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Religionsunterricht – das unterschätzte Sorgenkind

Posted by conservare - 13/07/2010

Gerade eben las ich diesen Brief von einem 15-jährigen Mädchen, welches sich mehr als besorgt über den Religionsunterricht äußert.

Manche Leute äußerten hingegen etliche Bedenken, ob dieser Brief nun authentisch oder das Mädchen fiktiv ist und der Brief nur als das Sprachrohr unzufriedener Erwachsener dient. Nun, man kann gerne weiter das nette Spielchen „Kopf in den Sand stecken“ spielen, aber wie wäre es mit einer Abwechslung? Ich mein, mir ist es einerlei, ob sich jemand hinter dem Pseudonym einer 15-Jährigen Luft machen wollte, oder ob hier tatsächlich eine 15-Jährige am Werke war. Fakt ist doch einfach mal, dass die Vorkommnisse, die im Brief geschildert wurden, nicht aus der Luft gegriffen sind. Schon lange höre ich Kinder und Eltern über das Sorgenkind „Religionsunterricht“ reden. Manch eine resolute Mutter beschwert sich direkt, manch andere schweigen. Aus Angst? Aus Gleichgültigkeit? Ich weiß es nicht. Für mich steht nur fest, dass wir in diversen Konzepten des Religionsunterrichtes regelrechte Glaubenszerstörer an der Backe haben und die müssten wir dringend loswerden.

Die Bildung im Glauben, insbesonderes bei den Getauften, ist heute wichtiger denn je! Doch immer mehr hört man von katholischen Religionslehrern, die selber nicht an das glauben, was sie lehren müssten und deswegen auch einen Bogen darum machen oder einfach einen Schmarrn erzählen. Längst sind nicht alle Lehrer hier einzustufen, aber man vernimmt eine ungute Entwicklung. Das ist eine bittere Not, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen darf!

Umso mehr muss man auf jene Religionslehrer staunend und dankbar blicken, die gegen den Strom schwimmen und den Kindern das beibringen, was sie über ihren eigenen Glauben wissen sollten. Ich kenne zwei solcher Lehrer aus dem Internet und kann nur sagen: Hut ab, macht bitte weiter so!

Dennoch, der Religionsunterricht und die Ausbildung könnte reformiert werden. Man könnte dieses Fach auch abschaffen und eine Alternative aufbauen. Wie wäre es etwa mit einer Art „Sonntagsschule“ in der Pfarrei? In Amerika scheint das auch heute noch zu fruchten, warum nicht auch hier, wo wir sowieso schon amerikanische Verhältnisse haben, wenn wir von der vielfältigen Bevölkerung sprechen? Von schlechter Katechese geht immerhin eine Gefahr für das Seelenheil aus, also muss gehandelt werden.

Die Frage ist nur: warum unternehmen gerade jene Leute, die etwas ändern könnten, fast gar nichts? Und allgemeiner gefragt – ist es noch sinnvoll, in einem Staat wie Deutschland oder Österreich auf breiter Ebne für einen guten Religionsunterricht zu kämpfen, oder ist hier der Zug lange schon Richtung Diaspora abgefahren? Man muss bedenken, dass sich die Bevölkerung und der allgemeine Konsens dieser Bevölkerung in den letzten 50 Jahren rasant geändert hat und dass die Argumente mancher Gegner schon jetzt lauten: wenn es immer weniger Christen gibt, dann brauchen wir auch keine Rücksicht auf deren Bedürfnisse im Schulunterricht zu nehmen.

Tja, quo vadis?

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