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… Salz der Erde

Posts Tagged ‘Papst Benedikt XVI’

Deutschland pro Papa nicht in Bamberg

Posted by conservare - 16/06/2010

Echt schade. Da ist man mal wieder unverhofft sehr lange nicht im Internet und bekommt gleich wieder so eine ungute Botschaft. Ja, es wäre auch fast zu schön gewesen, wenn es in Bamberg mal wieder so richtig katholisch zugegangen wäre. Hier ist schon lange nicht mehr alles katholisch, wo katholisch draufsteht – meistens sehen die Gebäude nur noch von der Außenarchitektur her „katholisch“ aus. Ich kann mir schon denken, an was oder an wem es letztendlich scheiterte, möchte mich hierzu aber nicht äußern. Vielleicht kann mir Benedetta mal privat und heimlich etwas darüber erzählen. Meine eMail-Adresse steht unter „about“.

Ähm ja, also weiter: für mich ist das tatsächlich eine ungute Botschaft, weil ich echt nicht weiß, ob ich nach München oder Köln kommen kann. Das hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab, die aktuell einfach nicht gegeben sind. Meine Gebete sind dieser Aktion jedenfalls sicher, meine Anwesenheit eben (noch) nicht.

Ich könnte jetzt noch einen Artikel in Roman-Größe schreiben – darüber, wie sehr mich dieser Gschaftlhuber-Katholizismus nervt. Aber ich lasse das. Ich habe ohnehin nicht viel Zeit. Nur einwas möchte ich erwähnen: Bischof Mixa findet so langsam seinen alten katholischen Mut wieder und das finde ich sehr gut. Gebete helfen – wirklich!

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moralischer Morales

Posted by conservare - 18/05/2010

Ich wusste ja gar nicht, dass sich Evo Morales so sehr für das Priesteramt interessiert. Wie kommt er ansonsten denn darauf, von Benedikt XVI. die Aufgabe des Zölibats zu fordern?

Armer Evo – wird es dann doch nichts, mit dem Priestersein. Nun ja, ich bin ehrlich: im Moment habe ich da mehr Mitleid mit dem Heiligen Vater, der sich sowas wohl öfter anhören muss.

Heute fallen die Nachrichten teilweise so missverständlich aus, dass ich zum Beispiel beim Zulehner-Artikel schon eine gewisse Erfüllung meiner Erwartung sah, dass er endlich dem Protestantismus beigetreten ist und nun glücklich werden kann. Hey – warum sonst sollte er sich dermaßen für die hierarchischen Entscheidungen des EKD interessieren?

Meine lieben Leser, das sind typische Dawson’s Creek-Beispiele von: Falsches Fenster! Oder eben: Entschuldigen Sie, aber ich glaube, Sie haben sich in der Tür geirrt.

Heieiei…

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Aus der Papstansprache an die Amerikanische Jugend

Posted by conservare - 16/05/2010

… Der zweite Bereich der Dunkelheiten, die den Geist treffen, der bleibt oft unerkannt und ist deswegen besonders verhängnisvoll. Die Manipulation der Wahrheit verdreht unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit und trübt unsere Phantasie und unsere Strebungen. Ich habe bereits die zahlreichen Freiheiten erwähnt, die ihr zum Glück genießen könnt. Die fundamentale Bedeutung der Freiheit muss strengstens geschützt werden. Es ist daher nicht überraschend, dass, die viele Individuen und Gruppen laut ihre Freiheit einfordern. Aber, die Freiheit ist ein delikater Wert. Sie kann missverstanden oder schlecht gebraucht werden, sodass sie nicht in das Glück führt, dass wir uns alle von der Freiheit erwarten, sondern in ein dunkles Szenario der Manipulation, indem unsere Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung der Welt durcheinander gerät oder gar verzerrt wird, von Leuten die im Geheimen ihre eigenen Ziele verfolgen. Habt ihr gesehen, wie oft Freiheit eingefordert wird, ohne jemals bezug zu nehmen auf die Wahrheit der menschlichen Person. Manche behaupten, die Respektierung der Freiheit des Einzelnen mache die Wahrheitssuche zu etwas Ungerechtem, einschließlich die Frage nach der Wahrheit, was gut ist und was nicht. In manchen Kreisen wird das Reden über Wahrheit als Quelle von Streitigkeiten und Zerwürfnissen angesehen und daher müsse dieses Thema eher der Privatsphäre vorbehalten bleiben. Und anstelle der Wahrheit, oder besser ihrer Abwesenheit, hat sich die Vorstellung breit gemacht, dass man die Freiheit dadurch sichert und dadurch das Gewissen befreit, indem man unterschiedslos allem den selben Wert beimisst. Und das genau nennen wir Relativismus. Aber welches Ziel hat eine Freiheit, die im Leugnen der Wahrheit, das Falsche und Ungerechte verfolgt. Wie vielen Jugendlichen hat sich eine Hand angeboten, die sie im Namen der Freiheit in die Drogensucht geführt hat, zur moralischen oder intellektuellen Verwirrung, zur Gewalt, zum Verlust der Selbstachtung, ja zur Verzweiflung und auf diese tragischer Weise bis hin zum Selbstmord. Liebe Freunde. Die Wahrheit ist nichts aufoktruiertes, noch ist sie einfach eine Ansammlung von Regeln. Wahrheit bedeutet, jemand entdecken, der uns nie verrät. Sie bedeutet jemand entdecken, auf dem wir immer vertrauen können. Durch die Wahrheitssuche gelangen wir dahin, auf der Grundlage des Glaubens zu leben, weil die Wahrheit definitiv eine Person ist, JESUS CHRISTUS. Das ist der Grund, dass authentische Freiheit nicht bedeutet „sich zu entledigen von“, es ist die Entscheidung „einzusetzen für“. Freiheit ist nichts weniger als aus sich herauszukommen und zuzulassen, in das Dasein Christi hineingenommen zu werden. Wie können wir als Gläubige anderen helfen auf dem Weg der Freiheit zu gehen, der zu einer vollen Erfüllung führt und dauerhaftem Glück. …

(Radio Horeb Papstansprache an die Amerikanische Jugend bei seiner Reise in den USA am 19. April 2008)

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Der Versuch einer Aufklärung

Posted by conservare - 07/05/2010

steht heute druckfrisch in meiner Tageszeitung „Fränkischer Tag“.

Ich zitiere aus dem Artikel vom Freitag 7.5.2010, mit der Überschrift „CSU will längere Verjährungsfrist – die FDP bremst“:

(…) Ministerialrat Helmut Seitz erläutert, dass sich die Zahl der Verdachtsfälle gegen kirchliche Mitarbeiter und Amtsträger in den letzten Wochen drastisch erhöht hat, wobei fast ausschließlich die katholische Kirche betroffen ist. Aktuell sind fast 100 Verfahren anhängig, bei denen es etwa zur Hälfte um sexuellen Missbrauch und ansonsten um Misshandlung durch Strafen in Internaten oder an Schulen geht. Über 90 Prozent der Fälle kann aber nicht mehr verfolgt werden, zum Teil wegen des Todes des Beschuldigten, meist aber wegen der Verjährung der Tat. (…)

Nun kann man sich vielleicht ein bisschen vorstellen, was Sache ist. Ein bisschen – mir ist das ehrlich gesagt zu wenig. Wenn ich bedenke, dass über 90 Prozent der Fälle nicht mehr verfolgt werden können, frage ich mich ehrlich gesagt, was der ganze Auftritt eigentlich sollte. Vor allem das Spielchen mit dem Runden Tisch ist da mehr als unverhältnismäßig, aber dass die Kirche in Deutschland da mitspielt, ist ihr dennoch hoch anzurechnen. Wollen die Bischöfe damit doch auch signalisieren, dass es aktuell keinen Hang zur Verschleierung gibt. Dabei ist auch immer zu bedenken, dass in der katholischen Kirche ab 2002 erneuerte Richtlinien eingeführt wurden und sich Joseph Ratzinger als Kardinal sowie als Papst immer für die Aufklärung solcher Fälle und für die Opfer des Missbrauchs (kirchlich oder nicht kirchlich) einsetzte. Sprich die „Institution Kirche“ hat sich für mein Dafürhalten in unserer Gesellschaft, in der der sexuelle Gebrauch von Kindern üblich ist, vorbildlich verhalten, insofern man eine ganze Institution nicht für das Verfehlen einiger ihrer Mitarbeiter von vor 30 oder 20 Jahren in Sippenhaft nimmt. Was aber leider all zu oft in den deutschen Köpfen passiert. Aber hallo, ich kann auch nicht hergehen und als Katholikin sagen: Schafft die Väter ab, denn das Vatersein begünstigt sexuellen Kindesmissbrauch! Na da wär was los. Abgesehen davon würde ich das nie sagen und denken.

Der Punkt ist der, dass man es hier mit Opfern zu tun hat, die wahrscheinlich zu einem hohen Prozentsatz psychische Folgen von dem Missbrauch davongetragen haben. Was diese davon haben, wenn man einen Sündenbock aufstellt – in diesem Falle die katholische Kirche – ist nur eine berechtigte Frage unter vielen. Was diese davon haben, wenn man den Zölibat auflöst, ist eine provokante aber nicht minder berechtigte Frage. Wenn 90 Prozent der Fälle (auch Verdachtsfälle) nicht mehr verfolgt werden können, warum richtet man dann nicht seine Aufmerksamkeit auf das, was jetzt ist? Nämlich auf die Opfer! Warum versucht man nicht endlich einmal diese „Runden Tische“ im größeren Format anzulegen? Warum werden die Verjährungsfristen nicht nach oben gesetzt oder gar abgeschafft? Warum doktert man immer am kleinen Fallbeispiel herum, anstatt die Jagd auf Kinderporno-Ringe zu eröffnen? Denn dass dies ein „Geschäft“ mit Milliardenumsatz geworden ist, sollte uns wirklich alarmieren. Es ist so leicht geworden, im Internet diesen Dreck zu finden und trotzdem soll es angeblich nicht möglich sein, die Betreiber dieser Seiten zu fassen oder diese Seiten zu löschen?

Ich mein, schaut euch um, was in diesem Lande und in eigentlich allen modernen Staaten mit den Kindern passiert. Schaut euch an, wie viele Kinder vermisst werden und wie hoch die Dunkelziffer geschätzt wird. Schaut euch an, wie viele Kinder zum Psychologen müssen und ihr werdet sehen, was die Stunde geschlagen hat.

Sicher muss auch die Kirche dazu stehen, wenn es um dieses Thema geht, denn ihre Mitarbeiter sind nicht über jeden Zweifel erhaben – das ist kein Mensch. Deswegen sollen wir auch auf Gott mehr hören als auf die Menschen, denn Ihm kann man von Anfang an bis zur letzten Stunde vertrauen.

Doch nicht nur die Kirche muss aufpassen, wenn es um dieses Thema geht, sondern eben die ganze Gesellschaft. Ein Bauernopfer auftreiben und es zur Strecke bringen, damit die Leute denken: „so, jetzt haben wir Ruhe“ – das funktioniert vielleicht für eine kurze Dauer, aber spätestens in der übernächsten Generation geht diese Rechnung nicht mehr auf. Heißt es nicht immer: Die Kinder sind unsere Zukunft? Dann sind auch die vielen vielen Opfer des Missbrauchs unsere Zukunft.

Ich empfinde tiefes Mitleid mit allen Opfern! Egal ob ihr Peiniger ein Priester; der Vater; der Onkel oder ein Klassenkamerad war, in jedem Fall ist dieses Verbrechen ein folgenschwerer Einschnitt im Leben eines Kindes. Ich weiß, was das heißt! Und so bete ich im Eingedenk mit Papst Benedikt in erster Linie für die Opfer und dann auch für die Täter. Mögen alle erkennen, dass Jesus Christus in seiner einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche wirkt und uns alle dadurch zum Heil führen möchte.

Ein Priester als Täter ist für uns als Kirche und für den jeweils betroffenen Menschen sehr schmerzhaft, da hier das große Vertrauen, welches ein Schutzbefohlener in einen Hirten der Kirche setzte, über die Maßen missbraucht wird. Schon ein Fall ist zuviel, geschweige denn Dutzende!

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Kondome, Kirchenaustritt, ein mutiger Kuratus und Drohnen

Posted by conservare - 26/04/2010

Kondome:

Manche Briten können es immer noch nicht fassen, dass ein deutschstämmiger und rechtgläubiger Papst ihr Königreich betreten wird. Oh wie schlimm. Ach und Weh. Aus lauter Angst verabschiedet sich nun die vorgetäuschte Kreativität aus den vermeintlich klugen antikirchlichen Köpfen in England. „Gummis im Namen des Herrn“, titelt die Süddeutsche. Man will zur Begrüßung des Papstes demonstrativ eine Homoehe schließen und eine Abtreibungsklinik einweihen lassen, desweiteren soll der Papst für eine Kondom-Kampagne herhalten. Weitere Forderungen kann man hier nachlesen. Und wenn das alles so weiter geht, dann könnte sich das Außenministerium allein für die Entschuldigen ihrer Mitarbeiter und Untergebenen ins Maßlose erschöpfen.

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Kirchenaustritt:

Dann titelt meine Regional-Zeitung: „Gläubige treten in Massen aus“. Ob das jene Gläubige sind, die ich Sonntags wie Werktags in den Kirchen beten sehe? Oder sind es vielleicht jene, die zweimal im Jahr in die Kirche gehen, ausgenommen Hochzeiten, Beerdigungen und Erstkommunionen? Leute, aufwachen! Wie viele Katholiken haben wir in Deutschland? Wieviele davon besuchen regelmäßig eine heilige Messe? Eben. Was genau sagt uns also diese Austrittswelle? Den Bischöfen sagt sie erst einmal, dass es bald weniger Geld geben wird und sie ein bisschen klüger entscheiden müssen, was sie unterstützen und aus welchen Projekten sie sich zurückziehen. Das kann ja erst mal nicht schaden. Mir sagt es vor allem, dass es unglaublich viele Katholiken gibt, die keine Ahnung von der Kirche haben. Ob das immer selbstverschuldet ist, wage ich in einigen Fällen zu bezweifeln. Wenn die Verkündigung nachlässt und Glaubenswahrheiten öffentlich – auch von Bischöfen und Kardinälen – in Zweifel gezogen werden, was erwartet man dann vom ’noch nicht ganz so gläubigen Volk‘? Dass sie sich den Weltkatechismus schnappen und sich selber belehren? Also da muss ich lachen, denn ich durfte Katholiken kennen lernen, die leider nicht einmal wussten, dass es so etwas wie Katechese überhaupt gibt. Oder wenn man in Predigten gegen die Kirche und ihre Satzungen wettert; wenn man die Liturgie vermenschlicht und missgestaltet – was erwartet man von den Menschen, die in ihrem Glauben noch nicht gefestigt sind? Dass sie plötzlich erkennen, wie heilsam die Kirche doch ist, obwohl man all die Aktionen auch nebenan bei den GRÜNEN und Atheisten bekommen könnte? Mein Fazit: Nicht die verjährten Missbrauchsfälle einiger Priester tragen am Austritt die primäre Schuld, sondern der Glaubensschwund,begünstigt durch die laue Verkündigung und solche Pamphlete wie die „Königsteiner Erklärung“. Die diesjährig aufgedeckten und bereits verjährten Fälle des Missbrauchs sind lediglich die Bestatter des vorher gestorbenen Glaubens.

Jetzt ist die Zeit, umzukehren. Wenn Gott nicht durch manche Priester und Bischöfe wirken kann, weil sie ihm jegliche Bereitschaft dazu verwehren, muss Gott dann solche Bekehrungswunder wie – unter anderem – bei mir bewirken? Sind Priester nicht auch dazu da, den Boden für eine tiefe Umkehr zu bereiten? Natürlich werden sich auch dann nicht alle Menschen zu Christus bekehren, das hat der Herr uns nämlich nie verheißen. Aber dass dies mitunter durch Selbstverschulden mitten im Priesterjahr geschieht, ist nochmal eine andere Qualität und der Teufel wird sich irrsinnig darüber freuen.

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ein mutiger Kuratus:

Ein „mutiger“ Kuratus, der reiten kann und in seiner Predigt zum Georgiritt mit der Kirche abrechnet, war meiner Tageszeitung gleich einen großen Artikel wert, um darin Lobeshymnen zu platzieren. Ja eine Sensation! … wäre das, wenn Kuratus Berberich wirklich Mut bewiesen hätte und in diesen Tagen des Kirchenhasses einmal für die Kirche statt gegen die Kirche gepredigt hätte. Ich frage mich, ob man Mut braucht, um der Medien mobilisierten Masse nach dem Mund zu reden? Ich denke nicht. Als Ironie des Schicksals kommt es mir jedoch vor, dass ausgerechnet Kuratus Alexander Berberich eine Zeit lang in meiner Gemeinde tätig war, als ich noch zur Schule ging. Aus meinen Erinnerungen zu schließen, bin ich jetzt ehrlich gesagt sehr positiv enttäuscht.

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Drohnen:

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolf (FDP) erwägt nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“ den Einsatz von unbemannten Drohnen gegen Schwerverbrecher. Eingesetzt werden sollen die Fluggeräte bei „besonderen Gefahrenlagen“, etwa Geiselnahmen und Banküberfälle. Die Drohnen mit einer Spannweite von einem Meter können aus einer Höhe von 200 Metern Vorgänge am Boden präzise filmen oder fotografieren. dpa

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Asche über Europa

Posted by conservare - 20/04/2010

Ach nein, ich habe keine Lust mehr sämtliche Frechheiten und Hasstiraden gegen das Pontifikat Benedikts XVI. hier anzuprangern. Ich bin es leid. Jeden Tag maßt sich ein neuer Kommentator in meiner Tageszeitung Urteilsvermögen über den Papst aus Bayern an. Positive Leserbriefe werden zensuriert oder gar nicht erst abgedruckt – und wenn, dann im Verhältnis eins zu sieben.

Jeden Tag regnet es hämische Berichte über einen 83-Jährigen Mann, der nicht nur geistiges Oberhaupt der Kirche, sondern auch politisch in der Welt ein Staatsoberhaupt ist. Von den Früchten der neuen grün-deutschen Religion namens „Toleranz und Respekt“ ist hier keine Spur. Eher toleriert man noch die Türkei in der EU, als einen Deutschen im Vatikan. Ob man sich aber so eine STÜRMERische Medienkampagne auch gegen Erdogan leisten würde? Ich wette manche Leute haben da schon die Hose voll, wenn sie nur den Namen hören. Da traut sich niemand etwas über die imperialistische Gesinnung dieses Politikers zu schreiben. Solange es aber der Papst ist und sowieso jeder gegen die Kirche aufjault; so lange man also die Mehrheit hinter sich hat, ist es sehr leicht „mutig“ zu werden und es dem Papst einmal so richtig zu geben. Ja, damit befriedigt man heute sein Ego und bekommt die Bestätigung: auch der größte Verbrecher – und wenn ich es selber bin – ist besser als der Papst. Gut, wir sind zufrieden mit uns, denn wir sind selbstgerecht und die anderen sind es, die sich ändern müssen. Die anderen müssen sich unserem Lebensstil anpassen, sonst diffamieren wir sie. Bei den Moslems kuschen wir aber schön. Warum, das weiß nur Frau Roth.

Mein Fazit: Churchill hatte recht. Was ich damit meine, schreibe ich später.

Die Aschewolke über Europa ist jedenfalls ein gewaltiges Sinnbild dafür, was in der Bevölkerung des Kontinents vorgeht. Man sieht diese Wolke von hier unten nicht, aber aus der Vogelperspektive weiß man, dass sie da ist. Wer sich also nicht frei vom irdischen Rotz macht, wird die bedrohliche Wolke gar nicht oder zu spät erkennen und in der Dunkelheit umkommen.

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Dunkle Tage

Posted by conservare - 13/04/2010

Mein heutiges Highlight, welches die Dunkelheit dieser Tage in mir ein bisschen „erleuchtet“, ist dieser Artikel hier mit Papstsekretär Georg Gänswein.

Der Papst ist für Gänswein „ein exzellenter Lehrer“, der die Gabe des Wortes habe und auch das Schreiben lieb. „Er spricht klar und verständlich. Mit seinen Worten füllt er die Herzen.“ Drei Eigenschaften schätzt der Papstsekretär an Benedikt XVI. besonders: „Unerschütterlichen Glauben, demütige Festigkeit, entwaffnende Milde. Er ist sanft in der Art, aber felsenfest in der Sache.“ Abschließend erzählt Gänswein auch, dass er Benedikt weder als Kardinal noch als Papst je schlecht gelaunt erlebt habe. „Er ist im Umgang mit den Menschen immer zuvorkommend und milde.“, erzählt der Papstsekretär.

Ansonsten hört man wirklich sehr viel Schlechtes aus der Medienwelt und es wundert mich nicht mehr, dass gewisse Leute diese Hetze gegen den Papst und gegen die Kirche zum Anlass nehmen, um das Geburtshaus des Papstes zu beschmieren. Bei uns in der Gegend hat man sogar zwei Flurkapellen beschädigt, und auch wenn viele Personen die Augen davor verschließen: Ja, ich bringe das alles mit der beispiellosen und boshaften Medienkampagne gegen die Kirche in Verbindung, denn ich glaube weder an Zufall, noch daran, dass so viele Menschen plötzlich aus heiterem Himmel auf die Idee kommen, ihrem Kirchenhass auf materieller Ebne freien Lauf zu lassen.

Traurig ist das, was aus Deutschland geworden ist. Aber auch in England brüsten sich manche Bürger mit ihrer absichtlich erworbenen Dummheit. Wie man zum Beispiel an der absurden Idee Richard Dawkins sehen kann, der den Papst bei seinem England-Besuch verhaften lassen möchte. Ist das etwa ein verspäteter Aprilscherz? Ein narzistischer Buchautor will ein Staatsoberhaupt verhaften lassen?

Mein Fehler besteht immer darin, dass ich versuche solche Dinge zu verstehen. In Wirklichkeit kann man diese Ausbrüche gegen die Kirche im Kleinen und im Großen jedoch nicht verstehen, weil man das Böse nicht verstehen kann. Vielleicht versteht man aus eigener Erfahrung, dass Menschen sich zum Schlechten hinreißen lassen. Aber man versteht nicht, warum so viele Menschen gegen den Erlöser ankämpfen, den sie doch so dringend brauchen. Wir alle brauchen den Heiland! Es gibt offenbar eine Art „Schleier des Teufels“, der die Herzen und den Verstand der Menschen so sehr verdunkelt, dass sie ihre Erlösungsbedürftigkeit nicht erkennen oder wahrhaben wollen.

Doch muss man letztendlich nur eines wissen: Dem Herrn erging es nicht anders und sogar noch schlimmer – mit unserem Leiden sicher nicht vergleichbar, aber Er hat all das für uns auf sich genommen und für uns den Tod überwunden und den Teufel besiegt, damit wir ewiges Leben haben und schon in diesem Leben frei werden können. Was fehlt, ist allein unser liebendes und demütiges „Ja“ zur Erlösung und unser „Nein“ zum Teufel und seiner Welt. Denn diese Welt ist vom Bösen so durchzogen, wie ein Stück durchwachsener Speck. Manchmal mag einem die Welt trotz allem wie ein einziger Rosengarten vorkommen und dabei merkt man nicht, dass die Dornen dieser Rosen mit Gift getränkt sind.

Es ist bei all diesen Angriffen gegen die Kirche sehr wichtig, dass wir als Christen und insbesonderes als Katholiken die Ruhe bewahren und nicht selber zur Welt-Waffe greifen. Unsere Waffen sind das Wort Gottes; das heilige Messopfer; die Lehre und die Tradition der Kirche sowie der Kirchenväter und wir bekommen alles, was wir in Liebe aber in Deutlichkeit sagen müssen, von Gott. Was zählt ist Gott und nur Gott, denn der Dreifaltige Gott, lebendig und in seiner Kirche wirkend, ist die Wahrheit und die Wahrheit macht uns frei. Wenn wir frei sind, was hält uns davon ab Zeugnis für Jesus Christus zu geben, mit der Aussicht noch mehr Menschen zu befreien, wenn Gott in uns wirkt?

1. Sonne der Gerechtigkeit,
gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an,
daß die Welt es sehen kann.
Erbarm Dich, Herr!

2. Weck die tote Christenheit
aus dem Schlaf der Sicherheit,
daß sie deine Stimme hört,
sich zu deinem Worte kehrt.
Erbarm Dich, Herr!

3. Schaue die Zertrennung an,
der sonst niemand wehren kann;
sammle großer Menschenhirt,
alles was sich hat verirrt.
Erbarm Dich, Herr!

4. Tu der Völker Türen auf;
deines Himmelreiches Lauf
hemme keine List noch Macht.
Schaffe Licht in dunkler Nacht!
Erbarm Dich, Herr!

5. Gib den Boten Kraft und Mut,
Glauben, Hoffnung, Liebesglut,
und lass reiche Frucht aufgehn,
wo sie unter Tränen sä’n.
Erbarm Dich, Herr!

6. Laß uns deine Herrlichkeit
sehen auch in dieser Zeit
und mit unsrer kleinen Kraft
suchen, was den Frieden schafft.
Erbarm Dich, Herr!

7. Lass uns eins sein, Jesu Christ,
wie du mit dem Vater bist,
in dir bleiben allezeit,
heute wie in Ewigkeit.
Erbarm Dich, Herr!

8. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit
sei dem Höchsten allezeit,
der, wie Er ist drei in ein,
uns in ihm lässt eines sein.
Erbarm Dich, Herr!

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Dancing with tears in my eyes

Posted by conservare - 22/01/2010

Mit den aktuellen und wieder aktuell gewordenen Vorwürfen gegenüber der Römisch Katholischen Kirche ist es ein bisschen so, wie es unser Heiland seinen Jüngern damals sagte und so wie ER es uns auch heute noch sagt:

Lukas 7, 32

32 Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen und einander zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte (Hochzeitslieder) gespielt und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen und ihr habt nicht geweint.
33 Johannes der Täufer ist gekommen, er isst kein Brot und trinkt keinen Wein und ihr sagt: Er ist von einem Dämon besessen.
34 Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagt ihr: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder!

Ich beziehe mich da auf verschiedene Dinge. Etwa neulich die Äußerungen von Frau Käßmann, in denen sie der Öffentlichkeit zu verstehen gab, dass sie in punkto Ökumene vom Papst nichts erwartet. Seltsam aber, dass bis heute kaum jemand die wirklichen ökumenischen Leistungen, die der Heilige Geist eben durch die Kirche und durch den Papst wirkte, zu schätzen weiß. Ich denke da an die Annäherung zwischen Ost- und Westkirche; an die Gespräche mit der Piusbruderschaft und vor allem an die Heimkehr vieler Anglikaner in den Schoß der Kirche. Kümmert sich der Papst also um Ökumene, ist das einer Frau Käßmann trotzdem nicht genug, weil es ihrem Bild von Ökumene nicht entspricht. Bringt der Papst einen Teil der Anglikaner ins Boot, nennt Hans Küng das „Piraterie“. Tut Benedikt XVI. von all dem aber nichts, nennt man die Kirche und ihr irdisches Oberhaupt ‚unbarmherzig‘ und ‚elitär‘. Kümmert sich der Papst um die Piusbruderschaft, ist es denen nicht recht, die zwar selbst kein bisschen etwas vom 2. Vatikanischen Konzil verstehen, aber die unbedingte Anerkennung dieses Konzils von anderen fordern. Ganz besonders wird diese Widersprüchlichkeit ersichtlich, wenn Journalisten auf einmal dem Vorgängerpapst nach trauern, während die selben aber zu Lebzeiten mit Johannes Paul II auch nicht zufrieden waren. Dergleichen Beispiele gibt es viele im großen öffentlichen, so wie im kleinen privaten Bereich. Ich denke ihr wisst, was ich meine.

Nun ist es einfach Realität für uns Christen, dass man es der Welt nicht recht machen kann. Versuch es erst gar nicht, sie wird deine Perlen, die du ihr vor die Füße legst, zertreten und dich zerreißen. Oder besser gesagt: aufreiben.

Wenn wir wirklich Christus nachfolgen – und sei diese Nachfolge noch so bescheiden – und wir schaffen es trotzdem noch der Welt alles recht zu machen, dann stimmt etwas nicht mit unserer Nachfolge. Man kann auf der menschlichen Ebne einen friedlichen Dialog fördern; man kann dieses und jenes für gut oder für schlecht heißen und Zustimmung dafür ernten, aber man wird niemals eine Situation vorfinden, in der man es der Welt und ihren Kindern recht machen könnte, ohne vom richtigen Weg abzuweichen. Das ist ganz ausgeschlossen.

Mit den Kindern dieser Welt meine ich in erster Linie nicht einmal Menschen, sondern vor allem das Denken und das Fühlen, welches sich die Menschen aus dem Fundus der vom Bösen durchseuchten Welt angeeignet haben. Und auch Christen verleiben sich diese weltlichen Errungenschaften, die vor Gott Torheit sind, als Gift in geringen Dosen ein. Sie schweben sogar in besonders großer Gefahr, da sie eben nicht von dieser Welt sind und gerade für Satan eine willkommene Herausforderung darstellen. Ja – wir wissen doch wie das ist: Wenn ein Mensch dabei ist, der Welt zu entsagen, dann bietet die ganze Hölle erst recht noch all ihre Kräfte und Dämonen auf, um auch jenen vom Wege abzubringen.

Um auf das Evangelium zurückzukommen: Mir scheint es ist das liebste Spiel des Teufels, dass er Christen dazu bringt den Irrweg der Welt mit zu gestalten, in dem sie sich bereitwillig im Spagat zwischen Himmel und Erde regelrecht aufreiben lassen. Das heißt konkret: in dem sie wider aller Warnungen des Herrn dennoch versuchen, zwei Herren gleichzeitig zu dienen.

Sie versuchen zu tanzen und weinen zugleich. Da fragt man sich, was denn schwieriger ist: der Welt gerecht zu werden, oder das Streben nach Heiligkeit. Gäbe es eine klare Trennlinie zwischen den Kindern dieser Welt und den anderen, wäre der Weg zur Heiligkeit vielleicht nicht so schwer. Aber diese Trennung gibt es nicht: Unkraut und Weizen stehen auf einem Feld bis kurz vor der Ernte unterschiedslos dicht beieinander und der Riss zwischen Babylon und dem Himmelreich geht – wie Pater Deneke es einmal sagte – mitten durch unser Herz.

Lasst uns doch auch vor allem für diese Menschen und für uns beten, dass dieser Weg der Welt nicht unserer und auch nicht der ihrige sein möge.

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