem lang durchplagten Tag das Fenster ins Internet öffnete?

Ich muss gestehen, ich traute meinen Augen kaum.

Das, was Erzbischof Robert Zollitsch heute verlautbaren ließ, ist das, was man durchaus unter einer „Christlichen Kulturerneuerung“ verstehen kann. Zumindest ist es meiner Meinung nach ein guter Anfang. Zwar auf der hierarchischen Ebene der kirchlichen Ämter, aber gerade das scheint guter Zunder zu sein. Offenbar hat auch niemand damit gerechnet – was natürlich um so mehr wie ein Blitz einschlägt. Und gerade reicht es eben auch aus, dass ein Bischof in Deutschland das Wort „Katholisch“ ohne Abneigung ausspricht. Als nächster Schritt wäre es doch sehr gut, die Widerrufung der Königsteiner Erklärung innerhalb von 24 Stunden zu fordern. Ja, da wäre ich mit dabei!

Was kann ich noch mehr dazu sagen, als: Gelobt sei Jesus Christus!

Christus ist der Retter und Erlöser aller Menschen, auch der Deutschen und keine Kirche bringt uns Gott so nahe, als seine eigene Kirche, auch in Deutschland.

In Ewigkeit. Amen.

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