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… Salz der Erde

Archive for the ‘Kultur des Lebens’ Category

Was zu einer Kultur des Lebens beiträgt

Emmi und Marie sind da!

Posted by conservare - 03/04/2010

Meine Zwillings-Nichten Emmi und Marie kamen am 24.03.2010 auf natürlichem Wege zur Welt, dafür aber 21 Tage zu früh. Nun müssen die Beiden noch eine Zeit lang in der Klinik verbringen. Aktuell haben sie die Gelbsucht, soweit sind sie aber gesund und meine Freude, sowie mein Stolz auf die frischen Eltern, ist sehr groß. Vor allem danke ich Gott, dem Herrn und Schöpfer, der diese zwei Mädchen nicht nur einem Ehepaar, sondern ganz vielen Familienmitgliedern und Familienfreunden anvertraut hat. Es ist ein großes Geschenk an den Menschen, dass er bei der Schöpfung eines neuen Menschen mitwirken darf und so zu sagen mit Gott auf tiefster Weise zusammenarbeiten kann. Es ist aber auch ein großes Geschenk an alle Menschen, die der frischgebackenen Familie nahe stehen. Diese Menschen werden auch zu einem gewissen Teil in der Verantwortung stehen und Verantwortung für einen Menschen zu haben, ist etwas ganz Großes.

Gewiss ist es nicht immer einfach Verantwortung zu tragen und oft hat man in schwierigen Situationen mit sich selbst zu ringen, inwiefern man den Kindern etwas zumuten kann oder nicht. Dies gilt in erster Linie für die Eltern, aber dann auch für alle beratenden oder miterziehenden Verwandten und Freunden. Da sehe ich vor allem in der aktuellen Situation in Deutschland einige Schwierigkeiten auf meine Schwägerin und meinen Bruder zukommen, denn ich empfinde dieses Land immer mehr als kinder- und familienfeindlich. Trotzdem oder gerade deswegen ist es das Beste jetzt Kinder zu haben. Manche werden mich für verrückt halten, aber ich denke es ist gut in dieser Zeit Kinder zu haben, weil es immer gut ist dem Leben eine Chance zu geben und letztendlich ist nur das die richtige Kur gegen das kinderfeindliche Klima in unserem Lande: Kinder!

Und wenn es arme Menschen da draußen gibt, die etwas von Überbevölkerung faseln, dann tun sie das nur, weil sie sich auf einem gefährlichen Irrweg befinden, der letztendlich nicht einmal ihr eigenes Leben legitimiert. Das gibt keiner der Ideologen zu, aber sie wissen es und deswegen verhalten sie sich dem Leben gegenüber so aggressiv, weil sie es an sich selbst nicht schätzen können. Dabei könnte dieser Planet theoretisch die doppelte Zahl der momentanen Bevölkerung ernähren und verkraften, sofern sich die Menschen besser miteinander arrangieren würden, anstatt die Natur für den Vorteil einer Minderheit auszubeuten. Irgendwie erinnert mich das Gerede über die angebliche Überbevölkerung auch immer an eine Art „Torschusspanik“. Überbevölkerungs-Theoretiker, die von sich sagen sie seien Umweltschützer, haben in Wirklichkeit einfach nur Angst in Zukunft zu kurz zu kommen.

Aber um auf das Leben zurück zu kommen; was würde ich dafür geben, auch Mutter werden zu können… meine lieben Geschlechtsgenossinnen, die ihr einen Mann habt: verbündet euch mit dem Leben!

Ich hoffe und bete dafür, dass meine Nichten die ersten drei Jahre zu Hause bei Mama bleiben dürfen, vielleicht möchten meine Leser auch für mich in diesem Anliegen beten, es würde mich sehr freuen.

Am Familienleben sehe ich immer, wie ernst Gott den Menschen nimmt. Die Familie ist eine unerklärliche Vereinigung, wie es auch die Kirche als Familie Gottes im Großen und Ganzen ist. Das vierte Gebot ist nicht nur auf den Vorteil der Eltern aus, sondern es denkt auch an das Wohl der Kinder und es ist zusammen mit dem ersten Auftrag Gottes an die Menschen – nämlich fruchtbar zu sein und sich zu vermehren – die Stiftung der christlichen Familie. Jesus Christus hat die Familie geheiligt und wir dürfen sie um keinen Preis der Welt aufgeben. Christen, die selbst keine Familie gründen konnten, sind davon nicht ausgenommen die Familie zu schützen und man sollte diesen Christen nicht vorwerfen, keine Familie gegründet zu haben.

In diesem Sinne: Feiert das Leben und ab Morgen ist es wieder in aller Munde:

JESUS LEBT!

Frohe Ostern euch allen.

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Können wir das Ruder noch herumreißen?

Posted by conservare - 21/02/2010

Um was geht es in dieser Umfrage?

Die erste Umfrage behandelte die Frage nach dem Bedarf einer allgemeinen Umkehr zur christlichen Kultur. Die nächste Umfrage zum gleichen Thema handelt über die Möglichkeit einer Umkehr und über die Machbarkeit einer großflächigen Evangelisierung, die dann im Idealfall das Ruder noch einmal herumreißen kann, damit wir von einer Kultur des Todes zu einer Kultur des Lebens kommen.

Einige Christen tragen die große Hoffnung in sich, dass man das „christliche Abendland“ noch retten könne, sofern man den eigenen Glauben erneuert, selber umkehrt und zum Bekenner wird. Durch ein rechtschaffenes Leben vor Gott bestünde die Möglichkeit als gutes Beispiel voran zu gehen, um somit wieder eine Gesellschaft nach christlichen Werten aufzubauen. Man müsse sich dann natürlich auch in der Politik einbringen und überall Christus in den Mittelpunkt stellen, sei es in der Schule oder auf der Arbeit. Diese Aussicht käme jener Erweckung gleich, die man nach dem 2. Konzil in Form eines zweiten Pfingsten erwartete und welche alle Christen aufrütteln sollte. „Weg von der Volkskirche, hin zur Bekennerkirche“ hieß es damals noch.

Wieder andere Christen hegen eine ähnliche Hoffnung, sehen aber vor sich einen großen Berg, den es da zu überwinden gilt und dies wäre wohl nicht ohne Vergießen von Märtyrerblut möglich. Jene sehen demgemäß schreckliche Ereignisse vor sich liegen, aber mit Blick auf dem danach erhofften Aufschwung des Christentums, könne man einigermaßen positiv in die Zukunft blicken.

Und so weiter…

Es gibt dazu wirklich die verschiedensten Auffassungen und ich möchte diese nicht mit Worten wie „optimistisch“ oder „pessimistisch“ bewerten, sondern vielmehr wunder ich mich über diese Bandbreite an Aussichten für das christliche Abendland. Es ist ja wirklich alles dabei – vom Wiederaufbau bis hin zum totalen Untergang. Mir geht es hier jetzt auch weniger um gute Hoffnung versus böse Realität, sondern mir geht es um das Gesamtbild. Hoffnung bedeutet nicht nur, dass man die Aussicht darauf hat in diesem Leben noch ein tolles christliches Land zu erleben, sondern Hoffnung kann auch jene auf die Wiederkunft des Herrn sein.

Ich bin wieder einmal sehr auf die Ergebnisse gespannt und bedanke mich schon einmal für eure Teilnahme!

PS: Die erste Umfrage ist immer noch offen.

PPS: Langsam macht mir das Spaß. WordPress hat so ein tolles Umfrage-Tool und man fühlt sich doch richtig „interaktiv“ 😀 außerdem ist es interessant zu wissen, in welche Richtung die Meinungen meiner Leser gehen. Ich werde das auf jeden Fall fortführen.

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Brauchen wir eine christliche Kulturrevolution?

Posted by conservare - 20/02/2010

Um was geht es in dieser Umfrage?

Ich weiß, es ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt während der Fastentage eine Umfrage zu starten. Viele Leute schränken ja gerade jetzt ihre Aktivität im Internet ein. Trotzdem komme ich irgendwie nicht drum herum (auch durch Elsas heutigem Beitrag inspiriert) eine etwas größere Umfrage zu starten. Um die ganze Aktion ein bisschen auszudehnen, eröffne ich demnächst eine neue Unterseite in der obigen Spalte namens: Umfragen. Dort bringe ich dann alle Umfragen unter, die sich im Laufe der Zeit hier ansammeln werden.

Wie es die Überschrift vermuten lässt, geht es mir in meiner ersten Umfrage um die christliche Kulturrevolution. Wer mit diesem Begriff nichts weiter anzufangen weiß, der sei auf die zahlreichen Beiträge auf Gloria.tv und kathtube.com mit Gabriele Kuby, Christa Meves, Weihbischof Laun und Alexandra Maria Linder verwiesen. Besonders bei Christa Meves und Gabriele Kuby finden wir am meisten den Gedanken der christlichen Kulturrevolution investiert. Beide Frauen sind Mütter. Beide veröffentlichen Bücher, Broschüren, Organisationen und Artikel nahezu am laufenden Band und beide sind wissenschaftlich sehr engagiert und – was noch wichtiger ist – informiert. Frau Kuby als Soziologin und Frau Meves als Psychologin. Alexandra Maria Linder dürfte für Viele aus der Pro Life-Bewegung eine bekannte Persönlichkeit sein. Nicht zuletzt durch das Buch „Geschäft Abtreibung“. Den Salzburger Weihbischof Laun kennt wohl auch jeder, der regelmäßig die Nachrichten auf kath.net verfolgt. So viel ich weiß, wurde dieser Begriff auch auf den zahlreichen Treffpunkten von „Kirche in Not“ verbreitet. Wer will, kann sich also im Handumdrehen mit allem, was damit zu tun hat, vertraut machen. Material dazu gibt es im Internet wirklich haufenweise.

Die Probleme unserer Gesellschaft und der aktuell vorherrschenden Kultur, auf die die christliche Kulturrevolution die Antwort sein soll, kennen eigentlich alle Christen. Sofern sie mit offenen Augen durch die Welt gehen. Es sind hauptsächlich – um es kurz anzureißen – die Merkmale einer Kultur des Todes: Frühsexualisierung der Kinder; flächendeckender Einsatz von chemischen und technischen Verhütungsmitteln; die Zerstörung der Ehe und der Familie; die großflächige Sexualisierung der gesamten Gesellschaft und als Konsequenz daraus die Abtreibung sowie aus deren Konsequenz heraus die Euthanasie. In aller Munde ist auch bereits die demographische Krise, die vor den Türen einiger europäischer Länder steht.

Man könnte sagen, dass eine christliche Kulturrevolution die logische Folge sein muss, da all diese Kennzeichen einer Kultur des Todes größtenteils in einer Zeit auftauchten, als die Gesellschaft immer gottloser oder religiös uninteressierter und lauer wurde. Damit sind nicht nur die letzten 40 Jahre gemeint! Wer die Geschichte Deutschlands zurückverfolgt, wird unweigerlich feststellen, dass der massenhafte Abfall vom Glauben schon im 18. Jahrhundert quasi vorprogrammiert war. Menschenfeindliche Ideologien gärten in der gefallenen Menschennatur ja schon immer, auch lange vor dem 18. Jahrhundert. Aber diese Zeit sehe ich gerade im Bezug auf Deutschland und eigentlich auf ganz Europa in der Rolle als „Samenspender“ für die menschenverachtenden Auswüchse in der Moderne und in der Postmoderne. Viele heutige Ideologien finden ihren Nährboden in weit zurückreichende Jahrhunderte, teils auch in der Antike. Aber ich denke wir müssen gar nicht bis zum goldenen Kalb oder bis zur Anbetung des kinderfressenden Molech zurück gehen. Wir wissen ja, wie der Tod in die Welt kam.

Gehen wir jetzt also davon aus, dass die heutige Gottlosigkeit aus einem schleichenden Prozess über die Jahrhunderte verteilt hervorgegangen ist, stellt sich nun die Frage: Wenn diese Entchristlichung schon so lange gedauert hat, lohnt es sich dann überhaupt jetzt erst zu versuchen, das Ruder herumzureißen? Soll man nicht lieber der Geschichte ihren Lauf lassen und warten, bis die Stunde der Christen erneut schlägt? Oder soll man einen mühsamen, langen und ungewissen Weg beschreiten, um eine Gegenkultur – also eine Kultur des Lebens basierend auf dem christlichen Menschenbild – aufzubauen? Ist eine Kulturrevolution möglich, wenn man bei sich selber anfängt und sein Leben betend nach den Geboten Gottes ausrichtet?

Und hier möchte ich eure Meinung wissen. Ich hoffe auf rege Teilnahme.

EDIT:

Weil es beim Wort ‚Kulturrevolution‘ im Zusammenhang mit dem Wort ‚christlich‘ einige Probleme gab, möchte ich den Begriff jetzt erst einmal meiden.

Zwar ist das Wort ‚Revolution‘ sehr herausfordernd und prägnant, aber im oben genannten Zusammenhang bedarf es scheinbar einer größeren Erklärung und ich finde das viel zu kompliziert. Warum also nicht einfach selbsterklärend. Mal sehen.

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Leben ohne Liebe ist sinnlos

Posted by conservare - 01/02/2010

Paulus an die Korinther (1.Kor13,1ff):

Ich zeige euch jetzt einen anderen Weg,einen,der alles übersteigt:
Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete,
hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste
und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße
und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht,
wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte,
und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe,
hätte aber die Liebe nicht,nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil,
lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand….
Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse,
dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht..
Für jetzt bleiben Glaube,Hoffnung,Liebe,diese drei;
doch am größten unter ihnen ist die Liebe…

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.

Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.

Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.

Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll.

Klugheit ohne Liebe macht gerissen.

Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.

Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.

Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.

Macht ohne Liebe macht gewalttätig.

Ehre ohne Liebe macht hochmütig.

Besitz ohne Liebe macht geizig.

Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

Leistung ohne Liebe macht brutal.

Urteilsfähigkeit ohne Liebe macht unweise.

Wahrheit ohne Liebe macht eitel.

Können ohne Liebe macht egoistisch.

Eifer ohne Liebe macht eifersüchtig.

Vergebung ohne Liebe macht nachtragend.

Erfolg ohne Liebe macht einsam.

Leiden ohne Liebe macht bitter.

Überlegenheit ohne Liebe macht ironisch.

Spontanität ohne Liebe macht unduldsam.

Gehorsam ohne Liebe macht sklavisch.

Leben ohne Liebe ist sinnlos.

by Günther Lazik

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Zum Nachdenken

Posted by conservare - 26/01/2010

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien.
Mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit.
Mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen.
Mehr Experten, aber größere Probleme.

Wir rauchen und trinken zu viel, lachen zu wenig,
fahren zu schnell, regen uns zu schnell und zu sehr auf,
bleiben zu lange auf, stehen zu müde auf, lesen zu wenig,
sehen zu viel fern, beten zu selten.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht,
aber unsere Werte reduziert.
Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient,
aber nicht mehr wie man lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt,
aber nicht den Jahren Leben.

Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr
an die Tür der Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert,
aber nicht den Raum in uns.
Wir können Atome spalten,
aber nicht unsere Vorurteile.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist,
etwas im Schaufenster zu haben statt im Laden.
Wo moderne Technik einen Text wie diesen
in Windeseile in alle Welt tragen kann.

Und wo Sie die Wahl haben:
Das Leben ändern – oder den Text löschen…

David Riedl OSB

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Unschuldige Kinder

Posted by conservare - 28/12/2009

Zum heutigen Gedenktag der Unschuldigen Kinder, möchte ich die eigene Gebets-Intensität gegen das himmelschreiende Unrecht der Abtreibung erneuern. Es ist dies eine wichtige Angelegenheit der Kirche und muss weiterhin hohe Priorität haben. Denn wir sind keine Kindermörder und wir unterstützen auch keine Kindermörder. Das ist mitunter das, woran man früher die Christen in einer heidnischen Gesellschaft erkannte: Sie töten keine Kinder – seien sie noch so sehr arm oder behindert. Die Heiden hingegen setzten nicht nur ihre Kinder aus, sondern töteten oder opferten sie ihren Götzendämonen. Es hat also sehr wohl etwas mit unserem Glauben zu tun, inwiefern wir zum Leben und zu den Kindern, die Gott uns schenken will, stehen. Ich hoffe und bete, dass sich das im kommenden Jahr massiv in den Herzen und Köpfen der Menschen einprägt, sonst erleben wir in Deutschland den gleichen Dammbruch wie in Österreich mit der rezeptfreien Abtreibungspille.

Heute opfert man in unserer Gesellschaft wieder offiziell Kinder. Und zwar besonders die Ungeborenen, aber auch jene Kinder, die verwahrlosen und dieser sexualisierten und gottlosen Gesellschaft wehrlos ausgeliefert sind. Ihrerseits wird ihnen das Potential der Vernichtung ihrer eigenen Kinder von Haus und Schule aus eingeprägt. Oft sind die eigenen Eltern machtlos gegen die sexuelle Prägung im sogenannten ‚Aufklärungsunterricht‘ und müssen mit Strafen rechnen, wenn sie ihre Kinder verschonen möchten.

Die Unschuldigen Kinder, die damals auf Herodes Befehl hin getötet wurden, werden in der Kirche seit vielen Jahrhunderten als Martyrer verehrt. Die Eltern dieser Kinder mussten sehr unter der Verfolgung ihrer Babies leiden! Aber die heutigen Kinder, die bereits schon im Mutterleib getötet werden, sterben anonym. Ihre Eltern kannten weder die Gesichter, noch ihre Stimmen. Sie hören und hörten nicht die Schreie und das Weinen ihrer sterbenden Babies. Sie glauben es sei ihre freie Entscheidung gewesen, oder sie glauben, dass sie keine andere Wahl hatten, als ihr eigenes Fleisch und Blut töten zu lassen. Dies macht die heutige Abtreibung zu einer noch perfideren Ausführung des Herodes-Auftrages.

Millionen Ungeborene sind bedroht, aber die Statistik der auf diesem Wege getöteten ungeborenen Kinder will man bewusst verschleiern und gar abschaffen, damit nur ja keiner sieht, dass mittlerweile mehr Menschen an Abtreibung starben, als am zweiten Weltkrieg! Es könnten ja sonst die Menschen, die noch Herz und Hirn haben, das große Unrecht der Abtreibungslobby erkennen! Die Frauen die so verzweifelt sind, dass sie abtreiben, sind für diese Lobby ein gefundenes Fressen. Diese Abtreibungskliniken bieten der werdenden Mutter an, die „Drecksarbeit“ zu erledigen. Mit dem Post Abortion Syndrom werden diese Frauen allein gelassen. Worin bestand nun die ‚Hilfe‘? Man hilft einer Frau nicht, indem man ihr Baby tötet, sondern indem man die Frau und das Kind grundlegend unterstützt. Dazu kann ein Fond angelegt werden und die Christen müssten noch christlicher werden, damit sie auch wirklich helfen und nicht nur sagen: „Der Staat macht das“. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten um solchen Frauen in Not zu helfen. Wer nur den Tod als Lösung parat hat, ist das Werkzeug des Teufels, denn alles was ihm untersteht, will zum Tode und nicht zum Leben.

Es ist auch eine Prüfung unserer Zeit, nämlich dass wir Christen nicht wegschauen und nicht die werdenden Mütter (auch Väter) mutlos in die Arme der Tötungsärzte laufen lassen!

Fürbitten zum Schutze ungeborenen Lebens

Allmächtiger und barmherziger Gott, Du hast den Menschen als die Krone der Schöpfung erschaffen. Heute hat sich die Menschheit weit von Dir und Deinen Geboten entfernt. Ungeborenes Leben wird überall in der Welt getötet, auf grausame Weise vernichtet.

So bitten wir Dich durch Deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, auf die Fürsprache Seiner Heiligsten Mutter sowie aller Engel und Heiligen:

Schenke in Deiner Gnade allen werdenden Müttern die Erkenntnis, daß ihr Kind von der Empfängnis an ein wahrer Mensch ist und daß jede Art von Tötung dieses menschlichen Lebens ein schwerer Verstoß gegen Gottes Gebot ist.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Steh allen Ärzten bei, daß sie jedes menschliche Wesen, auch das ungeborene, unter allen Umständen als Dein Ebenbild schützen.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Führe alle jene, die die Tötung menschlicher Geschöpfe vermitteln oder durchführen, zur Erkenntnis, daß sie sich ihrer Schuld bewußt werden und wieder Versöhnung mit Dir suchen.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Sei den Frauen nahe, die ein hilfloses Kind in ihrem Leib töten ließen; laß sie die Gnade annehmen, sich zu bekehren und sich im Sakrament der Buße mit Dir zu versöhnen.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Erleuchte alle Eltern, Freunde und Ehemänner schwangerer Frauen, daß sie niemals Mithilfe zur Tötung von Ungeborenen leisten, sondern sie im „Ja“ zu dem in ihrem Schoß empfangenen Kind bestärken.

Wir bitte Dich, erhöre uns!

Hilf den Politikern, daß sie alle Gesetze im Licht der Gebote Gottes beschließen und Gesetze, in denen menschliches Leben preisgegeben wird, wieder korrigieren.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Gewähre den Kindern, daß sie auch in der Schule zu christlichen Werten und großer Ehrfurcht vor dem Geheimnis menschlichen Lebens geführt werden.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Stärke die junge Generation, daß sie sich die richtungsweisenden Worte der Kirche über die menschliche Geschlechtlichkeit zu eigen macht und sich entschließt, danach zu leben.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Gütiger Gott, leite uns alle an, daß wir uns bemühen, selber nach dem Evangelium und Deinen Geboten zu leben. Hilf uns, daß wir ungeborenes menschliches Leben mit aller Entschiedenheit verteidigen und einen Teil der Schuld, die hier auf der Menschheit lastet, durch Gebet und Opfer verringern helfen.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen

(Mit kirchlicher Druckerlaubnis Nr. 126, Kath. Pfarramt St. Bruder Klaus, München.)

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Lasst die Kinder zu mir kommen

Posted by conservare - 09/11/2009

Gott in der Kindheit

Es ist mir heute ein Anliegen, vom Gottesbezug in der Kindheit zu erzählen. Auch weil ich selbst Tante von – noch ungeborenen – Zwillingen bin, beschäftigt mich die Kindheit und das Verhältnis zu Gott sehr. Gerne lese ich auch über die Wege meiner Leser, die sie als Kind mit Gott beschritten haben. Ein Potpourri verschiedener Gottesbetrachtungen aus der Kindheit wäre sehr schön!

Bald haben wir Advent und diese Zeit bedeutet für uns das große Warten auf den Herrn und die vorfreudige Erwartung des Hochheiligsten Kindes, des Jesuskindes. In dieser Zeit können wir leichter als sonst in ein kindliches Erleben eintauchen, weil wir wissen: Ja, es gibt Jemanden, der wird immer größer, erwachsener aber auch demütiger, erbarmungsvoller und liebreicher sein, als wir. Er wird auch immer kleiner und dadurch größer sein, weil er Gott ist, der sich zum Menschen, zum Säugling für uns gemacht und uns durch seinen Tod und seine Auferstehung erlöst hat. Dieser Jesus Christus ist es, der immer näher in unsere Welt kommt. Daran sollen wir vor allem im Advent denken.

Dieses kindliche Warten, die Erwartung ist es, die mich früher als Kind eifrig, ja gar fiebrig gepackt hat. Es waren nicht die Geschenke, die mich in so einen Zustand versetzten. Einmal bekam ich von meiner Patin nur ein paar bunte Filzstifte. Aber was solls? Ich hatte nie einen Wunschzettel, sondern bin mit der Aussage aufgewachsen, dass das Christkind etwas für mich mitbringt. Das genügte mir – die ich als Mädchen die alten Klamotten meiner Brüder auftragen musste – vollkommen. Was ich zu Weihnachten bekommen würde, wusste ich daher nie und trotzdem ahnte ich, dass mir das Christkind etwas ungeheuer Schönes mitbringen wird. Wenn ich heute darüber nachdenke, dann war meine Vorfreude auf die Heilige Nacht eigentlich immer wesentlich größer als die Freude, die den materiellen Geschenken galt. Zumindest in meinem Vorschulalter. Die Vorfreude gipfelte nicht in die Freude über die Geschenke, sondern einfach nur darin: Jetzt ist Weihnachten! Jetzt stellen wir die Krippe auf und legen Abends das Jesuskind in die Miniaturen-Futterkrippe. Viele Kerzen werden in der Kirche entzündet und die Erwachsenen singen himmlische Lieder. Einmal nahm ich am Vortag des Heiligen Abends einen kleinen Engel aus Wachs in die Hand und tanzte damit prozessions-artig in der Wohnung umher. Und einmal steigerte ich mich in die Zeit vor Weihnachten so hinein, dass ich am Heilig Abend sogar krank wurde und noch am selben Tag ins Krankenhaus musste. Nichts Schlimmes, mein Schutzengel war ja da. Überhaupt der Schutzengel, der war für mich ein großer Trost, weil ich ein ängstlich geplagtes  Kind war, welches überall Geister und Monster sah.

Ja, ich habe wirklich gute Erinnerungen an diese vier oder fünf Jahre meines Lebens, in denen ich kindlich auf Gott schaute. Meine Eltern nahmen mich schon als Kleinkind mit zum Gottesdienst und ich war besonders von den Ministranten angetan. Immer wenn sie sich vor dem Altar auf die Kissen knieten, wusste ich: jetzt bimmeln gleich wieder die Glöckchen. Zuhause habe ich mir sogar eine kleine „Kirche“ eingerichtet. Mit Wachsmalkreiden malte ich ein Kreuz an die Wand und spielte dann einfach „Gottesdienst“. Daraus kann ich heute schließen, dass der Glaube und der Gottesdienstbesuch eine zentrale Rolle in meiner Kindheit spielte.
Wie es dann dazu kommen konnte, dass ich später all das für Humbug hielt, ist eine andere Geschichte. Jetzt geht es mir nur um die vier oder fünf Jahre kindlichen Erlebens in einer mehr oder weniger katholischen Familie.

Wie war das? Wie betete man als Kind zu Gott? Für mich war es immer der „Liebe Gott“ und wenn ich zu ihm betete, schaute ich wie selbstverständlich auf das Kruzifix an der Wand. Wer mir beigebracht hat, dass man so zu Gott betet, weiß ich nicht. Ich gehe davon aus, dass man einem Kind das gar nicht so streng beibringen muss, weil es selber versteht, dass es einen Höheren gibt, wenn sich sogar die Knie der Eltern vor dem Kreuz oder dem Tabernakel beugen. Wichtig ist, dass die Eltern Gott wirklich einen guten Gott sein lassen aber auch erwähnen, dass es Dinge gibt, die Gott – gerade weil seine Liebe so groß ist – schmerzen. Nämlich die Sünden, mit denen wir uns selber weh tun. Nie sollte man den Schöpfer als eine Art Erziehungsmittel „gebrauchen“. Das richtet in der Seele sehr viel Schaden an und Gott ist nicht „gebrauchbar“ und auch kein nützliches Mittel zum Zweck. Ohnehin hieß so ein Gebrauch auch immer Missbrauch. Ein Kind soll ob der Tatsache, dass Gott alles sieht, keine Angst bekommen, sondern sich darüber freuen und Vertrauen fassen.

Meine eigene Art auf Gott zu schauen, hat in mir einen Eifer ausgelöst, der mich als Fünfjährige zu einer regelrechten Moralpredigerin werden ließ. Na immerhin kann man den Namen Monika auch vom lateinischen monere = Ermahnen ableiten. Ich erinnere mich, dass ein Verwandter einmal etwas sagte, was mir als falsch erschien und ich schloss die Augen und sagte: „Hör bloß auf so etwas zu sagen, ich hör schon die Englein singen“. Was genau ich damit meinte, weiß ich nicht mehr. Vielleicht dachte ich, dass die Engel besonders laut vor Gott singen, wenn ein Mensch etwas Unrechtes über Ihn sagt. Kindliche Vorstellungen halt 🙂

Der Glaube an Jesus Christus hat mir vor dem Eintritt in die Schule sehr viel bedeutet. Er hat mich nie im Stich gelassen. Doch plötzlich, als ich mich im Vergleich mit so vielen Kindern meiner Klasse sah, fing ich an traurig zu werden: Ich wollte genauso reich sein, wie meine Schulkameraden. Ich wollte auch ans Meer fahren, viele Spielsachen haben und jedes Wochenende einen Ausflug machen. Aber das war bei uns nie drin. Erst als mein Vater den Bauernhof aufgab und ich erwachsen und atheistisch war, haben wir verschiedene Reisen unternommen.

Man sieht es an mir sehr gut: eine christliche Erziehung ist auch keine Garantie dafür, dass man nicht eines Tages doch vom Glauben abfällt. Dennoch, nach Jahren habe ich wieder zu Jesus Christus zurück gefunden und ich könnte heute nicht sagen „zurück“, wenn ich nicht als Kind bei ihm gewesen wäre. Allein das ist ein Geschenk, dass ich „zurück“ sagen kann!

Was ich mit meinem Beitrag noch erwähnen möchte, ist folgendes: Kinder verstehen die Sache Jesu besser, als sich das manche Eltern vorstellen können. Gerade Kinder haben, besonders wenn sie getauft sind, sehr leichten Zugang zum Transzendenten und ein Gespür für das Sakrale. Sie teilen sich die Welt um sich herum noch nicht mit dem bloßen Verstand in logische und all zu logische Realitäten ein. Sie sind mit der göttlichen Realität mehr verbunden, da der Schleier zwischen Gott und Mensch seit der Zeugung des neuen Lebens noch sehr dünn ist. So zumindest meine Erklärung. Ein kleines Kind oder ein Neugeborenes „riecht“ so zu sagen noch sehr stark nach den eigentlichen Schöpfer, der die Seele in das Kind einsenkte. Genau genommen hören wir nie auf, nach unserem Schöpfer zu riechen. Wir übertünchen im Laufe des Erwachsenwerdens nur den Geruch unserer Seele mit einer Art Parfüm, so wie wir unseren Körper mit Düften einsprühen.

Immer mehr Menschen besprühen ihr Kind gegen dessen Willen sehr früh mit fremden Gerüchen. Im übertragenen Sinn. Daher ist es mir auch wichtig zu sagen:

Liebe werdende Eltern, gebt diese wichtige Aufgabe der Erziehung nicht dem Fachpersonal des Staates in die Hand, sondern seid nach Möglichkeit selbst die ersten Pädagogen, die ersten Religionslehrer und die ersten Liebhaber eurer Kinder, nach Gott! Seid wirklich das, was ihr sein wollt: Selbstständig. Es ist mir ein so wichtiges Anliegen, weil ich nun erkenne, wie sehr ein Erwachsener aus seiner christlichen Erziehung schöpfen kann. Selbst wenn er sich von Gott entfernt hat, bleibt dieses Band bestehen! Eine christliche Erziehung ist eine sehr wertvolle Investition in das Seelenheil der Kinder. Geht nicht dem Märchen auf den Leim, man solle seine Kinder möglichst neutral erziehen. Das ist ein Widerspruch in sich! Jesus will, dass die Kinder zu ihm gebracht werden, dies ist eine klare Aufforderung an alle Erzieher und Bezugspersonen, die sich dem christlichen Glauben wenigstens verbunden fühlen. Ihr Eltern gebt bei der Taufe eures Kindes das Taufversprechen, es im christlichen Glauben zu erziehen. Brecht euer Versprechen nicht.

Lukas 18, 15-17

Die Segnung der Kinder
15 Man brachte auch kleine Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Als die Jünger das sahen, wiesen sie die Leute schroff ab.
16 Jesus aber rief die Kinder zu sich und sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.
17 Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.

Matthäus 18, 1-6

Der Rangstreit der Jünger
1 In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
2 Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte
3 und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
4 Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.
5 Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.

Warnung vor der Verführung
6 Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde.

Auch dieses Evangelium möchte ich nennen, um etwas zu verdeutlichen:

Lukas 12, 49-53.

Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!
Ich muss mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist.
Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung.
Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

Ja, „harte“ Worte sind das aus dem Munde des Herrn. Man wird sich nach dem letztgenannten Evangelium fragen: Warum sich überhaupt so sehr um eine christliche Erziehung und einer Familie bemühen, wenn sich sowieso alles auseinanderleben könnte? Da ist es wichtig, wie ich finde, einzusehen, dass die Kinder den Eltern von Gott geschenkt wurden und sie selbst auch ein Geschenk an ihre eigenen Eltern waren. Gott schenkt aber nicht so wie ein Mensch, der nichts schenken kann weil ihm nichts gehört. Er schenkt wie ein Gott, dem alles gehört und so gehört ihm auch das Kind, welches er den Eltern anvertraut. Die Verantwortung liegt also trotz aller Widernisse, die auftreten können, immernoch bei den Eltern, die sich auch bis in die letzten Stunden der Welt um ihre Kinder zu bemühen haben. Sie sollen nicht ihre eigenen Erwartungen durch das Kind verwirklichen, sondern es so annehmen, wie es ist und seine Stärken nach Kräften fördern, seine Schwächen hingegen verarzten und liebevoll umsorgen. Sie sollen es aushalten, tolerieren, wenn das Kind nicht so ist und denkt, wie sie sich das wünschen.

Natürlich ist eine Erziehung mit Gott nicht leicht – besonders in der heutigen Zeit. Es ist eine Lebensaufgabe, aber sie ist es allein schon um der Kinder Willen wert.

Eine Beziehung mit Gott zu fördern, ist das Schönste, was die Eltern für ihre Sprösslinge tun können.
Eine bestehende Beziehung mit Gott zu sabotieren, ist hingegen das Schlimmste und das Widerlichste!

Die meisten positiven Dinge erfuhr ich nur durch Gott. Wenn meine Eltern mich nicht zu Gott gelassen hätten, wie sehr hätte mir das geschadet und wie sehr schadet es den jetzigen Kindern. Selbst wenn Gott sich nicht abhalten lässt, seinen Segen auf sie zu legen und sie zu rufen. Es wird ihnen von den Menschen her schwer gemacht überhaupt Vertrauen zu fassen.

Das ist unsagbar traurig und um zu zeigen, dass es nicht so traurig ausgehen muss, habe ich dies hier veröffentlicht.

Letztendlich gilt aber, dass bei Gott nichts unmöglich ist und dies bewahrheitet sich schon im irdischen Leben des Menschen.

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Mut zu linker Gewalt?

Posted by conservare - 29/09/2009

Als Quasi-Antwort auf den Berliner Schweigemarsch „1000 Kreuze für das Leben“ formierte sich eine Gegendemonstration unter dem Slogan „1000 Kreuze in die Spree„. Die Gegendemonstranten hatten es sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele der mitgeführten Kreuze zu ergattern und in die Spree zu werfen. Dabei wurden die schweigenden und betenden Menschen des Schweigemarsches beschimpft und beleidigt. Unflätige Zoten gegen das Christentum, gar hasserfüllte und lebensverachtende Statements wurden gebrüllt und auf Plakaten zur Schau gestellt. Eine Bibel wurde an einem „historisch unpassenden“ Ort verbrannt. Trommelschläge, Trillerpfeifen und lautstarke Sprechchöre (von Gesang möchte ich nicht reden) sollten die stillen Beter akustisch übertrumpfen. Wie absurd allein dieses Unterfangen ist, sei einmal dahingestellt. Wichtig ist und bleibt, wer so eine „Gegendemonstration“ unterstützte.

Und da kommen wir auf eine Stiftung zu sprechen, die nach eigener Aussage eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts und eine Initiative für Zivilgesellschaft und demokratische Kultur ist. Ihr Namensgeber, Amadeu Antonio aus Angola, wurde 1990 von Skinheads ermordet. Seit ihrer Gründung 1998 ist es das Ziel der Stiftung „eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet.“ [HP AA-Stiftung: Wir über uns]. Auf der stiftungseigenen Internetseite „Mut gegen rechte Gewalt“ werden regelmäßig Initiativen und Projekte vorgestellt, um ein weiteres Ziel der Stiftung, die „langfristige Stärkung einer demokratischen Kultur“ zu unterstützen.

Die Amadeu Antonio Stiftung hat den Aufruf zur Demonstration gegen den Berliner Schweigemarsch „1000 Kreuze für das Leben“ unterstützt. Der Schweigemarsch hat auf die täglich hundertfache Tötung von ungeborenen Kindern aufmerksam gemacht.

Elsa hat einen Brief an die „Amadeu Antonio Stiftung“ veröffentlicht, der erstens sehr lesenswert und zweitens auch die 55 Cent wert ist, um jenen Brief im eigenen Namen an diese Stiftung zu schicken.

An die
Amadeu Antonio Stiftung
Linienstraße 139
10115 Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Ihrer stiftungseigenen Internetseite „Mut gegen rechte Gewalt“ werden regelmäßig Initiativen und Projekte vorgestellt, um die „langfristige Stärkung einer demokratischen Kultur“ zu unterstützen.
Anlässlich der Kundgebung christlicher Lebensschützer, dem Schweigemarsch „1000 Kreuze für das Leben“, fand sich auf der Seite Mut gegen rechte Gewalt die Ankündigung zu einer Gegenaktion mit dem Titel „1000 Kreuze in die Spree“ verschiedener Aktions-Bündnisse. Als Rechtfertigung für den Aufruf, eine friedliche Kundgebung von betenden Christen massiv zu stören, wurde angegeben, die Teilnehmer des Trauermarsches seien „antifeministisch“ und hätten als „fundamentale Christen“ ein „völkisches Familienverständnis“.

Während des Schweigemarsches, zu dem verschiedene namhafte Politiker sowie die Vertreter der beiden großen Kirchen Grußworte ausrichten ließen, wurden Demonstranten angepöbelt, beschimpft, bespuckt, eine behinderte Sportlerin – die Paralympics-Siegerin Michaela Fuchs – beleidigt und eine Frau verhöhnt und niedergebrüllt, die über ihr Post-Abortion-Trauma sprach. Außerdem wurden Kreuze entwendet und entsprechend dem Motto der Gegendemonstration in die Spree geworfen.
Die Amadeu-Antonio-Stiftung bekennt sich zu ihrem Ziel, eine zivile Gesellschaft zu fördern, die anti-demokratischen Tendenzen entschieden entgegentritt. Dieses Ziel ist uneingeschränkt zu bejahen.

Darum hätten wir auch gerne gewusst
a) wie der Aufruf zur Gewalt gegen einen Schweigemarsch friedlicher, betender Christen mit dem Ziel der Stiftung, der Stärkung einer demokratischen Kultur, vereinbar ist?
b) Bedeutet Mut gegen rechte Gewalt für die gemeinnützige Amadeu-Antonio-Stiftung Mut zu linker Gewalt?
c) Wie kommt die Stiftung dazu, einen gewaltfreien Schweigemarsch betender Christen unter „rechte Gewalt“ einzuordnen – rechte Gewalt, wie sie zu dem Mord an Amadeu Antonio führte?
d) Wie steht eine gemeinnützige Stiftung zu der Tatsache, dass unter ihrem Namen ein Aufruf zur Schändung des zentralen Symbols einer religiösen Gemeinschaft erfolgen darf?

Über eine Antwort würden wir uns freuen, behalten uns jedoch vor, sie zu veröffentlichen. Diese Anfrage geht auch an Freunde und Förderer der Stiftung, wie etwa Wolfgang Thierse.

Mit freundlichen Grüßen nach Berlin

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