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… Salz der Erde

Posts Tagged ‘Kardinal Meisner’

Wie können wir unseren Priestern helfen?

Posted by conservare - 03/07/2010

Diese Frage stellten gläubige Christen an Kardinal Meisner. Seine Antwort darauf, die ich heute in der sehr guten Zeitschrift „der Fels“ lesen durfte, ist genauso simpel wie anspruchsvoll – eben katholisch:

„Gehen Sie zu ihnen (den Priestern) beichten!“

Dort, wo der Priester nicht mehr Beichtvater ist, wird er zum religiösen Sozialarbeiter. Ihm fehlt dann die Erfahrung großer pastoraler Erfolge, wo er mitwirken darf, dass ein Sünder auch durch seine Hilfe den Beichtstuhl wieder als Geheiligter verlässt. (…) Ein Priester, der nicht häufig auf beiden Seiten des Beichtgitters anzutreffen ist, leidet auf die Dauer Schaden an seiner Seele und an seiner Mission.

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Der böse böse Zölibat

Posted by conservare - 07/02/2010

Ja man bekommt mittlerweile schon den Eindruck, dass Kindesmissbrauch einfach nur als Beiwerk des Zölibats gesehen wird – so zu sagen als der Unterteufel des Zölibats.

Meine Antwort darauf ist die wunderbare Predigt von Hochschulpfarrer Dr. Johannes J. Kreier, die sich jeder anhören sollte, der einmal zur Abwechslung klare Worte über dieses Thema hören möchte. Klar katholische Worte, wohlgemerkt.

Auch empfehlenswert:

„Nur wer wirklich an Gott glaubt, versteht etwas vom Zölibat“

„In der Offenbarung (14,4) begegnen wir auch einer großen Anzahl von Männern,
die sich der Jungfräulichkeit geweiht haben. Für die antike Welt, sowohl für Israel
als auch für die heidnischen Kulturen, ist dies ebenso ungewöhnlich wie für den
christlichen Westen seit der protestantischen Reformation. Doch Johannes schaut
diese Zölibatäre als eine wahre Streitmacht, was wohl der Absicht Gottes am
meisten entspricht (siehe 1 Kor 6-7).“

(c) by Scott Hahn

Der böse, böse Zölibat
eines ist halt furchtbar schad.
Ist der Zölibat dann abgeschafft,
welches Feindbild gibt mir noch Kraft?

(c) by Pfarrer Sieberer

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Ja oder nein – die ominöse Meinungsfreiheit

Posted by conservare - 07/11/2009

Es geht um Leben oder Tod…

„Wenn der Wunsch nach einem selbstbestimmten Ende so groß ist, dann dürfen wir zwar nicht Ja zur aktiven Sterbehilfe sagen“, erklärte Margot Käßmann kurz nach ihrer Berufung an die Spitze der Evangelischen Kirche Deutschlands. „Aber das kategorische Nein kann auch nicht die Antwort sein.

Quelle

Na was denn nun, Frau Käßmann? Ja oder nein… 1, 2 oder 3?

Vielleicht doch lieber mal in Deckung bleiben und abwarten, wie das Urteil der politischen Elite demnächst aussehen wird? Dann empfehle ich aber dringend schon mal die Fahne zu bügeln, dann flattert sie in der jeweiligen Windrichtung besser.

Wie sagte Weihbischof Andreas Laun? Unsere Gesellschaft befindet sich im „slippery slope“. Für ein „Wehret den Anfängen“ ist es schon lange zu spät, denn der Abrutsch hat längst begonnen und setzt sich immer weiter fort, hinein in den Abgrund. Man muss sich nur einmal überlegen, dass man vom Teufel besessenen Menschen wie Norbert Hoerster oder Peter Singer die „Meinungsfreiheit“ nicht absprechen möchte. Bitte was? Diese zwei – in meinen Augen besessenen – Menschen propagieren in der Öffentlichkeit die „Meinung“, behinderte Kinder auch noch nach der Geburt zu töten. Sie meinen – genauso wie Dawkins – das Wesentliche am Menschen sind die Gene und man sollte kranke und alte Leute umbringen. Peter Singer tut sich dann auch noch als großer Tierschützer hervor. Ihm ist ein Laubfrosch wichtiger als ein ungeborenes oder ein behindertes Kind. Bitteschön, solche geäußerten und publizierten Ansichten werden heute unter den Schutz der Meinungsfreiheit gestellt, während Menschen strafrechtlich verfolgt werden, weil sie die Zahlen der Holocaust-Opfer leugnen. Würde man in der Äußerung von Peter Singer das Wort „behinderte Kinder“ durch „Juden“ oder „Schwarze“ ersetzen, wäre schon längst der Teufel los. Wobei ich mir da auch nicht ganz sicher bin, denn viele Politiker haben auch keine Probleme  ausländische Antisemiten ohne Vorbehalt anzugrinsen. Es kommt also wahrscheinlich darauf an, wer was sagt und nicht was er sagt. Schöne neue Welt.

Mich beschleicht das ungute Gefühl, dass man nicht nur das Wort „Religionsfreiheit“ falsch verstanden hat, sondern auch das Wort „Meinungsfreiheit“.

Freilich ist es dann sehr einfach für die Giordano Bruno Stiftung den Kölner Kardinal Meisner als „Hassprediger“ zu bezeichnen. Aber mit welchem Recht tun sie das? War es eine freie Meinungsäußerung des Kardinals, die nun seitens der GB-Stiftung mit ihrer Meinungsäußerung beantwortet wird, oder ist das Wort „Hassprediger“ bezeichnend für einen Menschen, den man strafrechtlich verfolgen muss?

Entweder man unterscheidet zwischen Meinungsäußerung und Propaganda bzw. Aufruf zum Mord und zieht letzteres Vergehen vor das Gericht, oder man lässt alle sonstwie gearteten Äußerungen als „Meinungsfreiheit“ gelten.

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