CONSERVARE

… Salz der Erde

Archive for the ‘Aus der Welt’ Category

Was die Welt bietet

Das Sommerloch

Posted by conservare - 03/07/2010

Das Sommerloch scheint wieder Einzug gehalten zu haben. Auch bei mir tat sich im Internet lange Zeit gar nichts mehr. Zugegeben – ich war weder im Urlaub, noch saß ich im stickigen Büro fest. Ich war die ganze Zeit draußen. Denn meine Arbeit habe ich – besonders in den Sommermonaten – den ganzen Tag draußen zu verrichten. Es gibt daher nur zwei Möglichkeiten – entweder ich vernachlässige die Arbeit oder das Bloggen.

Eine dritte Möglichkeit möchte ich mir jetzt gerne einmal erschließen: das Eine tun und das Andere nicht lassen. Ich hoffe es gelingt mir. Schon lange vor meiner Bekehrung führte ich einen Blog, welchen ich nicht bis über den Sommer hinaus halten konnte. Irgendwann stampfte ich die Seite ein. Dies möchte ich mit meinem jetzigen katholisch geführten Blog nicht tun.

Also dann gehe ich es mal an, aber langsam 🙂 auch wegen der großen Hitze und ein bisschen auch wegen der WM. Immerhin geht es heute um das Viertelfinale und dann auch noch Deutschland gegen Argentinien. Das wird sicherlich aufschlussreich. Hoffe ich zumindest, denn langsam habe ich den Eindruck, dass die Nationalspieler ihre Taktiken so perfektioniert haben, dass darunter die Spannung und die Anzahl der Tore leidet, weil fast kein Tor mehr fällt. Ich finde, dass ein 1:2 einfach stinklangweilig ist und erwarte demgemäß mehr als im Spiel zwischen Deutschland und Ghana. Da wäre ich fast eingeschlafen.

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Narrenfreiheit im Münchner Dom

Posted by conservare - 14/05/2010

Während des zweiten ÖKToberfestes auf der Wiesn in München scheint nicht nur ebenda die Narrenfreiheit zu herrschen, sondern auch im Münchner Dom, der Kathedrale des Erzbischofs. Soll ich davon ableiten, dass man wegen einem ÖKT schon mal das Katholische in Urlaub schicken kann, um möglichst zeitgeistkonform zu wirken?

Wer den Segen des Gebärens nicht zum Fluch werden lassen will, wird für Geburtenkontrolle eintreten.
Wir können (die Pille) aber auch als Geschenk Gottes ansehen
– Margot Käßmann

Der WELT-Artikel kam bei so einer steilen Vorlage natürlich nicht ganz ohne Häme gegenüber der katholischen Kirche aus.

Ich will hier gar nicht lange beschreiben, wie erschüttert und geschockt ich über die Aussagen einer Frau Käßmann während ihrer „Predigt“ bin. Ich möchte lediglich ein Zeichen gegen diese Aussagen setzen, obwohl dies in erster Linie die Aufgabe der katholischen Kleriker wäre. Denn ein „Dialog“ geht nur dann, wenn man von seinem eigenen Glauben überzeugt ist und die Lehre so annimmt, wie sie immer in der Kirche durch Gott gelehrt wurde. Alles andere ist ein Spaziergang im Nebelfeld des Relativismus und gerade da sind Dialoge unmöglich.

Die Pille als „Geschenk Gottes“ in einer katholischen Kathedrale zu verherrlichen, ist in erster Linie schon ein Affront gegen das Naturrecht, innerhalb dessen Rahmen der Mensch von Gott eingesetzt wurde und fruchtbar sein sollte. Es ist die heilige Überzeugung der katholischen Kirche, dass das menschliche Leben von Gott gegeben und gewollt und deshalb vom Menschen nicht der Vernichtung preisgegeben oder sein Entstehen verhindert werden darf. Die Pille macht hingegen unfruchtbar; unterdrückt bei langer Einnahme die Lust; begünstigt Krebs und verändert das Wesen der Frau. Selbst ein Kind kann sich an seinen kleinen Fingern abzählen, dass solche künstlichen Hormonbomben Nachwirkungen und Nebenwirkungen haben müssen. Das Wasser wird mehr und mehr durch diese Hormone verseucht und lässt sogar die Fische mutieren. Im Übrigen wirkt die Pille nicht selten auch schon frühabtreibend. Diese Wirkung der Pille erlebt das Ungeborene mit Sicherheit nicht als „Liebe ohne Angst“. Dieser Satz bedeutet hier wohl ohnehin nichts anderes als „Sex ohne Verantwortung“. Die Pille hilft auch nicht gegen die Müttersterblichkeit – ganz im Gegenteil verhilft sie der Frau dazu, erst gar keine Mutter zu werden. Ich habe schon viel Unfug von den katholischen Kanzeln Deutschlands herunterschwallen hören (leider), aber so ein irrationaler Vortrag hat in einem Gotteshaus absolut nichts verloren.

Gott will nicht, dass wir zu Mördern werden. Auch dann nicht, wenn uns irgendwelche Hanseln etwas von einer Überbevölkerung erzählen. Indes muss man diese Theorie wirklich aufs Schärfste verurteilen, weil es ein gemeingefährlicher Blödsinn ist, den sich Thomas Malthus, anglikanischer Kleriker, 1798 aus dem Finger sog. Er sagte voraus, es gäbe im Jahre 1890 nur noch Stehplätze auf dieser Erde. Die neomalthusiastische Organisation „Club of Rome“ verbreitet diesen Irrglauben auch heute noch.

Desweiteren ist es meiner Meinung nach eine spät-pubertäre Herablassung von Frau Käßmann, diese Worte ausgerechnet in einer Predigt so manch einem Katholiken in das Gesicht zu schleudern, wo sie genau wissen dürfte, in welcher Kirche sie sich da befindet. Dialog geht anders. Ich gehe auch nicht einfach zu den Protestanten in ihre Gebetshäuser und predige vor ihnen, dass eine Frau kein Priester werden darf. Anders als die Pillenverherrlichung von Frau Käßmann, könnte ich meine Aussage wenigstens mit der Bibel rechtfertigen.

Nun ist es aber nicht einmal unbedingt die Schuld einer Frau Käßmann, sondern viel eher sollte man sich die Gedanken machen: war nicht bereits aus diversen Käßmann-Interviews bekannt, welche grünpolitische Ideologie sie mit dem Christentum vermählen möchte? Wieso lädt man diese Frau dann auch noch in eine katholische Kathedrale ein, um dort zu predigen? Geht es denn nur noch um den Personenkult und um Provokation? Soll das ein Dialog sein, bei dem die Wahrheit und Wahrhaftigkeit auf der Strecke bleiben?

Ich hoffe sehr, dass das Erzbistum München und die DBK wenigstens noch nach dieser Veranstaltung ein öffentliches Dementi gegen die Käßmann-Predigt verlauten lässt. Aber bitte dann auch in der SZ.

Das ist das Mindeste, was man von einem Erzbischof, der dieser Tage nicht gerade durch Brüderlichkeit glänzte, verlangen kann. Denn das schlimmste Gift für die Kirche in einer säkularen Gesellschaft ist, wenn Katholiken ihren eigenen Glauben nicht mehr glauben und sich in der Unbestimmtheit auflösen.

Ich bin mir sicher: eine Richtigstellung und eine ernste Bitte um Verzeihung wird von aufrichtigen Katholiken gern angenommen.

Um das Ganze noch etwas abzurunden und um fair zu bleiben, möchte ich hier auch eine Meinung aus dem Kommentarbereich von kath.net zitieren:

User: hhrtb

Betrübt und bestürzt
Als Christ, der lutherischen kirchlichen Gemeinschaft bin ich über das Verhalten von Frau Käßmann sehr betrübt und auch bestürzt. Ich verstehe nicht, warum sie die Gastfreundschaft in einer katholischen Kirche so ausnutzt. Leider scheint ihre anti-römische Gesinnung sehr stark zu sein. Ganz offen gesagt: Die Hindernisse zur Einheit liegen heute mehr bei den Evangelischen als bei den Katholiken. Ich bete weiter für die Einheit. Und ich weiß, dass Papst Benedikt derjenige ist, der sie am meisten anstrebt und auch konkret fördert. Insofern, liebe katholische Glaubensgeschwister, lasst Euch nicht ärgern von einer Frau, die gerne provoziert. Lasst uns auf Christus schauen, der uns Frieden schenkt. Und den kann kein Mensch zerstören.

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Ein feines deutsches Süppchen gefällig?

Posted by conservare - 09/05/2010

Wie man mit dem bischöflichen Mitbruder innerhalb der DBK umgegangen ist und immer noch umgeht, ist für mich sehr erschreckend und es hat mir wieder einmal gezeigt, wie zerfressen das Katholische in unserem Lande bereits ist. Von Vorbild keine Spur. So nennt Kardinal Lehmann heute, einen Tag nach der Annahme des Rücktritts von Bischof Mixa, eben diesen nur mehr bei seinem bürgerlichen Namen. Geradeso, wie es die Presse schon seit gestern formuliert: Walter Mixa. Das allein ist noch nicht alles. In diversen SPIEGEL-Berichten reden sich manche Augsburger – Laien wie Geistliche – den Mund über den schrecklichen konservativen Mixa fusselig. Gar manch einen Zeitgenossen hat der Bischof „angewidert“. Interessant. Sind das dann jene Leute, die immer zu von der Kirche „mehr Liebe“ und „mehr Barmherzigkeit“ fordern, oder bin ich da auf dem Holzweg? Dann diese ganzen Auslassungen bezüglich Bischof (em) Mixa von seinen Mitbrüdern. Für mich stellten sich die diversen Stellungnahmen eher wie ein paar mal gepflogenes Nachtreten dar. Ich dachte phasenweise, dass ich es hier nicht mehr mit Repräsentanten der katholischen Kirche, sondern mit den Anwälten einer eiskalten Firma zu tun habe. Da wird sich von dem beschuldigten Kollegen distanziert, obwohl alles im Unklaren ist. Dann weiß man von Gerüchten, an die man sich erst jetzt wieder erinnert… ach und die WELT tut ihr Übriges natürlich noch hinzu.

Allein wenn man diese Schlagzeile hier liest: Kirche stellt nach Mixa-Skandal Zölibat in Frage, muss sich doch ein normaler Katholik die Frage stellen, ob es auf dem Planeten, auf dem manche Deutsche wohnen, auch genug Sauerstoff gibt.

Habe ich etwas nicht mitbekommen, oder seit wann ist „mein“ Erzbischof (er hört das ja nicht gerne) Ludwig Schick denn bitteschön „die Kirche“?

Die Schlagzeilen werden immer absurder und ich dachte schon, dass dies nicht mehr möglich ist. Aber wenn ich noch eins und eins zusammen zählen kann, meint man in Augsburg und in Bamberg mit einem „Neuanfang“ nicht unbedingt das, was ich unter Neuevangelisierung verstehe. Ich kann mir denken, wie dieser „Neuanfang“ aussehen wird und ich sage schon jetzt: wenn sich meine Vermutungen bestätigen, mache ich bei diesem „Neuanfang“ nicht mit. Ich für meinen Teil habe vor, mit Gottes Hilfe und auf der Fürsprache Mariens römisch katholisch zu bleiben. Mein Leben soll nach der einzigen wahren Lehre der Kirche verlaufen.

Sollen die ihr Süppchen alleine kochen – ich für meinen Teil kann nichts anderes tun, als für alle Getauften zu beten. Und Suppe konnte ich eh nie ausstehen.

Für alle Katholiken da draußen, denen es momentan ähnlich wie mir geht:

Haltet durch. Haltet stand. Bleibt in eurem Glauben. Verzeiht einander. Klammert euch an die Gottesmutter und vor allem: Betet und bleibt in der Liebe Gottes.

Lasst euch nicht kirre machen. Denkt daran:

Nichts verwirre Dich, nichts erschrecke Dich, alles geht vorüber. Gott ändert sich nicht.
Die Geduld erreicht alles. Wer Gott besitzt, dem mangelt nichts. Gott allein genügt.

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Der Versuch einer Aufklärung

Posted by conservare - 07/05/2010

steht heute druckfrisch in meiner Tageszeitung „Fränkischer Tag“.

Ich zitiere aus dem Artikel vom Freitag 7.5.2010, mit der Überschrift „CSU will längere Verjährungsfrist – die FDP bremst“:

(…) Ministerialrat Helmut Seitz erläutert, dass sich die Zahl der Verdachtsfälle gegen kirchliche Mitarbeiter und Amtsträger in den letzten Wochen drastisch erhöht hat, wobei fast ausschließlich die katholische Kirche betroffen ist. Aktuell sind fast 100 Verfahren anhängig, bei denen es etwa zur Hälfte um sexuellen Missbrauch und ansonsten um Misshandlung durch Strafen in Internaten oder an Schulen geht. Über 90 Prozent der Fälle kann aber nicht mehr verfolgt werden, zum Teil wegen des Todes des Beschuldigten, meist aber wegen der Verjährung der Tat. (…)

Nun kann man sich vielleicht ein bisschen vorstellen, was Sache ist. Ein bisschen – mir ist das ehrlich gesagt zu wenig. Wenn ich bedenke, dass über 90 Prozent der Fälle nicht mehr verfolgt werden können, frage ich mich ehrlich gesagt, was der ganze Auftritt eigentlich sollte. Vor allem das Spielchen mit dem Runden Tisch ist da mehr als unverhältnismäßig, aber dass die Kirche in Deutschland da mitspielt, ist ihr dennoch hoch anzurechnen. Wollen die Bischöfe damit doch auch signalisieren, dass es aktuell keinen Hang zur Verschleierung gibt. Dabei ist auch immer zu bedenken, dass in der katholischen Kirche ab 2002 erneuerte Richtlinien eingeführt wurden und sich Joseph Ratzinger als Kardinal sowie als Papst immer für die Aufklärung solcher Fälle und für die Opfer des Missbrauchs (kirchlich oder nicht kirchlich) einsetzte. Sprich die „Institution Kirche“ hat sich für mein Dafürhalten in unserer Gesellschaft, in der der sexuelle Gebrauch von Kindern üblich ist, vorbildlich verhalten, insofern man eine ganze Institution nicht für das Verfehlen einiger ihrer Mitarbeiter von vor 30 oder 20 Jahren in Sippenhaft nimmt. Was aber leider all zu oft in den deutschen Köpfen passiert. Aber hallo, ich kann auch nicht hergehen und als Katholikin sagen: Schafft die Väter ab, denn das Vatersein begünstigt sexuellen Kindesmissbrauch! Na da wär was los. Abgesehen davon würde ich das nie sagen und denken.

Der Punkt ist der, dass man es hier mit Opfern zu tun hat, die wahrscheinlich zu einem hohen Prozentsatz psychische Folgen von dem Missbrauch davongetragen haben. Was diese davon haben, wenn man einen Sündenbock aufstellt – in diesem Falle die katholische Kirche – ist nur eine berechtigte Frage unter vielen. Was diese davon haben, wenn man den Zölibat auflöst, ist eine provokante aber nicht minder berechtigte Frage. Wenn 90 Prozent der Fälle (auch Verdachtsfälle) nicht mehr verfolgt werden können, warum richtet man dann nicht seine Aufmerksamkeit auf das, was jetzt ist? Nämlich auf die Opfer! Warum versucht man nicht endlich einmal diese „Runden Tische“ im größeren Format anzulegen? Warum werden die Verjährungsfristen nicht nach oben gesetzt oder gar abgeschafft? Warum doktert man immer am kleinen Fallbeispiel herum, anstatt die Jagd auf Kinderporno-Ringe zu eröffnen? Denn dass dies ein „Geschäft“ mit Milliardenumsatz geworden ist, sollte uns wirklich alarmieren. Es ist so leicht geworden, im Internet diesen Dreck zu finden und trotzdem soll es angeblich nicht möglich sein, die Betreiber dieser Seiten zu fassen oder diese Seiten zu löschen?

Ich mein, schaut euch um, was in diesem Lande und in eigentlich allen modernen Staaten mit den Kindern passiert. Schaut euch an, wie viele Kinder vermisst werden und wie hoch die Dunkelziffer geschätzt wird. Schaut euch an, wie viele Kinder zum Psychologen müssen und ihr werdet sehen, was die Stunde geschlagen hat.

Sicher muss auch die Kirche dazu stehen, wenn es um dieses Thema geht, denn ihre Mitarbeiter sind nicht über jeden Zweifel erhaben – das ist kein Mensch. Deswegen sollen wir auch auf Gott mehr hören als auf die Menschen, denn Ihm kann man von Anfang an bis zur letzten Stunde vertrauen.

Doch nicht nur die Kirche muss aufpassen, wenn es um dieses Thema geht, sondern eben die ganze Gesellschaft. Ein Bauernopfer auftreiben und es zur Strecke bringen, damit die Leute denken: „so, jetzt haben wir Ruhe“ – das funktioniert vielleicht für eine kurze Dauer, aber spätestens in der übernächsten Generation geht diese Rechnung nicht mehr auf. Heißt es nicht immer: Die Kinder sind unsere Zukunft? Dann sind auch die vielen vielen Opfer des Missbrauchs unsere Zukunft.

Ich empfinde tiefes Mitleid mit allen Opfern! Egal ob ihr Peiniger ein Priester; der Vater; der Onkel oder ein Klassenkamerad war, in jedem Fall ist dieses Verbrechen ein folgenschwerer Einschnitt im Leben eines Kindes. Ich weiß, was das heißt! Und so bete ich im Eingedenk mit Papst Benedikt in erster Linie für die Opfer und dann auch für die Täter. Mögen alle erkennen, dass Jesus Christus in seiner einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche wirkt und uns alle dadurch zum Heil führen möchte.

Ein Priester als Täter ist für uns als Kirche und für den jeweils betroffenen Menschen sehr schmerzhaft, da hier das große Vertrauen, welches ein Schutzbefohlener in einen Hirten der Kirche setzte, über die Maßen missbraucht wird. Schon ein Fall ist zuviel, geschweige denn Dutzende!

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Die Rücktritte interessieren mich nicht mehr

Posted by conservare - 05/05/2010

denn sie sagen nichts aus. Auch wenn es tragisch ist, so sagen sie weder über die Schuld, noch über die Unschuld eines Menschen etwas aus. Ich habe nichts davon, wenn ich jeden Tag lesen muss, welcher Abt jetzt schon wieder zurückgetreten ist oder welcher Bischof zurückgetreten wurde. Da sprechen keine Beweise zu mir. Ein Rücktritt muss nicht viel bedeuten – schon gar nicht während einer heißen Phase in der katholischen Kirche. Täglich treten weltweit irgendwelche Politiker oder andere Gschaftlhuber von irgend einem Amt zurück und sie haben dafür eine ganze Bandbreite von Gründen anzugeben, die sich zwischen Banalität, Relativität und Unvermeidbarkeit bewegen. Wenn solche Bischöfe und Priester, die ihr Weiheamt nur noch als Beruf und nicht als Berufung verstehen, einfach so zurücktreten, ist das ihr Problem. Und schließlich fällt man in ein weiches soziales Netz und so ist auch ein medienwirksamer Rücktritt einigermaßen gut zu verkraften, weil man dann von der Bildfläche verschwunden ist und seine Ruhe hat – meistens.

Zumindest meine Wenigkeit will keine Berichterstattung mehr über Rücktritte und Beschuldigungen lesen. Grund: zur Aufklärung gehört nämlich nicht nur, dass man jeden Tag in der Zeitung neue Rücktritte und Anschuldigungen bezüglich vermeintlicher Missbrauchsfälle veröffentlicht. Zur Aufklärung gehört auch, dass man endlich einmal Tacheles redet: Wie viele Verdächtigungen haben sich bis jetzt erhärtet und wieviele davon entsprechen wiederum tatsächlich der Wahrheit? Wann werden die ersten Prozesse der nichtverjährten Fälle anberaumt? Gibt es überhaupt Fälle, die nicht verjährt sind? Und so weiter und so fort. Die Berichterstattung der Presse ist ja kein Polizeibereicht und das Gericht wartet auch nicht auf die Medien, die den letzten Tropfen an Verdächtigungen veröffentlicht haben, bis es sich an die Arbeit macht. Nein, jeder Fall, der angezeigt ist, wird schließlich konkret abgearbeitet. Aber davon kein Ton, kein Sterbenswörtchen. Stattdessen muss man sich die Frage stellen, ob seit neuestens das ZDF für die Rechtsprechung zuständig ist. Wie könnte es auch anders sein, dass ich mich so ziemlich vergackeiert fühle?

Jetzt ist der Bischof von Augsburg bis auf Weiteres nahezu spurlos verschwunden und die Presse schweigt sich – ganz entgegen ihrem Wesen – aus. Was ist mit den ersten Anschuldigungen gegen Bischof Mixa, die angeblich unter Eid ausgesagt wurden? Schweigen. Werden diese Fälle verfolgt, obwohl der Bischof schon von anderen Aussagenden bezüglich der ersten Vorwürfe entlastet wurde? Schweigen. Plötzlich hat der Spiegel den Kontakt zu diesen angeblichen Opfern verloren, oder wie erklärt sich dieses Verhalten?

Mag sein, dass es an mir liegt und ich einfach nur ungeduldig bin. Ich bin eben der Meinung: wenn man im Sturm gegen die Priester A sagt und die ganze Kirche in Sippenhaft nimmt, sollte man auch in einem Sturm in der Öffentlichkeit B sagen und erklären, was an der ganzen Sache dran war. Aber so wie ich das einschätze, wird man wohl nur wieder eine Randnotiz in den Tageszeitungen abtippen und der Käse ist gegessen, so lange die Kirche brav kuscht und das macht, was manche Säkularisten teilweise selbst nicht für nötig halten: Missbrauch eindämmen und ausrotten. Oder wo liegt das Hindernis, eine Verjährung nach oben zu verschieben, beziehungsweise ganz abzuschaffen?

Scheinbar ist ein Rücktritt aber das Valium schlechthin, um die Öffentlichkeit zu beruhigen. Mit einem Rücktritt befriedigt man schließlich nicht nur den aufgebrachten Mob, sondern auch den vermeintlich Intellektuellen, denn der denkt sich: Na wenn der zurücktritt, dann muss er ja Dreck am Stecken haben. Ist das aber in der Regel der Fall? Ich denke nicht. Wie gesagt, es gab schon wegen geringeren Fällen einen Rücktritt und es gab ebenso wegen heftigeren Fällen KEINEN Rücktritt (schielt mal zu Fischer und Cohn Bendit).

Was ich verlange, ist nichts anderes als die Wahrheit und wenn mir dieses Land keine Wahrheit mehr geben kann, warum sollte ich dann noch den Öffentlich Rechtlichen Einrichtungen Vertrauen schenken? Gott ist der Einzige, dem man ohne Vorleistung blindes Vertrauen schenken kann. Der demokratische Staat hat sich aber zu bewähren und muss seine Fähigkeit unter Beweis stellen – und zwar in all seinen Gewalten.

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Was man bei Wikipedia nicht findet

Posted by conservare - 01/05/2010

und was man im säkularen Deutschland nicht sagen darf – besonders dieser Tage – steht hier:

http://www.dominikaner.de/geschichte/ns/rothprozess.htm
(bei wikipedia gibt es leider keinen Eintrag hierzu… seltsam…)
„Nachdem es nicht gelungen war, durch die »Devisenprozesse« das Ansehen der katholischen Kirche wesentlich zu schmälern, bereitete die NS-Führung – besonders durch den Reichspropaganda-Minister Joseph Goebbels und sein Ministerium – eine neue Prozesswelle gegen katholische Ordensmänner und Priester ab Ende 1935 vor. Im Mai 1936 begannen vor ordentlichen Gerichten besonders vor dem Landgericht Koblenz, die sogenannten »Sittlichkeitsprozesse«.
Im Umgang mit Homosexualität hatten die Nazis bereits Erfahrung. Am 30. Juni 1934 hatte Hitler innerparteiliche Gegner mit dem Vorwurf der Homosexualität umbringen lassen. Im Juli 1936 stoppte Hitler die gegen die Kirche gerichteten Homosexualitätsprozesse – offensichtlich, um während der Olympischen Sommerspiele in Berlin im August 1936 vor der internationalen Öffentlichkeit ein Bild des inneren Friedens zu verbreiten. Alles änderte sich wieder, als die Enzyklika Plus‘ XI. »Mit brennender Sorge« (unter maßgebender Mitwirkung von Nuntius Pacelli) vom 14. März 1937 trotz aller Verbote und Beschlagnahmungen am Palmsonntag, 21. März, wohl von den meisten Kanzeln verlesen wurde. »Der Hauptteil des Sendschreibens hob die prinzipielle Unversöhnlichkeit christlicher Glaubenssätze und jenes Ersatzglaubens hervor, der Begriffe wie Blut, Volk und Rasse oder eine bestimmte Staatsform zur Norm aller Werte mache« (Hockerts, Die Sittlichkeitsprozesse gegen katholische Ordensangehörige und Priester [1971], S. 72). Zwei Wochen nach Verlesung der Enzyklika, am 6. April 1937, befahl Hitler, »die seit Juli des Vorjahres ruhenden Sittlichkeitsverfahren unverzüglich unter Zurückstellung anderer Sachen mit Nachdruck wiederaufzunehmen …« (Hockerts, S. 73).“

Natürlich wundert es mich nicht, dass man darüber weder bei Wikipedia noch in den ach so objektiven Quasselrunden mit Anne Will etwas erfährt. Inoffiziell denken viele Menschen doch so: „Die Verfolgten sind immer jene, die von Christen bedrängt werden. Nie aber ist und war ein Christ ein Verfolgter – das ist gaaaanz ausgeschlossen„. Tja, falsch gedacht. Allein die vielen Zeugen und deren Angehörige, die teilweise heute noch leben, sprechen die Fakten aus, auch wenn sie nicht gern gehört werden. Vielleicht ist auch das mit ein Grund dafür, dass sich die deutsche Presse und die deutsche Politik gänzlich über die massive Christenverfolgung im Irak, in Ägypten ect. ausschweigt. Gar nicht zu sprechen von den Schikanen gegenüber den Christen in der Türkei, die man ja lieber gestern als heute in der EU haben möchte.

Jeder möge sich seine Meinung darüber bilden.

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Päpstin Claudiana Rothensis hat gesprochen

Posted by conservare - 24/04/2010

Dass die GRÜNEN-Politikerin Claudia Roth nicht so gut lesen kann, hat sie ja schon damals beim „Gebärmaschinen-Skandal“ eindrucksvoll bewiesen. Dass sie keine Ahnung von der Kirche hat, muss sie jedoch ständig in die Welt hinausposaunen – wie heute im SPIEGEL (gehören ihr mittlerweile schon Anteile?). Da stellt sich mir die Frage, warum sie sich überhaupt dafür interessiert, wer Bischof Mixas Nachfolger wird? Die Dame ist vor vielen Jahren ausgetreten und feiert in der Türkei ihre heißgeliebten Konflikte. Mir wird dabei immer klarer, was sie damals in dem fragwürdigen Interview damit meinte.

Die seltsamsten Antworten aus dem heutigen Interview, von mir kommentiert, hier:

(…)

„Bereits als Militärbischof hat Mixa sich als erzkonservativ geriert, und das auf eine sehr laute Weise. Er ist immer als politisch kämpfender Bischof aufgetreten, also musste sich Mixa auch über entsprechende Reaktionen nicht wundern. “ ((Wieso eigentlich? Wenn ich den Weg, den die GRÜNEN einschlagen, kritisiere, darf ich mich als Wahlberechtigte dann auch nicht wundern, wenn ich eine „entsprechende Reaktion“ erhalte? Hm, tja, Frau Roth, auch Bischöfe gehen wählen.))

SPIEGEL ONLINE: Was ändert der Mixas Rücktritt konkret? ((der Mixas Rücktritt, hey, warum nicht gleich das Wort „Rücktritt“ durch „Mixa“ ersetzen?))

Roth: Das ist der Anfang dessen, was eine Änderung in der katholischen Kirche in Deutschland sein könnte. ((Und warum beschäftigen sie sich damit?)) Natürlich wird das nicht ausreichen, obwohl sein Rücktritt sicher im Sinne von vielen katholischen Gläubigen und Geistlichen ist. ((Sagt sie und blendet die vielen Stimmen aus, die den Rücktritt ganz und gar nicht gut finden.)) Die Verfehlungen, über die seit Wochen berichtet wird, müssen weiter mit großem Nachdruck aufgeklärt werden. ((Welche Verfehlungen? Die Watschn; die angebliche Lüge; oder dann doch die paar Kröten des veruntreuten Geldes anno dazumal, um dessen Aufklärung auch Bischof Mixa bittet? Eine Frage an Sie, Frau Roth: Wann haben Sie zum letzten mal einen Fehler gemacht? Lange her… was? Schon verjährt und längst entschuldigt? Na dann, Schwamm drüber.)) Mixa darf nicht das Bauernopfer für alle anderen sein. ((Natürlich nicht, man möchte möglichst noch mehr Opfer bzw. Täter.))

und da:

SPIEGEL ONLINE: Die Vorwürfe in Augsburg richten sich ja nicht nur gegen den Bischof, sondern gegen das „System Mixa“ ((Ich schlage vor, das Wort „System“ einfach durch das Wort „Mixa“ zu ersetzen – Leute, macht es euch doch nicht so schwer, hm? Ein Wort für alles reicht doch)). Was muss noch passieren?

„Ich hoffe sehr, dass man in Augsburg endlich die Kraft findet, wieder ein liberaleres Bistum zu schaffen. ((anderenfalls?)) Immerhin ist das die Stadt des Religionsfriedens! ((Na na, jetzt werden sie aber ihrer Liebe zum Konflikt untreu, tztz. Außerdem: von Frieden keine Spur – erst neulich ist da eine große Meute mit Kamera und Mikrofon durchgewatschelt und hat alles niedergemäht, was es da noch Stehendes gab)) Die katholische Kirche kann dort nicht weiter so tun, als würde sie über allen anderen stehen. ((Hat wer zu bestimmen?)) Natürlich steht das erzreaktionär geprägte Umfeld von Herrn Mixa einem Aufbruch im Wege. ((ein Grund mehr, weitere Kampagnen gegen die Kirche zu fördern? Wissen Sie, Frau Roth, dass sich manche Menschen von Ihnen bedroht fühlen? Konservative sind auch Menschen, geben sie uns eine Chance.)) Das Bistum hat, daran erinnere ich mich aus meiner eigenen Kindheit und Jugend, durch den damaligen Bischof Stimpfle eine finstere Tradition: Damals wurde beispielsweise noch Exorzismus praktiziert. ((Ich kann gut nachvollziehen, dass sie sich davor sehr fürchten.)) Daran hat Mixa nach einer liberaleren Episode wieder angeknüpft. Das müssen die Augsburger Katholiken nun zurückdrehen. ((Müssen, müssen, müssen – Päpstin Claudiana Rothensis, meine Empfehlung))

(…)

Eins noch: Klar ist: Die Kirche ist eine sehr wichtige Institution, mit der auch wir Grünen oft kooperieren. Und sie ist unverzichtbar als Träger und Bindeglied dieser Gesellschaft. ((Sagt sie, obwohl sie genau weiß, dass das Verbot von Verhütungsmitteln und Abtreibung für die Gesellschaft gar nicht gut ist)).

Weitere Kommentare erspare ich mir und euch.

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Bischof Mixa möchte zurücktreten

Posted by conservare - 22/04/2010

… alle wollten es, um Bischof Mixa los zu werden. Er selber hat letztendlich nachgegeben, aber nicht weil er Kinder misshandelte (und ich bleibe dabei, dass eine Watschn keine Misshandlung ist und früher erst recht nicht war!), sondern weil er weiteren Schaden von seinem Bistum abwenden möchte. Man kann sich anhand dieser tragischen Aussage nur dunkel vorstellen, wie es in der Diözese in diesen Wochen zugegangen sein muss. Die Priester sollten geschützt werden. Ja – aber lieber Bischof Mixa, was ist denn mit den Schafen ihrer Herde? Die brauchen Sie doch.

Aber jetzt muss ich doch noch einmal herzlich lachen – und zwar über die Presse, die für mich so langsam ein offenes Buch ist. Ich habe es gewusst: Tritt der Bischof nicht zurück, erhärten sie die Angriffe und nehmen andere Maßnahmen zur Hilfe. Tritt der Bischof zurück, so heißt es: er drückt sich vor den Konsequenzen. (vergleiche Lukas 7, 32)

Tja, was steht heute in meiner Zeitung? „Rücktritt löst die Probleme nicht“.

Auf einer Weise stimmt diese Schlagzeile sogar für die (echten) Gläubigen der Diözese Augsburg. So meint das die Schlagzeile aber natürlich nicht. Jetzt muss nämlich ordentlich nachgeheizt und nachgetreten werden, damit der Bischof ja nicht mehr wieder kommt.

Da setzt auch ein von mir nicht gewählter Oberlaie namens Glück einen drauf und meint: „Mixa sei doch eine schwere Last geworden„.

Herr Glück: Lasten muss man tragen, nicht abwerfen. Das ist ein altes katholisches Prinzip. Oder hätten Sie damals zu Jesus Christus gesagt: „Wirf dein Kreuz weg, das ist doch nur eine Last“? Oder soll sich die Kirche einmal schütteln wie ein nasser Hund, um all die sündigen Flöhe aus ihrem Pelz zu katapultieren? Schließlich sind wir alle Sünder und somit eine Last für die Kirche und für uns selber.

Ach und Herr Glück: für Sie immer noch: Bischof Mixa.

Und für all die anderen, die jetzt große Töne spucken: Kehrt vor eurer eigenen Tür. Was wisst ihr schon? Und hätte Bischof Mixa noch wesentlich schlimmere Dinge getan und er wäre voll Reue zur Beichte gegangen, so würde ihm Gott verzeihen. Wer weiß, ob er das nicht schon längst getan hat. Haltet euch also zurück, die ihr euch Katholiken nennt, haltet euch zurück mit dem Nachtragen der Schuld eines Bischofs, eines guten Bischofs obendrein. Einen Rufmord braucht man nämlich nicht mehr nachzementieren, der ist so schon konsequent genug.

Dann möchte ich dazu noch folgendes sagen und manche Brüder und Schwestern im Glauben daran erinnern: Vergebung ist einer der vielen Grundpfeiler des Christentums. Bischof Mixa hat bereits mehrmals um Vergebung gebeten. Wer oder was sind wir denn, wenn wir das nicht gelten lassen und in das Gebrüll der Welt, die keine Verzeihung kennt, einstimmen? Legt eure Steine nieder, denn höchstwahrscheinlich lässt sich im Leben jedes Menschen etwas finden, aus dem man ihm einen medialen Strick drehen könnte. Vor allem in der modernen Zeit, wo man alles mögliche aus einem ganzen Leben irgendwo abspeichern kann. Da lässt sich vieles finden.
Wie würde es uns denn gehen, wenn man uns Dinge von vor 30 Jahren plötzlich vorhält, die wir vielleicht schon längst bereut und gebeichtet haben? Sicher würde der eine oder andere von uns – auch nicht gerade gut beraten – einen ähnlichen Fehler wie Bischof Mixa begehen. Das ist jedenfalls nicht auszuschließen.

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Asche über Europa

Posted by conservare - 20/04/2010

Ach nein, ich habe keine Lust mehr sämtliche Frechheiten und Hasstiraden gegen das Pontifikat Benedikts XVI. hier anzuprangern. Ich bin es leid. Jeden Tag maßt sich ein neuer Kommentator in meiner Tageszeitung Urteilsvermögen über den Papst aus Bayern an. Positive Leserbriefe werden zensuriert oder gar nicht erst abgedruckt – und wenn, dann im Verhältnis eins zu sieben.

Jeden Tag regnet es hämische Berichte über einen 83-Jährigen Mann, der nicht nur geistiges Oberhaupt der Kirche, sondern auch politisch in der Welt ein Staatsoberhaupt ist. Von den Früchten der neuen grün-deutschen Religion namens „Toleranz und Respekt“ ist hier keine Spur. Eher toleriert man noch die Türkei in der EU, als einen Deutschen im Vatikan. Ob man sich aber so eine STÜRMERische Medienkampagne auch gegen Erdogan leisten würde? Ich wette manche Leute haben da schon die Hose voll, wenn sie nur den Namen hören. Da traut sich niemand etwas über die imperialistische Gesinnung dieses Politikers zu schreiben. Solange es aber der Papst ist und sowieso jeder gegen die Kirche aufjault; so lange man also die Mehrheit hinter sich hat, ist es sehr leicht „mutig“ zu werden und es dem Papst einmal so richtig zu geben. Ja, damit befriedigt man heute sein Ego und bekommt die Bestätigung: auch der größte Verbrecher – und wenn ich es selber bin – ist besser als der Papst. Gut, wir sind zufrieden mit uns, denn wir sind selbstgerecht und die anderen sind es, die sich ändern müssen. Die anderen müssen sich unserem Lebensstil anpassen, sonst diffamieren wir sie. Bei den Moslems kuschen wir aber schön. Warum, das weiß nur Frau Roth.

Mein Fazit: Churchill hatte recht. Was ich damit meine, schreibe ich später.

Die Aschewolke über Europa ist jedenfalls ein gewaltiges Sinnbild dafür, was in der Bevölkerung des Kontinents vorgeht. Man sieht diese Wolke von hier unten nicht, aber aus der Vogelperspektive weiß man, dass sie da ist. Wer sich also nicht frei vom irdischen Rotz macht, wird die bedrohliche Wolke gar nicht oder zu spät erkennen und in der Dunkelheit umkommen.

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Bringt mir einen Eimer

Posted by conservare - 17/04/2010

Ah, da ist er ja schon.

Danke.

Hoffen auf Papst Benedikts Nachfolger

Das Main-Echo (Aschaffenburg) kommentiert zu Papst
Benedikt: Beobachter mutmaßten vor fünf Jahren, Joseph
Ratzinger sei als Papst des Übergangs gewählt worden.
Vieles spricht dafür, dass er das auch sein wird. Wer sich
eine umfassende Reform der katholischen Kirche wünscht,
bleibt nichts anderes übrig, als auf Benedikts Nachfolger
zu hoffen.

Quelle: Wochenendausgabe 17.-18.04. Fränkischer Tag

Da bleibt doch nur noch die Frage offen, welcher Favorit es aus dem Wunschkonzert noch rechtzeitig zur Papstwahl 20?? schafft.

Nein ehrlich, manchmal weiß ich einfach nicht, ob ich bei solchen dummdreisten Meldungen lachen oder speien soll. Eine „umfassende Reform der katholischen Kirche“ ist bei denen wohl eine umfassende Entkernung der Kirche innerhalb Deutschlands. Worauf es aber letztendlich hinausläuft: Man will Jesus Christus entthronen. Eigentlich haben sie das für Deutschland ja schon fast geschafft – was wollen sie jetzt noch mehr? Heute Deutschland und morgen die ganze Welt, oder was?

Diese „Übergangs-Papst“-Leute sollen mir doch mal einen einzigen selbsternannten Kirchenreformler zeigen, der auch nur im Ansatz die Weisungen der Kirche kennt und versteht, so dass er sich über eine Reform überhaupt eine vorsichtige Meinung bilden kann! Dieses Gesülze aus dem Main-Echo ist an Hochmut und Inkompetenz nicht mehr zu toppen. Und dummdreist, ich sag’s ja. Dass es außer Deutschland noch so unglaublich viele katholische Länder gibt, für deren Bürger unser Papst Benedikt sehr viel getan hat, scheint dem Deutschen auf seinem hohen Ross nicht die Bohne zu interessieren.

PS: Über Küngs offenen Brief werde ich hier nicht schreiben. Es dauert eh nicht lange, bis dieser Brief an Aktualität verliert und zum Altpapier des Alt-Liberalen „Theologen“ gelegt wird. Trotzdem möchte ich doch einmal auf die wunderbaren Kommentare (in rot) zu diesem Brief auf der Seite Sensuum Defectui hinweisen. Danke, dass sich hier jemand diese unglaubliche Mühe gemacht hat, den Brief ganz zu lesen… ich glaube wir sollten in der Blogözese mal einen Award für tapferes Briefelesen vergeben!

PPS: Der blaue Eimer ist gleichzeitig natürlich auch eine Auszeichnung.

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